Kattowitz – 11 Tipps für das hübsche polnische Städtchen

von Jann Petersen

Polen ist nicht unbedingt das erste Land, welches einem in den Kopf kommt, wenn man über Urlaub nachdenkt. Wer jedoch mal dort war, stellt schnell fest, dass man es da richtig schön haben kann. Wer noch nicht in Polen war, sollte unbedingt mal dorthin. Beginnen könnt ihr im kleinen Kattowitz. Wir haben 11 tolle Tipps für euch, die euch euren Trip in das kleine hübsche Städtchen versüßen.

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© Pixabay Auf dem Tauron Nowa Muzyka tanzen

Dieses Festival ist etwas ganz Besonderes. Mitten in der Stadt auf dem Gelände einer ehemaligen Bergbau-Anlage wird seit 10 Jahren das Who is Who aus Pop und elektronischer Musik versammelt. Ob Apparat in der Halle des polnischen National-Orchesters oder Nils Frahm in dem riesengroßen, ultramodernen Kongress-Zentrum. Hier lässt sich Musik wunderbar erleben und das Bier auf dem Festivalgelände kostet tatsächlich nur entspannte zwei Euro.

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© Jann Petersen Das Schlesische Museum besuchen

Vor ein paar Jahren ist das Schlesische Museum aus dem Stadtzentrum auf das Gebiet der alten Bergbau-Anlage im Norden der Stadt umgezogen, dorthin, wo auch das Tauron Nowa Festival stattfindet. Man kann hier den ganzen Tag verbringen und sich durch die alten Industriehallen und Schächte führen lassen und auch in dem modernen Neubau gibt es eine interessante, interaktive Ausstellung.

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© Jann Petersen Shoppen im Second-Hand-Markt Tania Odzieź

Im Tania Odzieź gibt es alles, vom deutschem Fan-Shirt über Spitzengardinen. Hier wird auf vier Etagen jeder fündig, der sich gerne durch gebrauchte Klamotten wühlt. Dabei kann man ja bekanntlich richtige Schätze finden.

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© Jann Petersen Platten hören im Komis Płytowy

Versteckt in einem Hinterhaus an der großen Einkaufsstraße im Zentrum befindet sich der schnuckelige Plattenladen Komis Płytowy. Von Afrobeat bis zu polnischem Volkstanz kann man hier jede Menge Platten, CDs und DVD für kleines Geld erstehen. Außerdem gibt es eine kleine Auswahl an englischen Fotobänden zu Pop und Subkultur. Der Mann hinterm Tresen ist so kauzig, dass er auch einen Plattenladen in Berlin haben könnte.

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© Jann Petersen Kunst gucken in der Galerie Rondo Sztuki

Die Galerie Rondo Sztuki stellt zeitgenössische Kunst von regionalen Künstlern aus, wobei der Schwerpunkt auf Grafikdesign und Installationen liegt. Angeschlossen ist ein gemütlicher Buchladen, der auch viele internationale Publikationen und guten Kaffee verkauft. Auf jeden Fall einen Besuch wert.

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© Jann Petersen Einen Drink bestellen in der Straße Mariacka

Eine lange Nacht mit Vodka und Bier ist kaum woanders vergnüglicher als in Polen. In der Mariacka gibt es jede Menge Bars, Restaurants und auch ein paar Clubs. Obwohl die Preise auch in Polen steigen, erfreut ein Blick auf die Getränkekarte noch immer, denn da kostet fast alles vier Zloty (ungefähr einen Euro).

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© Jann Petersen Polnisch schlemmen mit Pierogi und Zapikanka

Polen ist das Mekka des unprätentiösen Street Foods. Diverse Spezialitäten werden hier gebacken, gebraten und frittiert und schmecken vorzüglich. Umbedingt probieren sollte man Zapikanka. Das sind riesengroße Baguettes mit Pilzen, Käse und viel Remoulade. Der Klassiker heißt Pierogi, kleine maultaschenähnliche Teigtaschen, die gebraten oder gekocht serviert essen. Gibts beides an jeder Ecke, bei Pierożkowo haben die Pierogi aber am besten geschmeckt.

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© Jann Petersen Am Denkmal des schlesischen Aufstands abhängen

Dieser Ort ist sehr charakteristisch für die osteuropäische Architektur während der Sowjet-Zeit. Umgeben von Plattenbauten, direkt an einem großen Kreisverkehr befindet sich dieses abstrakt-monströse Denkmal auf einem riesigen Platz. Auch wenn es sich nicht direkt danach anhört, es ist echt schön da.

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© Pixabay Im Park Dolina Trzech Stawów spazieren

Polnische Sommer sind wettertechnisch ziemlich wechselhaft. Beste Vorraussetzungen für ausgedehnte Spaziergänge, denn die kann man ja bekanntlich bei jedem Wetter machen. In Kattowitz geht man am besten durch den Dolina Trzech Stawów, übersetzt "Tal der drei Teiche". Dieser Park, der sich im Süden der Stadt befindet, kann an guten Tagen für ein Picknick herhalten und an schlechten genauso gut für eine kleine Regenwanderung.

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© Jann Petersen Den Antiqutitäten-Markt besuchen

Mitten im Stadtzentrum auf einem Platz werden schon am frühen Morgen Buden aufgebaut. Polnischer Käse vom Grill wird serviert und jede Menge Händler bieten Bilder, Möbel und ausgestopfte Tiere zum Verkauf an. Mit Flohmärkten in Berlin ist das nicht zu vergleichen oder habt ihr schon mal gesehen, dass jemand metergroße Pferdestatuen auf dem Mauerpark verkauft?

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© Jann Petersen Eine Stadttour machen

Das Stadtzentrum von Kattowitz kann man recht schnell zu Fuß komplett ablaufen, aber auch die äußeren Bezirke sind interessant und einen Besuch wert. Hier lohnt es sich eine Stadttour zu machen. Mit dem Bus geht es zu den Kohle-Mienen, in einen wunderschönen Buchenwald oder auch in eine alte Zinkfabrik außerhalb der Innenstadt. Touren können in der Tourismus-Information im Stadtzentrum gebucht werden.

Titelbild: © Pixabay