Patrizia Barbera

"Patrizia ist hoffnungslos neugierig und beobachtet entweder stundenlang ihr Umfeld träumerisch wie verzaubert oder stellt unendlich viele Fragen." Was die Grundschullehrerin nicht wissen konnte: Teil der Tagträume war es schon früh, andere Orte zu erkunden und die Menschen dort ebenso eindringlich zu beobachten wie die Mitschüler:innen in der schwäbischen Kleinstadt. Ihr Wunsch hat sich erfüllt und so reist Patrizia heute in ihrem umgebauten Sprinter-Van durch die Welt, erkundet fremde Klippen, Berge und Altstadtgassen und sitzt am allerliebsten stundenlang mit viel gutem Kaffee in einem unverhofft gefundenen Straßencafé, lässt sich inspirieren und schreibt Porträts und Reportagen über die so spannenden Menschen, Orte und deren Geschichten.

Was war dein schönstes Reiseerlebnis bisher?
Bergwandern habe ich erst im letzten Jahr für mich entdeckt. Meine zweite Wanderung ging dann ganz übermütig gleich alleine zum Ranastongi im Süden Norwegens über eine Route, die eigentlich viel zu schwer war für mich als Anfängerin. Eine Karte hatte ich nicht dabei, dafür aber eine Herde einheimischer Schafe, die mich vorbildlich entlang einiger Felsenklippen geleitet haben. Belohnt wurde ich mit dem Hochgefühl, das man nur hat, wenn man gleich mehrere Ängste auf einmal überwunden hat und zudem entdeckt, dass die Schafe auf dem Eisfeld da hinten gar keine irren Schafe sind, sondern Rentiere! (Trotzdem habe ich ab dem Tag immer Wanderkarten mitgenommen, nachmachen nicht unbedingt empfehlenswert.)

Was darf auf einer Reise nicht fehlen?
Zeit für spontane Umwege, wenn es da hinten in der Gasse so gut riecht.

Und was muss definitiv nicht mit?
Ein zu schwerer Rucksack, Reisebegleitungen, die nur Sehenswürdigkeiten abhaken wollen und der Selfie-Modus am Handy.

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