Wir machen einen Roadtrip durch Slowenien... mit Google Maps

© Ales Fever | Slovenian Tourist Board

Für einen Roadtrip muss man nicht immer in ein Auto steigen! Wir machen einen Roadtrip durch Slowenien und zwar mit dem Karten- und Bildmaterial von Google Maps. Das spart nicht nur Benzin, sondern schont auch den Geldbeutel.

Slowenien ist in den letzten jähren zu einem der beliebtesten Reiseziele in Südosteuropa geworden. Kein Wunder bei den türkisfarbenen Flüssen, den grünen Tälern, imposanten Bergwelten und der kleinen mediterranen Küste, die das Landschaftsbild ausmachen. Slowenien hat einfach alles: Eine gemütliche, wunderschöne Hauptstadt, ein großes Skigebiet im Osten, ein Wanderparadies im Norden und Dolce Vita an der Adria-Küste. Dazu ist das Land nicht so überrannt wie Kroatien oder Italien und dazu noch relativ bezahlbar. Mein Roadtrip durch Slowenien führt mich einmal durch den Westen und das Zentralgebiet rund im Ljubljana.

1. Den Zelenci See erkunden

Mein Roadtrip beginnt an der Grenze zu Österreich und Italien. Wer kristallblaue Seen umgeben von Bergpanoramen liebt, der darf den Zelenci See nicht verpassen. Der See erhält seine smaragdgrüne Farbe durch Seekreide-Schichten und wer genauer hinschaut, erkennt, dass aus dem See Quellen sprudeln. Den See kann man über Holzstege erkunde. Rund um den See beginnen zahlreiche Wanderwege, zum Beispiel "Der märchenhafte Weg der 10 Hütten" und sogar ein Teil eines Jakobsweges.

2. Über den Vršičpass fahren

Vom Zelenci See geht es weiter Richtung Süden entlang der Straße 206. Zunächst passiere ich den Vršičpass, ein Traum für alle, die gern Serpentinen fahren und dabei eine tolle Aussicht genießen wollen. Ich lege einen Stop bei der idyllisch gelegenen, hölzernen Russischen Kapelle ein, die über einen Waldweg von der Straße aus zu erreichen ist. Die Kapelle ist den russischen Kriegsgefangenen gewidmet, die 1916 beim Bau des Vršičpasses starben.

3. Im Triglav Nationalpark wandern gehen

Der Triglav Nationalpark ist der einzige Nationalpark in Slowenien mit dem 2864 Meter hohen, namensgebenden Triglav im Zentrum. Die Natur hier ist einfach atemberaubend schön und kann locker mit den tollen Aussichten auf die Schweizer und Österreichischen Alpen mithalten. Während die Wiesen als eine Mischung aus saftig grünem Gras und knallbunten Feldblumen wie gemalt aussehen, erstreckt sich am Horizont eine königliche Bergkette. Auf einer Wanderung sieht man Steinböcke, Gämsen, Rothirsche und sogar den einen oder anderen Braunbären und Luchs. Neben zahlreichen Wanderwegen durch die Berge gibt es hier aber auch die Möglichkeit, im Wildwasser zu paddeln, vor allem auf den Flüssen Soča und Koritnica.

4. Im Kamp Jelinc übernachten

Der Fluss Soča durchquert den Triglav Nationalpark und das westliche Slowenien wie ein blaues Band. Das pure Türkis des Wassers, zusammen mit den weißen Steinen am Flussufer, erinnert an einen karibischen Sandstrand. Aber Vorsicht ist geboten: Auch wenn der Fluss vor allem im Sommer zum Abkühlen einlädt, erwärmt sich das Wasser lediglich auf wenige Grad Celsius. Wer mal besonders schön mit dem Camper oder Auto übernachten will, der sollte ins Kamp Jelinc fahren.

5. Aufstieg zum Wasserfall Slap Boka

Der größte Wasserfall Sloweniens befindet sich nur knapp 30 Minuten vom Kamp Jelinc entfernt. Der Slap Boka entspringt dem Fluss Boka, ist 144 Meter hoch und 18 Meter breit. Von der Straße Bovec–Žaga ist der Wasserfall aus gut zu erreichen, auf der rechten Seite der Brücke führt ein gut markierter Höhenweg zum Aussichtspunkt. Wer rutschfestes Schuhwerk trägt und trittsicher ist, kann auch den etwas steilen Weg bis zum Aussichtspunkt über dem Wasserfall nehmen. Der Wasserfall trägt übrigens im Frühjahr das meiste Wasser.

