Fehmarn – 11 Tipps für die Sonneninsel in der Ostsee

Die Ostseeinsel Fehmarn in Schleswig-Holstein wird auch das "Hawaii von Norddeutschland" genannt. Warum? Weil sie für Wassersportler*innen ein wahres Paradies ist. Surfer, Kiter und Segler*innen finden hier perfekte Bedingungen vor, um ihrer großen Leidenschaft auf dem Wasser nachzugehen. Außerdem hat Fehmarn – ähnlich wie andere Ostseeinseln – überdurchschnittlich viele Sonnenstunden im Jahr zu verzeichnen und auch sonst wissen die Inselbewohner*innen, wie man sich ein gutes Leben macht. Ich war Anfang Januar schon zum zweiten Mal nach einem ersten Besuch im Sommer auf der Insel zu Gast und kann sagen, dass es sich zu jeder Jahreszeit lohnt. Selbst Jimi Hendrix, der einst auf dem legendären Love-and-Peace-Festival, das 1970 auf Fehmarn stattfand, gespielt hat, soll es hier außerordentlich gut gefallen haben. Kein Wunder, denn die Insel bietet euch alles, was ihr braucht, um mal so richtig runterzufahren und ist zudem gut mit dem Auto oder dem Zug zu erreichen. Ich habe euch 11 Tipps von der Sonneninsel Fehmarn mitgebracht.

DIE BESTEN TIPPS FÜR FEHMARN

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Surfer, Kite-Surfer, Ostsee, Fehmarn, Gold

© Insa Grüning Kiten, Surfen und Segeln in Gold auf Fehmarn

Man könnte denken, das kleine Örtchen Gold im Süden Fehmarns, sei nicht weiter erwähnenswert. Es stimmt, hier ist augenscheinlich erstmal nicht viel los. Nachdem ihr mehrere Kilometer über eine Landstraße, die sich durch die weiten Felder der Insel schlängelt, in Gold angekommen seid, reihen sich zunächst nur ein paar Siedlungs- und Ferienhäuser aneinander. Doch ganz am Ende der Straße sieht man dann schon von Weitem das Meer, die bunten Kite-Schirme im Himmel und die Segel der Boote in der Ferne. Gold ist nämlich das ganze Jahr über einer der beliebtesten Surfspots der Insel. Gerade weil hier nicht viel anderes passiert, konzentrieren sich alle voll und ganz auf den Wassersport. Also ab aufs Brett, wenn ihr surfen könnt, oder einfach den anderen dabei zuschauen, das ist ja auch schon wahnsinnig erholsam. Eine Surfschule gibt's natürlich auch vor Ort, falls ihr einen Anfänger*innenkurs belegen oder euch sonstiges Equipment wie zum Beispiel SUPs ausleihen wollt.

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Ferienwohnung, Gold, Fehmarn

© Insa Grüning Sich im Ferienhaus Rücker direkt am Wasser wie zu Hause fühlen

Das kleine Dörfchen Gold ist nicht nur unter Kite-Surfern beliebt. Auch, wenn ihr euch nach Ruhe und der Nähe zur Küste sehnt, um stundenlang nur spazieren zu gehen, seid ihr hier goldrichtig. Wir können eine sehr gemütliche Ferienwohnung empfehlen, die quasi direkt am Meer liegt. Wenn ihr euch im Ferienhaus Rücker einmietet, braucht ihr nur ein paar Schritte aus der Haustür zu machen und befindet euch schon am Wasser. Die Ferienwohnung "Schwalbennest", in der wir zu Gast waren, liegt im Obergeschoss und ist dank einer voll verglasten Dachschräge von morgens bis abends lichtdurchflutet. Die Wohnung ist für bis zu 5 Personen ausgelegt (ein Zweibettzimmer und ein Dreibettzimmer), hat einen großzügigen Wohnraum mit offener Küche, in der nichts an Ausstattung fehlt, zum gemeinsamen Kochen sowie einen Balkon. Einen TV und stabiles WLAN sind auch vorhanden. Die Vermieter sind sehr gastfreundlich, zuvorkommend und stehen mit Rat und Tat zur Seite, wenn ihr etwas braucht.

  • Ferienhaus Rücker
  • Gold Nr. 5, 23769 Fehmarn
  • je nach Saison 130-150 Euro Nacht für die erste Nacht (inklusive Endreinigung), jede weitere 80-100 Euro | Mindestbuchung 5 Nächte
  • Mehr Info
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Fehmarnsundbrücke, Fehmarn

© Insa Grüning Die Fehmarnsundbrücke morgens im Sonnenaufgang von Weitem bestaunen

Die Fehmarnsundbrücke verbindet die Insel Fehmarn mit dem Festland und wird sowohl von Autos als auch von Zügen genutzt. Schon von Weitem ist die 1963 eröffnete Brücke eine imposante Augenweide und macht gerade in der Dämmerung, wenn die Sonne auf- oder untergeht, ordentlich was her. Da möchte man wirklich sofort rechts ranfahren und einen tollen Schnappschuss machen. Die Brücke wurde damals unter anderem gebaut, um die sogenannte Vogelfluglinie, also die direkte Verbindung zwischen Hamburg und Kopenhagen, deutlich zu verkürzen. Zugleich wurde auch der Fährhafen Puttgarden im Norden der Insel gebaut, von dem bis heute die Fähren nach Dänemark ablegen. Wenn ihr Lust habt sehnsüchtig in die Ferne und den Schiffen hinterher zu schauen, solltet ihr einen Besuch des Hafens unbedingt mit einplanen, wenn ihr auf Fehmarn seid.

