Dublin – 11 tolle Tipps für die irische Metropole

von Lena Alexandra Mempel

Dublin ist eine von wenigen europäischen Hauptstädten, die es auf ganz charmante Weise schaffen, internationale Metropole und lauschige Kleinstadt gleichzeitig zu sein. Wunderschöne gregorianische Altbauten, urige Pubs, aber auch moderne Elemente und eine lebhafte Kunst-und Kulturszene prägen den Charakter der Stadt. Man kommt schnell und gelassen von einem Teil Dublins zum anderen und kann viel einfach erlaufen. Die Stadtbewohner selber fahren sowieso bei Wind und Wetter Fahrrad. Zentrale Unterbringung, Friedrichshain-Stimmung und hippe Restaurants findet ihr in den Vierteln Rathmines, Portobello, Drumcondra und Camden. Wenn man hier mehr als einmal in ein Café geht, wird man auf jeden Fall wiedererkannt und kriegt, wenn man nett ist, schnell mal einen Gratis-Brownie zugesteckt. Ach, und so viel, wie alle immer behaupten, regnet es wirklich nicht. Versprochen. Wir haben 11 tolle Tipps für euren nächsten Dublin-Trip!

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© Pixabay Frühstücken bei Brother Hubbard South

Ganz egal, ob ihr lieber ein herzhaftes Frühstück mögt oder morgens eher ein Süßschnabel seid – bei Brother Hubbard South in Camden, der kleinen Schwester des Brother Hubbard, werdet ihr auf jeden Fall fündig. Das durch nahöstliche Küche inspirierte Menü ist überschaubar, aber die Entscheidung zwischen Birchermüsli mit Mascarpone-Topping oder Rührei mit Tomaten und Spinat fällt trotzdem schwer. Zufrieden und glücklich vor seinem Frühstück sitzend, ertappt man sich trotzdem noch beim neidischen Schmulen auf die Teller der anderen Gäste – also am besten mehrmals herkommen und sich überall durchprobieren.

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© Pixabay In Charity-Shops stöbern

In der Rathmines Road reiht sich ein Charity-Shop an den anderen. Somit ist diese Ecke von Dublin ein wahres Paradies für Vintageliebhaber und Schnäppchenjäger. Besonders zu empfehlen ist die Irish Cancer Society, der Urban Outfitters ein paar mal im Jahr seine alten Lagerbestände spendet, sodass ihr die Sachen dort für einen Bruchteil des ursprünglichen Preises ergattern könnt. Aber auch in den anderen Läden lassen sich so einige längst vergessene Schätze entdecken, denen man neues Leben einhauchen kann.

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© Pixabay Sich wie im Dschungel fühlen in den National Botanic Gardens

Wer schon immer Mal eine Avocadopflanze aus nächster Nähe betrachten wollte, schaut im Botanischen Garten vorbei. Das Gelände ist durchzogen von Flüssen und Teichen und mit seinen diversen Themengärten von Rosen über Gemüse hin zu Kräutern zu jeder Jahreszeit sehenswert. Besonders beeindruckend sind die alten Glasgewächshäuser, in denen sich meterhohe Palmen zum Himmel recken und Sukkulenten ihre Wachsblätter im Wüstensand ausbreiten. Im Spätsommer findet hier die alljährliche Kunstaustellung "Sculpture in Context" mit Arbeiten zeitgenössischer Künstler statt. Gerade für Stadtkinder gibt es keinen besseren Ort für den Sonntagsspaziergang.

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© Lena Alexandra Mempel Die Docklands erkunden

Mitten in der Innenstadt, am Fluss Liffey gelegen, überragen die modernen Glasbauten der Docklands die schmalen viktorianischen Häuser der Dubliner City. Was vor ein paar Jahren noch eine der trostlosesten Ecken der Stadt war, nennen die Dubliner heute scherzhaft die "Silicon Docks", denn inzwischen ist hier der Sitz vieler Start-ups und Konzerne wie Google und Facebook. Die Uferstraßen bieten Platz für viele Kunst- und Lichtinstallationen, die in der Abenddämmerung am besten zur Geltung kommen. Tagsüber lässt sich einiges an innovativer, teilweise fast avantgardistischer Architektur bestaunen, wie zum Beispiel das Board Gaís Energy Theatre, das The Marker Hotel oder die Samuel Beckett Bridge, ein Entwurf des Spaniers Santiago Calatrava. Dazu weht einem eine frische Ozeanbrise um die Nase.

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© Pixabay Arabische Küche schlemmen bei Umi Falafel

Umi heißt auf Arabisch Mutter, und genau dieses Gefühl von heimatlicher Küche werdet ihr haben, wenn ihr einen der super leckeren Falafel bei Umi Falafel kostet. Hier wird jeden Tag frisches Brot gebacken, und die Salate und die eigelegten Köstlichkeiten werden nach Familienrezept zubereitet. Eine tolle Abwechslung zu den etwas reichhaltigeren Soßen und Fleischgerichten der traditionellen irischen Küche. Yum!

