Restaurants, Hotels & Museen – 11 eindrucksvolle Gebäude in den Alpen

Seit Jahrhunderten wird in den Alpen gebaut. Doch waren die Bauten aufgrund der beschwerlichen Erreichbarkeit und dem aufwändigen Bau einst zweckdienlich und einfach geprägt, erobert in den letzten Jahren eine immer mehr moderne und spektakuläre Architektur die Berge. Kein Wunder, sind die imposante Bergwelt und das eindrucksvolle Panorama doch die beste Kulisse, in derer sich Architekten verwirklichen können. Und so locken schon längst nicht mehr nur Hütten hungrige Wanderer, Mountainbiker, Skifahrer und Tourengeher in die Berge. Neben modernsten Restaurants sind es zusehends Museen, Seilbahnen und Erlebniswelten, welche durch eine außergewöhnliche Architektur gekonnt in die Bergwelt eingebettet werden. Eine Auswahl der spektakulärsten Gebäude in den Alpen haben wir hier für euch gesammelt.

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© IDM Südtirol, Harald Wisthaler Erlebe Alpingeschichte im Messner Mountain Museum Corones

Das MMM Corones, das Messner Mountain Museum, ist das höchste Museum Südtirols und liegt auf dem Gipfel des Kronplatz auf 2.275 Meter. Das sechste Museum der Bergsteigerlegende Reinhold Messner, geplant von der internationalen Stararchitektin Zaha Hadid, thematisiert vor allem den traditionellen Alpinismus und die Alpingeschichte mit allen Triumphen und Tragödien aus den Alpen. Obwohl das Gebäude größtenteils unterirdisch verankert ist, bieten drei Aussichtspunkte einen freien Blick auf die Südtiroler Berge – besonders auf jene, welche auch für Reinhold Messner eine große Bedeutung haben.

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Gebäude Alpen, iceQ

© Bergbahnen Sölden, Rudi Wyhlidal Schaue vom Gourmetrestaurant iceQ auf die Ötztaler Alpen

Hoch auf 3.056 Meter führt die Gaislachkogelbahn in Sölden – und damit zu einem der spektakulärsten Glasbauten in den Alpen, dem iceQ. Die Architektur soll an gestapelte Eisblöcke erinnern und bietet im Innern eindrucksvolle Ausblicke auf die umliegenden Berge. Was in James Bond „Spectre“ kurzerhand zu einer Klinik umfunktioniert wurde, ist in Wahrheit ein Gourmetrestaurant, welches mit 2 Hauben im Gault Millau 2020 ausgezeichnet ist. Aber nicht nur ein ausgiebiger Lunch, auch eine schnelle Einkehr zu einem warmen Getränk lohnt bei diesem Panorama. Und wer eine kurze Pause vom Skifahren braucht, entdeckt am besten die direkt nebenan gelegene James Bond Erlebniswelt 007 ELEMENTS. Ein nicht minder spektakulärer Bau, der Einblicke in die Welt von 007 und Ausblicke in die Ötztaler Alpen vereint.

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© Tirol Werbung, Lisa Hörterer Frühstücken in Österreichs höchstem Kaffeehaus im Cafe 3.440

Ein Einkehrschwung in Österreichs höchstem Kaffeehaus – das geht im Café 3.440 am Pitztaler Gletscher, welches sich nahtlos in die Architektur der Wildspitzbahn einfügt. Auf 3.440 Metern gelegen bietet das Café mit einer freischwebenden, vollverglasten Terrasse einen Ausblick auf die Wildspitze, den höchsten Berg Österreichs, sowie weitere fünfzig Dreitausender. Das Café 3.440 ist übrigens auch für Nicht-Skifahrer einen Ausflug wert – etwa zum Frühstücken, wo der Kaffee bei einem spektakulären Panorama gleich nochmals besser schmeckt.

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Skuta Shelter

© Elsa Gonzalez | Unsplash Gemütlich übernachten mit Blick auf die slowenischen Alpen im Skuta Shelter

Dass Biwaks in den Bergen nicht zwangsweise eine notdürftige „Biwakschachtel“ aus Holz oder Metall ohne jeglichem Komfort sein müssen, beweist das Skuta Shelter in Slowenien. Drei asymmetrisch gefächerte Spitzdächer thronen in 2.118 Meter Höhe auf einer Klippe des slowenischen Berges Skuta, Namensgeber des Biwaks. Auch wenn es der Bau von außen nicht vermuten lassen würde – im Inneren herrscht dank des Holzverbaus nicht nur alpine Gemütlichkeit, sondern vor allem auch ausreichend Platz für acht Bergsteiger. Wohnen, Essen und Schlafen, all dies ermöglichen die drei Module ohne jegliches Engegefühl. Spektakulär ist jedoch nicht nur die Architektur, sondern vor allem auch der Ausblick ins Tal und auf die slowenischen Steiner Alpen.

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Dolomitenhütte

© Osttirol Werbung, Zlöbl Genieße die spektakuläre Aussicht in den Lienzer Dolomiten

Spektakulär ist das Panorama von den Zimmern der Dolomitenhütte im österreichischen Osttirol – geht es doch durch den Felsvorsprung unmittelbar vor dem Fenster in die Tiefe. Spektakulär ist die Aussicht aber nicht nur für Übernachtungsgäste. Auch Tagesgäste, die im Winter zum Skitourengehen oder Rodeln und im Sommer zum Wandern, Biken oder Klettern ihren Weg hoch auf 1.616m finden, kommen in den Genuss des traumhaften Panoramas. Denn die überstehende Sonnenterrasse bietet einen großartigen Blick auf die Dolomitenspitzen und die umliegenden Berge. Über 80 Jahre ragt die Dolomitenhütte bereits in die Landschaft, 2012 wurde sie dann umfassend renoviert und die vollverglasten Panoramazimmer angebaut.

