Sommer in London – 11 Tipps für die britische Hauptstadt

Wie schön ist bitte Großbritannien in den Sommermonaten? Klar, die Insel hat den Ruf, dass es immer regnet ohne Ende. Alles sei da Grau in Grau. Aber das ist echt Quatsch. Denn tatsächlich knallt auch dort die Sonne ohne Unterlass und speziell in Großbritanniens Hauptstadt ermöglicht jeder Lichtstrahl aufregende Reflexionen auf den vielen unterschiedlichen Hochhäusern, die generell richtig beeindruckend sind. Und selbst wer keine großen Gefühle für Metropolen hegt, kommt in den zig Parks und ruhigeren Cafés, Märkten und künstlerischen Orten Londons definitiv auf seine Kosten. Gerade für ein verlängertes Wochenende eignet sich East London perfekt. Denn da findet jeder eine Top-Mischung aus Kunst, entspannten und insgesamt vollkommen umwerfenden Orten.

LONDON – GUT ZU WISSEN

LONDON IM SOMMER – DIE BESTEN TIPPS

1

© Hella Wittenberg Eine Tour durchs East End machen

London hat mehr zu bieten, als nur den Buckingham Palace und das London Eye. Dafür muss man sich nur ein bisschen mehr Richtung Osten bewegen und beispielsweise an der Station Shoreditch High Street aussteigen. Von dort aus lohnt es sich, die Gegend zu Fuß zu erkunden. Der Old Spitalfields Market lädt zum Vintage-Shopping ein, die Whitechapel Gallery zum Kunstgucken und der Rough Trade Store zum Platten dauerhören und hin und wieder auch kurzen kostenlosen Live-Gigs lauschen. Um den Füßen eine Pause zu gönnen, gibt es in dieser Gegend jede Menge gute Cafés, die ihr eigentlich alle mit der Zeit ausprobieren solltet.

2

© Hella Wittenberg Courthouse Hotel Shoreditch: In einem ehemaligen Gericht übernachten

Wer ist nicht extrem touristisch, aber extrem schick mag, sollte im Courthouse Hotel Shoreditch einchecken, einem ehemaligen Gerichts mit dazugehöriger Polizeistation. Die Zimmer sind großzügig geschnitten, gemütlich eingerichtet, einen Spa- plus Fitness-Bereich sowie einen Kinosaal und zwei Bowlingbahnen gibt es obendrauf auch noch. Außerdem befindet sich das Restaurant des Hotels im einstigen Gerichtssaal, was einiges her macht – genauso wie die Nischen der Bar, die früher mal die Gefängniszellen darstellten. An der Rooftop-Bar kann zudem ein Blick auf Hoxton mit all seinen hippen Geschäften und architektonischen Besonderheiten werfen.

3

© Hella Wittenberg Energie auftanken mit dem Superfood im Redemption

Vegan, ohne Gluten, ohne raffinierten Zucker und zero Alkohol: Im Redemption ist alles komplett gesund. Und komplett durchgestylt, ja selbst das mit Pflanzen richtig wohnlich eingerichtete Bad. Dank knallrosa Tür und dem pinken Neonzeichen in dem Café kann der Eingang nicht verfehlt werden. Bowls und Burger helfen schnell bei großem Hunger. Für Zwischendurch lohnt es sich aber auch, Granola mit frischen Früchten auszutesten. Nach einem Stopp in diesem Superfood-Himmel kann die Tour durch den Osten Londons beginnen.

4

© Hella Wittenberg Den Ausblick auf London genießen im Sky Garden

Einmal auf The Gherkin oder auch die Tower Bridge herunterschauen? Gar kein Problem. Wem es um einen richtig guten Ausblick geht, der sollte sich ein (kostenloses) Ticket für den Sky Garden buchen. Hier ist der Rundblick Extraklasse und on top gibt’s botanische Vibes – denn wie der Name schon vermuten lässt, handelt es sich hierbei um einen Garten auf einem Hochhaus. Denkt jedoch früh daran, euch ein Ticket zu holen, speziell am Wochenende wird es voll. Und wer auf viel Grün steht, sollte danach noch weiter zur St Dunstan-in-the-East schlendern. Die Kirchenruine plus Grünfläche ist in der Tag eine Ruhe-Oase mitten im Zentrum. Ein Picknick könnte man also auch so noch einschieben.

