Fuerteventura – 11 Tipps für deinen Urlaub auf der Kanarischen Insel

Die besten Reisen sind die, von denen man nicht viel erwartet. Die man einfach aus einem Bauchgefühl heraus bucht. Die sich zufällig ergeben, weil das eigentliche Urlaubsziel aus welchem Grund auch immer nicht erreichbar ist. So war es bei mir mit Fuerteventura – und ich könnte nicht glücklicher über diese schicksalhafte Fügung sein. Denn die kanarische Insel hat sich als so vielfältig und atemberaubend schön herausgestellt, wie ich es mir nie erträumt hätte. Mach dich auf zu Palmen bewachsenen Oasen, verlockenden Wellen, schwarzen Stränden und der Wahl zwischen Churros und Tapas. Damit du nicht ganz ins Blaue hinein buchen musst, kommen hier 11 Tipps, die deine Sehnsucht erwecken.

Fuerteventura – Gut zu wissen

Tipps für den Urlaub auf Fuerteventura

1
Ajuy, Fuerteventura

© Lilli Wermuth Verliebe dich in den kleinen Ort Ajuy

Ajuy ist ein Fischerdorf auf der westlichen Seite Fuerteventuras. Hier liegst du nicht nur an einem der schönsten Strände der Insel auf warmen, schwarzen Steinen, sondern kannst auch der Küste entlang die Cuevas de Ajuy (Höhlen) und spannende Klippen erkunden. Das Wasser hier scheint ein Stück türkiser zu sein, die Menschen ein Stück entspannter und der Sonnenuntergang ist faktisch der atemberaubendste, den wir auf der Insel erleben durften.

2
El Refugio, Fuerteventura

© Lilli Wermuth Verputze Churros zum Frühstück in Morro Jable

Morro Jable ist eher als Ziel für Pauschal-Tourist*innen bekannt. Hier stehen viele große Hotelketten. Doch das sollte dich von einem Stop nicht abhalten: Der Strand ist schier endlos, vom Fuße des Leuchtturms aus hast du einen tollen Blick auf den Sonnenaufgang und wenn die Stadt langsam zum Leben erwacht, machst du einen Abstecher in der Churreria El Refugio. Hier zu frühstücken heißt, Churros in heiße Schokolade zu tunken. Ein Traum!

3
Camino Natural de Fuerteventura, Fuerteventura

© Lilli Wermuth Wandere durch die Schlucht der kleinen Felsen

Für eine Wanderung durch die Schlucht von Peñitas solltest du dich unbedingt mit ausreichend Sonnenschutz ausstatten. Denn der Weg entlang eines ausgetrockneten Flussbetts ist abwechslungsreich und beeindruckend, spendet aber nur selten Schatten. Das bedeutet: Sonnencreme, Kopfbedeckung und viel Wasser sind ein absolutes Muss! Als Ziel kannst du dir die kleine Kapelle Ermita de la Peña setzen, die du nach etwas mehr als einer Stunde erreichst. Unterwegs lädt die Aussicht vom Staudamm zum Verweilen ein. In dem Gebiet gibt es viele mögliche Wanderrouten. Wir haben den Camino Natural de Fuerteventura genommen, der beim Parkplatz in Vega de Río Palmas beginnt.

4
Lajares, Fuerteventura

© Lilli Wermuth Lerne internationale Surfer*innen in El Cotillo kennen

Um das Örtchen El Cotillo kommst du auf Fuerteventura nicht herum. Im Nord-Osten der Insel gelegen, ist El Cotillo der Hotspot für alle Surfer*innen. Plane hier am besten ein paar Tage ein, um komplett in das Leben vor Ort einzutauchen. Hier leben viele Zugezogene, die Fuerteventura zu ihrer Wahl-Heimat erkoren haben – doch genau darin liegt der Charme. Zum Sonnenuntergang kommen alle an den Felsen direkt am Meer zusammen, trinken Cerveza und blicken raus aufs Wasser. Wer dieses Erlebnis noch pimpen will, fährt abends nach Lajares und spaziert auf den Calderón Hondo hinauf.

5
Playa Pozo Negro, Fuerteventura

© Lilli Wermuth Sonnenbade abseits der Massen am Strand Pozo Negro

Während die meisten Tourist*innen auf Fuerteventura Strände wie Playa Chica oder Playa Blanca aufsuchen, wird der kleine, etwas abseits gelegene Steinstrand Pozo Negro von Urlauber*innen wenig beachtet. Dabei fährt man mit dem Auto nur eine halbe Stunde von Puerto del Rosario zu der Bucht, die sich zum Sonnenbaden, Wandern und Entdecken eignet. Mittags gibt es frischen Fisch im Los Pescadores direkt am Strand.