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Lumen - Museum of Mountain Photography

© Paolo Riolzi Erlebe die Geschichte der Bergfotografie im LUMEN Museum

Was einst die Bergstation der Kronplatz-Seilbahn war, beheimatet heute auf 2.275 Meter und auf vier Stockwerken das LUMEN – Museum of Mountain Photography. Das LUMEN wurde erst 2018 nach umfassenden Umbauarbeiten eröffnet und erzählt in Dauer- und Sonderausstellungen die Geschichte der Bergfotografie. Highlight des Baus ist der Shutter – eine riesige Blende, die je nach Bedarf eine Projektionsfläche für Filme bietet oder geöffnet den Blick in die Berge freigibt.

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Restaurant Panorama 2962

© Bayerische Zugspitzbahn Bergbahn AG, fendstudios.com Speise mitten auf der Zugspitze im Restaurant Panorama 2962

Erst im Frühjahr 2018 entstand auf der Zugspitze das Panorama 2962 – ein Restaurant das auf dem höchsten Berg Deutschlands nicht nur für ein kulinarisches Erlebnis sorgt. Denn dank der vollverglasten Architektur bieten sich auch eindrucksvolle Ausblicke in alle Richtungen: auf das Zugspitz Gipfelkreuz, den malerischen Eibsee, auf das Voralpenland und sogar in die Technik der Seilbahn Zugspitze. An schönen Tagen erlaubt das Restaurant sogar einen Vier-Länder-Panoramablick, denn neben Deutschland und Österreich blickt man dann auf knapp 3.000 Meter sogar bis nach Italien und in die Schweiz.

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Monte Rosa Hütte

© ETH Zürich Tonatiuh Ambrosetti Wandere zur außergewöhnlichen Monte Rosa Hütte in Zermatt

Wer bei einer Berghütte an einen gemütlichen Holzbau in traditionellem Stil denkt, mag üblicherweise zwar recht haben. Auf die Monte Rosa Hütte im schweizerischen Zermatt trifft diese Beschreibung jedoch nicht zu. Seit der Errichtung im Jahr 1895 wurde die Hütte fünfmal umgebaut, zuletzt komplett neu. Die außergewöhnliche Architektur der Monte Rosa Hütte ist beim Zustieg schon von Weitem zu sehen, besteht sie doch aus einer Aluhülle auf einer Holzkonstruktion in der Form eines Bergkristalls. Überraschend gemütlich ist die Hütte dank des Holzausbaus und den großen Fensterflächen im Inneren – und erinnert damit so irgendwie dann doch wieder an eine klassische Berghütte. Der Zustieg ist in rund 3 bis 4 Stunden ausschließlich über den Gornergletscher möglich, Wanderer ohne Erfahrung mit Steigeisen buchen am besten einen Bergführer.

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Bergwelt Karwendel

© Alpenwelt Karwendel, Rudolf Pohmann Gucke durch ein Riesenfernrohr auf das Karwendelgebirge

Es mutet wie ein überdimensionales Fernrohr an, ragt über eine Felskante hinaus und kann sogar begangen werden – das Besucherzentrum der bayerischen Bergwelt Karwendel ist ein Hingucker für sich. Das Zentrum beherbergt nicht nur eine moderne Ausstellung zum Karwendelgebirge. Auf der einen Seite bietet ein großes Panoramafenster einen Blick hinunter auf den Ort Mittenwald, auf der anderen Seite eröffnet sich ein Blick in die Karwendelgrube. Wer das Riesenfernglas besuchen möchte, kann ab Mittenwald entweder zu Fuß aufsteigen oder komfortabel die Bergbahn nehmen.

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Tschuggen Bergoase

© Tschuggen Hotel Group Lege einen Spa-Tag ein in der Tschuggen Bergoase

Meterhohe „Lichtsegel“ prägen das Bild des Spa-Bereichs des Tschuggen Grand Hotel im Schweizer Ort Arosa. Neun bis dreizehn Meter sind die Konstruktionen aus Glas und Stahl hoch und fügen sich wie überdimensionale Blätter in die umliegende Natur ein. Das Konzept des Architekten spielt dabei in zweierlei Weise mit dem Licht: Tagsüber erhellen die einfallenden Sonnenstrahlen den Wellnessbereich des noblen Hotels, nachts leuchten die Segel spektakulär in das Dorf hinein.

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© Dachstein Skywalk, Planai Hochwurzen, Geri Wolf Laufe über Österreichs höchste Hängebrücke mit einer Treppe ins Nichts

Ein Gang über die höchste Hängebrücke Österreichs – das erlaubt die Dachstein Hängebrücke in der Salzburger Region Schladming-Dachstein. Mit knapp 100 Meter Länge und einer Tiefe von etwa 400 Meter sollte man hier all seinen Mut zusammennehmen. Und wem nach der Hängebrücke die Beine noch nicht genug zittern, wagt sich am besten direkt auf die „Treppe ins Nichts“. Denn genau das suggeriert der spektakuläre Sky Walk, eine verglaste Aussichtsplattform unter der es 250 Meter senkrecht in die Tiefe geht und an sonnigen Tagen Aussicht in die Hohe Tauern und bis nach Slowenien und Tschechien bietet. Adrenalin pur!

Titelfoto: © Bergbahnen Sölden, Rudi Wyhlidal

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