5

© Hella Wittenberg In Hampstead Heath schwimmen gehen und die Zeit vergessen

Wenn ihr könnt, hängt noch einen Tag an eure Sommerzeit in London ran und fahrt mit der Northern Line bis Hampstead. So lernt ihr noch einmal eine ganz andere Seite der Gegend kennen. Alles ist hier etwas dörflicher, die Häuser und Pubs hübsch zurechtgemacht und das Heath ein echter Hingucker. Es ist etwas zweigeteilt, mit einem großen Teil im Osten und einem kleineren im Norden. In diesem stoßt ihr auch auf The Hill Garden & Pergola. Ein richtiger Geheimtipp und faszinierend anzusehen! Da die Umgebung auch zum Teil auf einem Hügel gelegen ist, habt ihr dennoch immer mal wieder einen super Blick auf die Skyline Zentrallondons. Schafft ihr es bis in die Nähe von Gospel Oak, könnt ihr im The Kenwood Ladies’ Pond eine Runde schwimmen gehen. Aber Achtung: Das Wasser ist tatsächlich nur für Frauen zugänglich!

6

© Hella Wittenberg Staunend die Themse entlang flanieren

Die Architektur rund um die Tube Station Blackfriars macht schon echt etwas her. Breite Straßen treffen auf extrem schmale Hochhäuser, die sich aus einer sonst sehr flachen Bebauung herausstrecken. Eine Brücke jagt in der Umgebung die nächste – einmal mit verschnörkelt-altmodischer Reling, einmal wieder im futuristischen Look, wie beispielsweise die Millennium Bridge. Banken erstrahlen hier in gleichem Glanz wie die St Paul’s Cathedral. Nehmt eine Kamera mit, es gibt so einiges zu bestaunen und für Instagram festzuhalten.

7

© Hella Wittenberg Essen mit Landhauscharme im Bourne & Hollingsworth Buildings Restaurant

Willkommen in der grünen Oase! In diesem Restaurant haben nicht nur die altmodisch-kuscheligen Sessel florale Muster. Wirklich an jeder Wand, auf allen Tischen und von den Decken hängen Pflanzen. Sie rankeln sich ihren Weg rund um das mächtige Piano, setzen sich gekonnt von der insgesamt sehr hell gehaltenen Einrichtung ab und pimpen insbesondere den Gartenhaus-Part noch mal auf. Nachdem man sich an der modern-britischen Küche satt gegessen hat, solltet ihr unbedingt einen kleinen Spaziergang in der Gegend nachlegen. Die schmalen, bunt-altmodischen Gassen vermitteln sofort das Gefühl einer Mini-Zeitreise.

8

© Hella Wittenberg Internationale Streetart rund um die Old Street entdecken

Im Sommer will man doch am liebsten die ganze Zeit draußen sein. Aber ein bisschen Kulturprogramm sollte man sich auch nicht in London entgehen lassen. Mit einem ausgedehnten Rundgang von Old Street startend, ist beides möglich: frische Luft und Artvergnügen. An unzähligen Häuserwänden könnt ihr die Fingerfertigkeiten der Streetart-Szene bestaunen. Und wer genau hinschaut, wird auch den einen oder anderen Banksy finden können.

9

© Hella Wittenberg Über den schönen Broadway Market schlendern

Märkte gibt es in London mehr als genug. Doch die meisten sind auch ziemlich überfüllt. Gerade am Wochenende muss man da schon sehr genau schauen, wie man hier einen Fuß vor der anderen setzen will in der Masse. Kleiner Insidertipp: Probiert den Broadway Market aus. Der viktorianische Straßenmarkt in Hackney ist weniger vollgestopft. Sieben Tage die Woche stehen da mehr als 70 Geschäfte, Cafés und Restaurants für euch zum Auskundschaften bereit.

10

© Hella Wittenberg Am Regent Canal dinieren in The Barge House

Während ihr im euch Romana-Salat mit Avocado, Tahini und Walnüssen gönnt, hört ihr das Wasser direkt neben euch entspannend vor sich hin plätschern. Dazu geht die Sonne langsam romantisch glitzernd in den Wellen unter. Klingt zu schön, um wahr zu sein? Ist aber im The Barge House so. Der Weißwein ist ebenfalls herausragend und die Kellner*innen so freundlich, dass man in dieser Super-Atmosphäre am liebsten Freundschaften fürs Leben schließen möchte. On top werden in der Location auch ab und zu Live-Gigs veranstaltet.

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© Hella Wittenberg Im Barbican Conservatory tropische Gefühle bekommen

Wo sieht London gar nicht nach London aus? Na definitiv in diesem Wintergarten in XL! Er befindet sich in Level 3 des Barbican, einem generell sehr zu empfehlenden Zentrum für darstellende Künste. Es ist sogar das größte seiner Art in Europa. Und in dem prallen Garten befinden sich gefühlt alle unser Lieblingshauspflanzen, nur eben in extrem groß und extrem happy. Haltet euch dafür einen Sonntag frei, denn nur da hat diese Tropenhalle mit einen Riesenauswahl an Grünem, Fischen und Vögeln ihre Tore offen. Alles for free.

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