Der Reisetrend Glamping verbindet Komfort mit Naturverbundenheit

© Vinha da Manta

Auf den Campingplatz mit Freunden, Romantikurlaub zu zweit im Ferienhaus oder Familienurlaub im Hotel: Die Art mit wem und wie wir reisen als auch die Unterbringungsmöglichkeiten sind heute vielfältiger denn je. Noch nie gab es soviel Auswahl. Bezogen auf den Komfort gibt es dabei wohl zwei Extreme: Ursprüngliches Camping inmitten der Natur und Urlaub in luxuriösen Hotels, bei denen man auf keinerlei Komfort verzichten muss. Wer auf der Suche nach beidem ist, musste sich bislang für eine der beiden Reiseformen entscheiden.

Der neue Reisetrend Glamping setzt genau dort an: Beim Glamping wird der Komfort eines Hotels mit der Naturverbundenheit des Campings vereint. Dabei setzt sich das Wort zusammen aus den Wörtern „Glamour“ und „Camping“ und beschreibt ganz gut, worum es geht: Anstelle von engen Zweimannzelten findet man großzügig ausgebaute und komfortable Unterkünfte vor, die sich inmitten schönster Naturkulissen befinden – wie es sich eben für echtes Camping gehört. Damit ist Glamping die ideale Alternative für alle, die einen naturnahen und dennoch komfortablen Urlaub verbringen möchten.

In gut ausgestatteten Safarizelten einen sorglosen Urlaub verbringen

Vinha Da Manta, Hotels in Portugal
© Vinha Da Manta

Die Unterbringungsmöglichkeiten beim Glampingurlaub sind vielfältig und kreativ. Es gibt beispielsweise großzügige Safarizelte, in denen man problemlos aufrecht stehen kann. Wie der Name schon verrät, sind diese Zelte im Safaritourismus schon lange Zeit Standard. Auch in Deutschland erfreuen sich die hübschen Zelte an immer größerer Beliebtheit.

In den Safarizelten selbst erinnert dann bis auf die Zeltwände nur noch wenig an Camping. Man schläft in bequemen Kingsize-Betten und viele Zelte verfügen außerdem über eigene Küchen, (Freiluft-)Badezimmer und überdachte Terrassen. Zudem stehen die Zelte häufig auf einem Holzpodest, was für noch mehr Wohnlichkeit sorgt.

Übernachtung in einer traditionellen Jurte aus der Mongolei

Wer möchte, kann auch in mongolischen Jurten übernachten, die man immer häufiger in Deutschland vorfindet. Die Jurte (mongolisch: Ger) ist die traditionelle Wohnbehausung der Nomaden aus der Mongolei. Das Besondere an den Jurten ist, dass die zeltähnliche Konstruktion mit Holzgerüst schnell ab- und aufgebaut und heute problemlos auf einem kleinen Geländefahrzeug transportiert werden kann. Ein echtes Haus zum Mitnehmen also, dessen Grundform sich bis heute quasi nicht verändert hat.

Übrigens werden die Jurten traditionellerweise immer nach der gleichen Anordnung eingerichtet, wobei ein Eisenofen mit Abzugsrohr das Herzstück des Raumes bildet und zum Kochen benutzt wird. Hierzulande sind die Jurten weniger auf das Nomadentum ausgelegt und laden Reisende allenfalls dazu ein, den Urlaub eher zu verlängern als weiterzuziehen.

Das autarke Leben im Tiny House ausprobieren

© Tiny Escape

Ebenfalls zum Glamping gehören die Tiny Houses, die ihren Ursprung in den USA haben und aus denen mittlerweile eine internationale, gesellschaftliche Bewegung hervorgegangen ist. Das sogenannte Tiny House Movement bewirbt das Leben in kleinen Häusern und ist als Protest auf den zunehmenden materiellen Wohlstand anzusehen. Denn ähnlich wie Autos sind Eigenheime heute ein Statussymbol. So nahm die Größe der neu errichteten Einfamilienhäuser in einigen Industrienationen zu, obgleich die Anzahl der in einem Haushalt zusammenlebenden Personen weiterhin sinkt. Allein in den USA wuchs die durchschnittliche Wohnfläche von 165 Quadratmetern im Jahre 1978 auf sage und schreibe 230 Quadratmeter im Jahre 2007 an.

Demgegenüber stehen die Tiny Houses mit einer Fläche von zumeist 15 bis 45 Quadratmetern. Die kleinen Häuser gibt es in vielen alternativen Formen: ausgebaute Bauwagen, Schäferwagen oder Zirkuswagen. Viele der winzingen Häuschen versorgen sich dabei komplett selbstständig. Wer dieses autarke Leben schon immer einmal ausprobieren wollte, der kann dies heute vielerorts während eines Urlaubs im Tiny House tun.

Baumhäuser, die nicht nur Kinderaugen zum Leuchten bringen

© Elbinsel Krautsand

Zu guter Letzt gibt es dann noch die Baumhäuser, die nicht nur Kinderaugen zum Leuchten bringen. Dafür sorgt auch der steigende Komfort, den einige Baumhäuser anbieten. So erinnert in diesen Tagen nur noch wenig an wackelige Konstruktionen aus Kindertagen, denn mittlerweile spezialisieren sich einige Architekten auf den Baumhaus-Bau. Sie gestalten und realisieren exklusive Domizile, bei denen es an keinem Komfort mangelt. Auch hier schläft man in bequemen Betten und oftmals bieten riesige Panoramafenster einen wunderbaren Ausblick in die grünen Baumkronen und die umliegende Natur.

Ob man sich am Ende für das Safarizelt, die mongolische Jurte, das Tiny House oder das Baumhaus entscheidet, ist nun jedem selbst überlassen. Alle Glamping-Unterkünfte versprechen dabei eins ganz gewiss: Ein unvergessliches Naturerlebnis, bei dem man auf keinerlei Annehmlichkeiten verzichten muss.

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