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Biohof Fehmarn

© Biohof Fehmarn Inselvergnügen und Entspannung auf dem Biohof Fehmarn

Urlaub am Meer – das könnt ihr auf dem Biohof Fehmarn machen. Auch wenn der Hof nicht direkt am Wasser liegt, so ist die Lage perfekt für eine Inselerkundung mit frischer Brise im Gesicht. Aber vielleicht ist das gar nicht nötig, da es auf dem Hof ebenso viel zu entdecken, erleben und vor allem entspannen gibt. Familie Albert führt den Biohof seit über acht Generationen und kümmert sich um das Wohl ihrer Gäste. Es gibt ein umfangreiches Kursangebot an Back- und Kochkursen sowie Yoga- und Achtsamkeitskursen. Und auch Kinder haben bei den Alberts dank Spielscheune und -wiese, Ponyreiten oder dem Kennenlernen der hofeigenen Tiere Spaß. Einfach mal die Seele baumeln lassen, gelingt hier. Und Dank eigenem Bio-Hofladen kann dann auch die ein oder andere kulinarische Erinnerung mit nach Hause genommen werden.

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Meereszentrum Fehmarn, Unterwasserwelt, Fische

© Insa Grüning Im Meereszentrum auf Fehmarn die tropische Unterwasserwelt kennenlernen

Man kennt das ja: Fast jede Insel hat ein Aquarium, in dem man sich mit der lokalen Unterwasserwelt vertraut machen kann. Fehmarn hat sogar ein ganzes Meereszentrum. Die Ostsee-Erlebniswelt befindet sich jedoch nicht direkt auf der Insel, sondern im nahegelegenen Klaustorf auf dem Festland. Mit dem Auto seid ihr aber schnell da. Auf Fehmarn könnt ihr das tropische Aquarium, das nicht minder spannend ist, besuchen. Dort habt ihr nicht nur die Möglichkeit, Nemo hinter der Glasscheibe oder Haie zu beobachten, sondern werdet auch eine ganze Menge über tropische Fischarten lernen. Aber auch über die Bedrohung der Korallenriffe und Mangrovenwälder. Ein sehenswerter Film klärt darüber auf, wie wichtig der Lebensraum Meer für die all diese wunderschönen und faszinierenden Tiere ist und was wir gegen die steigende Verschmutzung durch Plastikmüll und Überfischung tun können. Ein Besuch des Aquariums ist nicht nur für Kinder spannend, sondern auch für Erwachsene ein tolles Erlebnis.

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Café Sorgenfrei, Fehmarn, Südstrand Fehmarn, Ostsee

© Insa Grüning Nach einem Spaziergang am Südstrand ins Café Sorgenfrei einkehren

Nach einem ausgedehnten Spaziergang am Südstrand, müsst ihr unbedingt ins Café Sorgenfrei einkehren. Das Häuschen liegt ganz an der Spitze des Strandes und ist nicht zu übersehen. Tagsüber ist es Café, in dem ihr einen Cappuccino, eine erfrischende Cola oder ein Stück Kuchen mit Blick aufs Wasser genießen könnt, abends verwandelt sich das Sorgenfrei in eine Cocktailbar, von deren großer Sonnenterrasse aus ihr eure Drinks mit Blick auf den Yachthafen schlürft. Wie der Name schon sagt, soll hier Urlaubsstimmung aufkommen, deshalb geht's bei allen sehr locker und entspannt zu. Das Café Sorgenfrei ist nur zu Fuß bzw. mit dem Rad erreichbar. Aber keine Sorge: Der Weg zum Parkplatz, wo ihr das Auto abstellen könnt, ist nicht weit.

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Burg auf Fehmarn, Hafen, Ostsee

© Marabu | Pixabay Durch das Zentrum von Burg bummeln und maritimes Flair am Hafen genießen

Burg auf Fehmarn ist sozusagen die Hauptstadt der Insel. Naja, das ist vielleicht ein bisschen übertrieben, aber immerhin zählt die Kleinstadt rund 6000 Einwohner*innen. Ihr findet in Burg alle Geschäfte, die ihr braucht, und noch mehr. Die gemütliche Stadt mit einem kleinen, aber feinen mittelalterlichen Stadtkern lädt zum Bummeln oder Essen in einem der vielen Restaurants ein. Schön anzusehen sind vor allem das Rathaus oder die St. Nikolai Kirche, ebenfalls ein frühgotischer Backsteinbau. Auch ein Ausflug zum Hafen lohnt sich, hier könnt ihr frischen Fisch direkt vom Kutter kaufen, das U-Boot-Museum besichtigen oder die Aussicht auf den Yachthafen Burgtiefe am gegenüberliegenden Ufer genießen. Außerdem befindet sich in Burg das Meereszentrum sowie der Bahnhof, an dem gerade im Sommer viele Tourist*innen stranden und in alle Richtungen der Insel ausströmen.

