Brückentage 2020 – Wie ihr euren Urlaub möglichst clever plant

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Viele von euch müssen sicher auch schon zu Beginn des Jahres eine Urlaubsplanung für 2020 beim Chef vorlegen. Da Urlaub einfach die schönste Zeit im Jahr ist, sollte dieser natürlich so lange wie möglich andauern. Damit ihr also auch im nächsten Jahr maximal viel freie Zeit zum Reisen rausholt, habe ich für euch einmal den Kalender und die Brückentage 2020 analysiert.

Leider liegen die gesetzlichen Feiertage im kommenden Jahr nicht ganz so ideal wie 2019. Denn ziemlich viele fallen auf ein Wochenende und gehen uns somit einfach verloren. Da wir leider nicht in Thailand sind – hier werden Feiertage, die nicht auf einen Werktag fallen, nämlich einfach verschoben – müssen wir also besonders gut planen! Und das lohnt sich. Denn vor allem in der ersten Jahreshälfte bieten sich jede Menge Gelegenheiten die freien Tage zu maximieren.

Im Januar der Kälte entfliehen

Der Weihnachtsschmuck wurde wieder in die Kartons gepackt, der nackte Weihnachtsbaum liegt unten auf der Straße und statt Schneeflocken hängen Regentropfen an der Fensterscheibe – Der deutsche Januar gehört erfahrungsgemäß nicht unbedingt zur schönsten Zeit im Jahr. Deswegen heißt es Koffer packen und ab in den Urlaub, denn die erste Gelegenheit für verlängerte freie Zeit bietet sich direkt Anfang Januar. Wer nämlich noch am 2. und 3. Januar Urlaub einreicht, beginnt das neue Jahr ganz entspannt mit fünf freien Tagen.

Alle Bayern, Baden, Schwaben und Einwohner von Sachsen-Anhalt dürfen sich jetzt freuen, eure Kollegen müssen euch nämlich noch ein bisschen länger vermissen. Denn in gleich drei deutschen Bundesländern wird am 6. Januar das Fest der Heiligen Drei Könige gefeiert. Wer also noch vier weitere Urlaubstage einreicht, startet mit unglaublichen zwölf freien Tagen ins neue Jahr und kann jetzt schon bald die Koffer packen, um über die Weihnachtszeit und den ungemütlichen Januar in die Sonne abhauen!

Poço Ribeira do Ferreiro 
© Mela Mörtenbäck

Und wohin im Januar? Während es bei uns noch ziemlich kalt ist, müsst ihr gar nicht weit weg fliegen, um die ersten Frühjahrsgefühle zu wecken. Denn auf den Azoren, der vulkanischen Inselgruppe im Atlantik, klettern die Temperaturen bereits über 20 Grad. Das ideale Reiseziel, um den Körper mit ein paar Wanderungen durch die üppige Flora aus dem Winterschlaf zu erwecken. Natürlich könnt ihr auch einfach nur chillen und euch wie ein Gekko von der Sonne wärmen lassen.

Aus 12 mach' 23: Reisen im April

Im April müsst ihr praktisch kaum arbeiten, wenn ihr euren Urlaub geschickt plant. Denn dank der Osterfeiertage, reichen bereits acht Urlaubstage aus, um über zwei Wochen lang zu reisen (4. bis 19. April). Nach einer Woche im Büro, könnt ihr dann Ende des Monats noch einmal neun freie Tage rausholen: Der 1. Mai fällt nämlich auf einen Freitag. Wer also in der letzten Aprilwoche (27. bis 30. April) Urlaub einreicht, verbraucht nur vier Urlaubstage, hat aber neun Tage frei. Da das Wetter im April meist noch ziemlich unbeständig ist, lohnt sich eines der südlichsten Reiseziele in Europa. Wie wäre es also mit einem Trip nach Malta oder Korfu? Hier sind die Chancen auf sonniges Wetter auch im Frühling gut.

