Mit Global Greeter kannst du dein Urlaubsziel fernab der Touristenpfade entdecken

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Am liebsten besuchen wir Städte zum zweiten Mal. Das bedeutet nämlich, dass wir getrost die bekannten Sightseeing-Spots und touristischen Orte hinter uns lassen können, um in das lokale Leben vor Ort einzutauchen. Anders als beim ersten Besuch, für den wir zur Vorbereitung schlichtweg nur einmal das Urlaubsziel googeln müssen, mischt sich unsere Freude am "sich einfach treiben lassen" mit intensiver Recherchearbeit. Wo gibt es die coolsten nachhaltigen Läden? In welchem Restaurant wird der neueste Food-Trend zubereitet? Und wo hängen die Locals eigentlich am liebsten nach Feierabend oder am Wochenende ab? Klar, dass wir diese Antworten nicht im Internet finden, sondern am ehesten von anderen Reisenden oder besser gleich von Einheimischen bekommen. Natürlich kannst du unterwegs jede Menge fremder Leute anquatschen und nach ihren Geheimtipps fragen. Viel einfacher ist es aber, dich über Global Greeter zu vernetzen.

Wenn aus Gästen Freunde werden

Global Greeters ist eine gemeinnützige Organisation, die an gut besuchten Orten auf der ganzen Welt aktiv ist. Über die Website findest du ein großes Netzwerk an lokalen, ehrenamtlichen Freiwilligen, die dir mit viel Enthusiasmus ihre Heimat zeigen. Ursprünglich in New York City gestartet, hat sich das Team seit 1992 auf über 30 Länder und 126 Destinationen ausgeweitet – von Argentinien und den USA über China und Südkorea bis hinzu Australien und ganz Europa. Allein in Frankreich kannst du in knapp 50 Städten lokale Greeter antreffen. Gemeinsam wollen sie den partizipativen Tourismus nachhaltig vorantreiben und eine Möglichkeit des kulturellen Austauschs schaffen.

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Statt dich also an eine typische, mit dem klassischem Aufmerksamkeitssymbol – ein bunter Regenschirm, an dem ein selten liebkostes Kuscheltier hängt – ausgestattete Touristengruppe zu hängen und dich von einem Sightseeing-Spot zum anderen schleifen zu lassen, nehmen dich die Global Greeters für zwei bis drei Stunden unter ihre Fittiche. Als deine persönlichen Stadtführer*innen heißen sie dich herzlich willkommen und begleiten dich auf privaten und komplett kostenfreien Spaziergängen, die sogenannten "Greets", durch ihre Stadt. Greeters heißen sowohl Solo-Reisende als auch kleine Gruppen von bis zu sechs Personen willkommen. Auf einer individuell entworfenen Route hast du die Gelegenheit, ihre persönlichen Lieblingsorte kennenzulernen, dir alle Fragen zum Leben vor Ort beantworten zu lassen und den ein oder anderen Geheimtipp aufzugreifen.

Werde selbst Greeter und teile deine besten Tipps

Wenn du dein Wissen über die Stadt oder die Region, in der du lebst, auch mit anderen teilen möchtest, kannst du dich dem internationalen Netzwerk anschließen und selbst Greeter werden. Dazu musst du nur den sympathischen Grundwerten der IGA zustimmen und dich mit mindestens zwei weiteren Freiwilligen zusammenschließen. So könnt ihr ein möglichst zuverlässiges Angebot für Besucher*innen aufbauen und sicherstellen, dass immer eine*r von euch Zeit hat, um Neuankömmlinge durch die Stadt zu begleiten. Und keine Sorge, auch wenn das erst einmal entmutigend klingt, auf der Website wird häufig berichtet, dass es meist gar nicht so schwer ist, andere Familienmitglieder, Freund*innen oder Kolleg*innen zum Mitmachen zu begeistern.

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