6
Corralejo, Fuerteventura

© Lilli Wermuth Lege einen Stop in Corralejo ein

Obwohl Corralejo sehr touristische Ecken hat, kannst du die Nordküste Fuerteventuras auch abseits der Massen entdecken. Von hier aus starten Fähren auf die Inseln Lobos und Lanzarote, deswegen zieht es viele Reisende für einen Zwischenstop in die Stadt. Das eigentliche Highlight hier ist aber der Naturpark Corralejo mit seinen weitläufigen Sand-Dünen. Während es im Wasser vor Wind- und Kite-Surfer*innen nur so wimmelt, macht man es sich am Strand in kleinen Steinkreisen gemütlich, die vor der frischen Brise schützen. So versteckt kann man den Vormittag über ordentlich brutzeln, bevor es am frühen Abend in Richtung Altstadt geht. Wer Glück hat, läuft zufällig in Straßenmusiker*innen hinein. Ansonsten findet sich immer ein Lokal mit Live-Musik.

7
Betancuria, Fuerteventura

© Lilli Wermuth Bummele durch das historische Dorf Betancuria

Wenn du mit dem Auto über Fuerteventura fährst, kommst du früher oder später durch Betancuria. Das Dorf in der Inselmitte eignet sich hervorragend, um sich bei einem kleinen Spaziergang die Beine zu vertreten, lecker zu essen, kleine Galerien und andere versteckte Highlights zu entdecken. Außerdem gilt Betancuria als historisch bedeutsamster Ort Fuerteventuras und war Jahrhunderte lang die Hauptstadt. Rund um die Iglesia de Santa María de Betancuria kann es gut passieren, dass Straßenmusiker*innen einem verträumten Ausflug hier den letzten Schliff verpassen.

8
Faro Punta de Jandía, Fuerteventura

© Lilli Wermuth Fahre zum südlichsten Punkt Fuerteventuras

Achtung: Die Straße, die zum südlichsten Punkt Fuerteventuras führt, ist mehr Schotterpiste als Highway. Hinter Morro Jable verläuft der Weg erst geteert und endet abrupt in einer wilden Mischung aus Kies und Schlaglöchern. Langsam Fahren ist hier angesagt! Hat man die engen Kurven und holprigen Abschnitte einmal hinter sich gelassen, wird man dafür mit einem geisterhaften Trailer Park sowie einem atemberaubenden Blick vom Leuchtturm Jandia aus belohnt.

9
Las Bohemias del Amore, Fuerteventura

© Lilli Wermuth Kehre in das kleine Café Las Bohemias del Amore ein

Das kleine Café und Restaurant Las Bohemias del Amore ist einer dieser Orte, die wir auf Reisen so sehr lieben. Eine Art Villa Kunterbunt, versteckt an einem Strand, an dem man eigentlich nichts erwartet – abgesehen von türkisem Wasser und Ruhe. Zieh dich für eine Pause von der Sonne hier unter die großen Schattenspendenden Tücher zurück, leg die Beine hoch und bestell was aus der kleinen Küche. Hier kannst du nichts falsch machen. Nur das nötige Bargeld solltest du einstecken, denn natürlich sucht man Technik und WLAN an einem solchen Ort vergebens. Und das ist auch gut so.

10
Magica Tindaya Surf House, Fuerteventura

© Lilli Wermuth Übernachte im Magica Tindaya Surf House

Auf Fuerteventura gibt es viele Unterkünfte, die alle möglichen Bedürfnisse und Wünsche ihrer Gäste erfüllen. Doch die sind sogar zur Nebensaison gar nicht mal so günstig. Das Magica Tindaya Surf House ist eine Ausnahme, liegt inmitten der Vulkanwüste und ist wirklich ein magischer Ort. Hier hat eine italienische Familie ein Refugium geschaffen für alle Wandernden und die, die endlich ankommen wollen. Du kannst zwischen Privatzimmern und Schlafsälen wählen. Es gibt Katzen, je nach Saison einen erfrischenden Pool und ein Gelände, das an einen Abenteuerspielplatz – für Groß und Klein – erinnert.

11
A Mi Manera Gastro Bar, Fuerteventura

© Lilli Wermuth Verputze leckere Tapas in Puerto del Rosario

Die heutige Hauptstadt von Fuerteventura, Puerto del Rosario, wirkt mit der Nähe zum Flughafen, großen Hotels und dem ein oder anderen Kreuzfahrtschiff im Hafen erstmal nicht unbedingt einladend. Doch auf den zweiten Blick entdeckt man in den schattigen Gässchen süße Restaurants, Cafés und eine menge Streetart an allen Wänden. Einen Spaziergang durch die Stadt solltest du also auf jeden Fall einplanen und wenn es sich ergibt, dass du auch einen Abend hier verbringst, verputzt du die besten Tapas in der A Mi Manera Gastro Bar. Die Portionen sind groß, die Preise sind klein und die Gastfreundschaft unbeschreiblich – für uns ein match made in heaven.

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