Im Mai vor der Hochsaison urlauben

Weil wir am 8. Mai 2020 das Ende des Zweiten Weltkrieges zum 75. Mal feiern, können Berlinerinnen und Berliner sogar noch ein weiteres Päuschen vom Alltag einlegen (1. bis 5. Mai). Wer nicht gleich wieder vier Urlaubstage verbraten will, kann sich auch einfach ein verlängertes Wochenende gönnen und durch die einheimischen Gefilde wandern. Gleich um die Ecke von Berlin liegt zum Bespiel der Märkische Landweg in der Uckermark. Oder ihr wandelt wie Caspar David Friedrich auf dem berühmten Malerweg durch das Elbsandsteingebirge.

© Charlott Tornow

Aber auch alle anderen Bundesländer kommen nicht zu kurz. Wenn ihr euch vom 18. bis 22. Mai vier Tage Urlaub nehmt – der Donnerstag wird euch geschenkt, denn Christi Himmelfahrt ist zum Glück in der gesamten Bundesrepublik ein Feiertag – könnt ihr gleich neun Tage, vom 16. bis 24. Mai, frei machen. Das gibt euch die Gelegenheit, beliebte europäische Reiseziele zu erkunden, die im Hochsommer zur Hauptsaison viel zu überfüllt und unentspannt sind. Fliegt zum Beispiel auf ein Gelato nach Sizilien oder verbringt die Abende mit Vino und Tapas auf Mallorca. Durch die geschützte Mittelmeerlage kann es hier nämlich schon super warm sein.

Wer nur den Brückentag entbehren will, kann einen Kurztrip nach Rom oder Paris einlegen. Hier ist zwar ganzjährig viel los, doch wenn die Hitze nicht über der Stadt liegt, sind die Touristenmassen in den Hauptstädten weitaus erträglicher.

Und jetzt noch ein Tipp für echte Reisenarren: Wenn ihr auf's Ganze gehen wollt, verbindet Christi Himmelfahrt und Pfingsten. Nehmt euch vom 21. Mai bis 7. Juni Urlaub und erkundet 18 Tage lang Europa. Also genug Zeit, um mit Freunden eine Interrail-Reise zu machen.

Verdoppelt eure Urlaubstage im Juni

bosnien und herzegovina, mostar
© Charlott Tornow

Die letzte Gelegenheit vor dem Feiertags-raren Sommerloch bietet sich Anfang Juni. Vor allem jene unter euch, die im südlicheren Deutschland wohnen (Baden-Württemberg, Bayern, Hessen, NRW, Rheinland-Pfalz, Saarland), müssen nur acht Urlaubstage investieren, um sich doppelt so lange nicht im Office blicken zu lassen.

Wenn ihr jeweils vier Tage in den ersten beiden Juniwochen verbucht (möglich dank Pfingstmontag am 1.6. und Fronleichnam am 11.6.), könnt ihr vom 30. Mai bis 14. Juni zum Beispiel in einem Baumhaus übernachten und die französische Natur genießen, bevor der trockene Sommer einzieht. Oder ihr reist Richtung Osten und erkundet die sagenhafte Landschaft und die pittoresken Städte des westlichen Balkan. Aber auch, wenn ihr auf Fronleichnam verzichten müsst, habt ihr immerhin die Möglichkeit neun Tage frei zu machen, bevor die Sommersaison so richtig losgeht und die Feiertage ausbleiben.

Das Jahresende entspannt ausklingen lassen

London im Winter_Weihnachten
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Es lohnt sich, ein paar Urlaubstage für die Weihnachtszeit aufzuheben. Acht Tage Urlaub genügen, um euch schon Mitte Dezember, am 18. Dezember in den Feiertagsurlaub zu verabschieden. Wer dem Weihnachtsstress zu Hause entfliehen will, hat jetzt sogar noch Zeit, um vor den Feiertagen einen kleinen Abstecher nach Großbritannien einzulegen. Denn während der Süden Europas in ein tristes Regenkleid gehüllt ist, herrscht hier atmosphärische Winterstimmung und die Straßen in London und Glasgow funkeln um die Wette.

Wer dann nach dem ganzen Weihnachtstrubel Ruhe sucht und ein bisschen Abstand von der Familie braucht, kann die idyllische und abgelegene Winterlandschaft Skandinaviens erkunden – und natürlich Zimtschnecken naschen. Nach 14 freien Tagen startet ihr dann am 4. Januar 2021 erholt und energiegeladen schon wieder in ein neues Jahr.

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