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Campingplatz Klausdorfer Strand, Fehmarn

© Insa Grüning Camping-Feeling am Klausdorfer Strand genießen

Wenn ihr im Sommer gerne zeltet oder mit dem Camper unterwegs seid, ist Fehmarn immer eine gute Wahl, denn hier findet ihr einige wirklich schöne und vor allem familienfreundliche Campingplätze. Die meisten liegen zudem direkt am Meer. Der Campingplatz am Klausdorfer Strand liegt im Westen der Insel. Die Anlage ist groß und deckt alle möglichen Urlaubsbedürfnisse ab. Es gibt genügend Zeltplätze und Wohnmobilplätze, aber auch Dauercamper sind hier zu Hause. Spielplätze für die Kids, ein Café sowie ein kleiner Supermarkt für die nötigsten Einkäufe sind auch vorhanden. Und das Beste ist, dass ihr in nur wenigen Schritten direkt am Meer seid und euch den Wind um die Nase wehen lassen könnt. Mit dem Auto oder dem Fahrrad ist es auch nicht weit bis in den nächsten größeren Ort Burg, wo ihr Supermärkte, Tankstellen und alles andere findet.

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Fischbrötchen, Kap Orth, Fehmarn

© congerdesign | Pixabay Im Hafenimbiss Kap Orth eines der besten Fischbrötchen der Insel essen

Wenn man schon an die Ostsee fährt, dann muss man dort auch mindestens einmal Fischbrötchen essen. Das gehört quasi zum guten Ton. Eines der besten Fischbrötchen auf Fehmarn, weil ohne viel Schnickschnack und einfach authentisch, bekommt ihr definitiv in dem urigen Hafenimbiss am Kap Orth im Westen der Insel. Matjes, Lachsbrötchen, dazu Pommes und ein gekühltes Flens – mehr Norden geht nicht. Hafenfeeling ist aufgrund der Lage des Ladens ohnehin schon inklusive. Wenn ihr in der Nähe seid, solltet ihr hier unbedingt Halt machen.

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© Pixabay Im FehMare im Wellenbad schwimmen und danach saunieren

Eigentlich ist man in Norddeutschland ja der Meinung, dass es kein schlechtes Wetter, sondern nur die falsche Kleidung gibt. Ist was Wahres dran. Aber es kann an der See doch schnell auch mal ungemütlich werden. In diesem Fall lohnt sich ein Besuch des FehMare. Das Wellenbad mit Meerwasser macht einfach nur Spaß, insbesondere wenn man mit Kindern unterwegs ist. Daneben gibt es aber auch einen Außenpool, eine Rutsche und mehrere Whirlpools. Durch die Fenster der Schwimmhalle könnt ihr direkt auf den Südstrand und die Ostsee schauen. Das erzeugt echt ein tolles Urlaubsfeeling. Auch wenn ihr euch zur Abwechslung mal einen Wellness- oder Saunatag gönnen wollt, seid ihr hier genau richtig. Es gibt eine Panorama- sowie eine Dachsauna, schöne Ruheräume und eine Dachterrasse. Den kleinen Hunger oder Durst zwischendurch könnt ihr selbstverständlich auch im hauseigenen Bistro stillen. Die Preise sind absolut fair.

  • FehMare
  • Zur Strandpromenade 6, 23769 Fehmarn
  • Schwimmbad: Montag-Freitag: 13–19 Uhr; Samstag & Sonntag: 10–19 Uhr | Wellness: Montag–Freitag: 13–22 Uhr; Samstag: 10–22 Uhr, Sonntag: 10–19 Uhr
  • Schwimmbad: 13 Euro, ermäßigt 6 Euro für 3 Stunden | Sauna & Wellness: 17 Euro, ermäßigt 10 Euro für drei Stunden | Jede weitere Stunde 1 Euro pro Person
  • Mehr Info
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Sonnenaufgang, Fehmarn, Ostsee

© Insa Grüning Früh aufstehen und traumhafte Sonnenaufgänge im Südwesten der Insel anschauen

Der Südwesten der Insel ist für seine grandiosen Sonnenaufgänge berüchtigt. Und was sollen wir sagen? Wir wurden nicht mal während unseres Besuchs im Winter enttäuscht. Wenn es nicht gerade bewölkt ist, dann lohnt es sich morgens wirklich früh aufzustehen und dabei zuzuschauen, wie sich der Himmel über den weiten Wiesen orange färbt und die ganze Insel in ein warmes Licht taucht. Erklärt uns ruhig für übergeschnappt, aber das sieht doch aus wie in der afrikanischen Savanne, oder? Übrigens werdet ihr auf Fehmarn viele schiefe Bäume entdecken. Das liegt an dem starken Westwind, der hier meistens weht, und im Laufe der Jahre eben seine Spuren hinterlassen hat.

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