6. Wein und Schnaps trinken in Goriška Brda

Im westlichsten Zipfel von Slowenien liegt die Region Goriška Brda, die auch als "slowenische Toskana" bezeichnet wird. Hier dominieren hügelige Täler und Weinberge die Landschaft, so weit das Auge reicht. Sehr idyllisch ist es beispielsweise in den Dörfern Šmartno und Dobrovo.

7. Die imposante Brücke Solkan bestaunen

Auf dem Weg von Goriška Brda nach Lipica lege ich einen Stop an der imposanten Solkanbrücke ein. Sie ist mit einer Länge von 220 Metern und einer Bogenspannweite von 85 Metern die längste Eisenbahnbrücke der Welt, die nur aus Steinen gebaut wurde. Hier führt auch eine der schönsten Zugstrecken Europas entlang: Der "Museumszug" fährt von Ljubljana bis ins Soča-Tal.

Wer was für Pferde übrig hat, kann danach noch einen Stop in Lipica einlegen. Das Dorf ist bekannt für das Gestüt Lipica, an dem die berühmten Lipizzaner gezüchtet werden, die vor allem an der Spanischen Hofreitschule in Wien für die klassische Dressur ausgebildet werden.

8. Dolce Vita an der Adria in Izola & Piran

Ich sehne mich ein bisschen nach Meer, also mache ich auf meinem Roadtrip durch Slowenien als nächstes einen Abstecher an die mal gerade 46 Kilometer lange Küste Sloweniens. Zwischen Italien im Norden und Kroatien im Süden schlängelt sich an der Adria ein süßes Dorf ans Nächste. Vor allem in Izola und Piran fühlt es sich sehr nach Dolce Vita an. Es ist gefühlt zehn Grad wärmer, jeder trink Spritz und im kleinen Hafen an der Promenade liegen Boote und Yachten aus allen Teilen Europas. Von hier kann man auch zum Nationalpark Strunjan laufen und an der menschenleeren Steilküste entlang wandern, die gesäumt ist von Buchten, einem 80 Meter hohen Kliff, Pinienwäldern und Olivenhainen. Hach...

9. Die Höhlenburg Predjama erkunden

Jetzt geht's für mich wieder Richtung Landesinnere. Bevor ich ein paar Tage in Ljubljana verbringe, schaue ich mir noch die Höhlenburg Predjama an, die wie ein Portal in eine andere Welt wirkt: Die Burg Lueg wurde bereits im 12. Jahrhundert in eine 123 Meter hohe senkrechte Felswand, am Eingang zu einer großen Höhle gebaut und ist heute die größte Höhlenburg der Welt. Hinter der Burg befindet sich ein Geflecht von geheimen Gängen, von denen aus sich der Ritter Erasmus von Predjama auf seine Raubüberfälle begab. Bei einem Besuch der Burg und der Höhle erfährt man viel über die frühere Nutzung.

10. Durch Ljubljana flanieren

Dolce Vita in allen Ehren, aber Ljubljana ist und bleibt die schönste Stadt in Slowenien. Obwohl die Hauptstadt Sloweniens mitten im Landesinneren liegt, geht es hier mindestens so entspannt zu wie an der Adriaküste. Hier kann man wunderbar durch die Altstadt flanieren, extrem gutes Eis und slowenische Spezialitäten essen, und wenn man Glück hat, findet auf dem Zentralen Marktplatz ein Food- oder Musikfestival statt.

11. Die Aussicht auf den Bleder See genießen

Von Ljubljana fahre ich nur rund 45 Minuten zum Bleder See, meinem letzten Stop auf dem Roadtrip durch Slowenien und einem der zumindest von Fotos bekanntesten Orte. In der Mitte eines glasklaren Sees thront eine kleine Insel, aus der die Spitze eines barocken Kirchturm hervorragt. Der Anblick ist wirklich atemberaubend schön. Rund um den See führt ein asphaltierter Weg, den man zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurücklegen kann. An der Nordseite des Sees thront eine Felsenburg. Kleine Boote bringen einen auf die kleine Insel in der Mitte. Und wer mag, der geht in den Wäldern drumherum wandern. Den besten Ausblick von oben auf den See hat man vom Berg Mala Osojnica.

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