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© Milena Zwerenz Ausruhen am Trinity College

Belfast, Glasgow, Edinburgh – bei den vielen altehrwürdigen Universitäten auf den britischen Inseln ist wohl sowieso eine schöner und verwunschener als die andere. Ein Blick hinter die Mauern des Trinity College, der ältesten Uni Irlands, lohnt sich trotzdem. Je weiter man die Anlage erkundet, desto kleiner werden die Touristentrauben und man kann die alten Gebäude, in denen berühmte Schriftsteller wie Oscar Wilde oder Samuel Beckett schon studiert haben, ganz in Ruhe bewundern. Obwohl das College in einem der geschäftigsten Viertel Dublins liegt, bildet es einen eigenen kleinen Kosmos.

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© Pixabay Durch den Phoenix Park radeln

Der Phoenix Park im Nordwesten von Dublin ist die größte städtische Grünfläche Europas. Hier könnt ihr ganz vortrefflich auf der Wiese liegen, picknicken und Wolken beobachten. Ein Fahrrad kann man bereits ab fünf Euro ausleihen und dann in aller Ruhe durch den Park radeln, vorbei an Obstbäumen, dem Amtssitz des irischen Präsidenten und den einzigartigen People’s Flower Gardens. Wer mal einen traditionellen Afternoon Tea probieren möchte, wird in den Phoenix Park Tea Rooms fündig. Die nahezu endlose Auswahl an Teesorten und leckerem Kuchen (übrigens auch vegan und glutenfrei) kann sich durchaus sehen lassen. Oder ihr schaut im Dublin Zoo vorbei, der ebenfalls auf der Anlage liegt. Wen machen Babygiraffen nicht glücklich?

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© Lena Alexandra Mempel Kunst gucken im IMMA

Das Irish Museum of Modern Art ist mit seiner weitläufigen Parkanlage und den sorgfältig konzipierten Ausstellungen eine der schönsten und interessantesten Dubliner Kultureinrichtungen. Wer noch mehr Kunst gucken mag, dem sei die RHA Gallery im Stadtzentrum wärmstens ans Herz gelegt. Dort werden in mehreren kleinen Galerien wechselnde Ausstellungen von irischen und internationalen Künstlern gezeigt.

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© Pixabay Indie-Filme in Originalton gucken im Irish Film Institute

Etwas unscheinbar schmiegt sich das Irish Film Institute in die Reihen der Backsteinhäuser, die im südlich der Liffey gelegenen Kulturviertel Temple Bar stehen. Der Mix aus altem Mauerwerk, Lichtfluten und modernen Elementen sorgt für eine gemütliche Hinterhofatmosphäre, in der es sich ganz entspannt auf die nächste Vorstellung wartet. In drei Kinosälen mit den typisch kuschlig-roten Samtsesseln werden hier sowohl irische als auch internationale Independent-Filme auf großer Leinwand gezeigt. Jeden Monat finden außerdem Film-Festivals mit verschiedenen Themenschwerpunkten statt. Nach der Vorstellung solltet ihr unbedingt noch eine Runde durch Temple Bar drehen, um ein bisschen Dubliner Nachtleben zu schnuppern.

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© Lena Alexandra Mempel Über Land und Meer schauen auf dem Bray Head

Fahrt raus aus der Stadt und mit der DART-Bahn immer an der Küste entlang bis zum Badeort Bray im County Wicklow. Von der Dubliner Innenstadt aus braucht man ungefähr 50 Minuten und kann dann herrlich am Strand entlang promenieren, Muscheln sammeln und Softeis essen. Oder ihr schlüpft gleich in die Turnschuhe und klettert auf den sogenannten Bray Head, der sich am Ende der Promenade ganze 241 Meter über der Küste erhebt. Da es keinen offiziellen Wanderweg gibt, ist der Aufstieg ein echtes Workout und hält so manche Herausforderung bereit. Endlich oben entschädigt der Blick über Bray und die grenzenlose Weite des Ozeans aber für die Strapazen. Und wieder unten schmeckt das Softeis gleich dreimal so gut.

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© Pixabay Im Bernard Shaw ein Guinness trinken

Der szenige Pub veranstaltet Konzerte von kleineren Bands und serviert die wahrscheinlich beste vegane Pizza in Dublin. Außerdem schenken sie hier natürlich das Nationalgetränk der Iren, Guinness, aus, welches nur ein paar Viertel weiter gebraut wird. Und da die Iren das so ziemlich neugierigste und herzlichste Völkchen Europas sind, kommt ihr bestimmt mit ein paar Locals ins Gespräch und aus einem Guinness werden schnell drei. Cheers!

Titelbild: © Pixabay

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