Das Projekt Heldencamper verleiht kostenlos Camper an Krebspatient*innen

© Kevin Schmid | Unsplash

Manchmal haben wir das innige Bedürfnis, dem Alltagsstress zu entfliehen. Wir wollen die urbane Hektik, unser Zuhause, das uns Vertrauen schenkt, aber uns manchmal eben auch einschränkt, hinter uns lassen. Wir wollen frei von den kleinen Sorgen sein und einfach mal rauskommen, uns eine Auszeit gönnen und Neues erleben. Manche Menschen haben noch einen ganz anderen Beweggrund, der den Wunsch auszubrechen, bestärkt – nämlich die Sehnsucht nach einer Zeit, die Glücksmomente schafft und in der sie Angst und Schmerz einfach mal vergessen können. Andrea Voß, Gründerin von Projekt Heldencamper, kannte dieses Gefühle nur allzu gut. Zweimal hat sie ihren Lymphdrüsenkrebs besiegt und weiß, wie wichtig es ist, in dieser Zeit schöne Erlebnisse zu kreieren und neuen Lebensmut zu wecken.

Um andere Krebspatient*innen zu unterstützen, hat sie deshalb vor einigen Jahren den gemeinnützigen Verein Wir können Helden sein e.V gegründet und das Projekt Heldencamper ins Leben gerufen. Gemeinsam mit ihrem kleinen Team stellt sie Menschen, die gerade gegen ihre Krebserkrankung kämpfen oder sie vor Kurzem besiegt haben, individuell ausgebaute Camper zur Verfügung.

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So will Andrea einzigartige Reiseerlebnisse und schöne Erinnerungen gegen den Krebs-Alltag in das Leben vieler Held*innen bringen. Ob ein Wochendtrip, um Kraft zu tanken vor der nächsten Chemotherapie, oder ein Belohnungs-Roadtrip, wenn der Krebs besiegt wurde – Projekt Heldencamper will es ermöglichen. "Uns ist es wichtig, das Thema Krebs aus der Tabuzone zu befreien und einen offenen Austausch über Ängste, Trauer, aber auch Glücksmomente zu fördern", so Andrea.

Mittlerweile besteht die Flotte aus einem Dachzeltcamper, einem Fiat Ducato L1H1, der in Stuttgart stationiert ist, und zwei Wohnwägen, die im Naturpott Borkenberge auf den Besuch der Held*innen warten. In den letzten drei Jahren hat das Projekt über 300 Menschen aus ihrem Alltag entführt und für zahlreiche schöne Momente gesorgt.

Andrea verleiht ihre bunten Camper für wenig Geld und manchmal sogar komplett kostenfrei, denn sie weiß, dass viele Krebspatient*innen durch die langen Krankheitsphasen in finanzielle Notlagen geraten und sich oft keinen Urlaub oder eine kleine Auszeit leisten können, obwohl gerade sie es so verdient hätten. "Mein größtes Ziel ist es, irgendwann eine ganze Flotte zu haben. Das ist vielleicht noch eine Träumerei, aber wer nicht träumt, der kann auch nichts erreichen, oder?", sagt Andrea.

Projekt Heldencamper wird durch Spenden und großzügige Sponsor*innen finanziert. Wenn du diese tolle Initiative unterstützen möchtest, kannst du das hier tun. Das Helden-Team freut sich!

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