Mikroabenteur im Winter – Das solltest du beim Eisbaden beachten

© Lea Rieke

Wenn die meisten von uns im Winter einen zugefrorenen See sehen, verspüren sie vermutlich entweder den Drang, sich die Schlittschuhe unter die Füße zu schnallen und ein paar Pirouetten auf dem Eis zu drehen, oder das Land so schnell wie möglich in Richtung wärmere Gefilde zu verlassen. Seit ich vor einem Jahr das erste Mal meinen Körper bei einem Grad Wassertemperatur in eisige Nass getaucht habe, sehe ich beim Anblick eines zugefrorenen Sees die Möglichkeit, mal wieder Eisbaden zu gehen. Eisbaden, oder Winterbaden, bezeichnet das Baden in freien Gewässern bei Wassertemperaturen um den Gefrierpunkt. Tatsächlich bin ich noch nicht mal ein großer Fan von kaltem Wasser, aber das Prickeln auf der Haut, der einsetzende Endorphinrausch und das Glücksgefühl danach machen offensichtlich süchtig.

Nachhaltige Bademode von MYMARINI

Die Erfahrung des Eisbadens ist, wie jedes Abenteuer, am schönsten, wenn man sie mit anderen Menschen teilen kann. Also habe ich die Hamburger Mädels der Bademodenmarke MYMARINI gefragt, ob sie mich beim kalten Vergnügen begleiten wollen – und sie haben glücklicherweise ohne zu zögern Ja gesagt. Wer wie ich gern in der Natur unterwegs ist und das Meer liebt, kommt nicht umhin, sich für Nachhaltigkeit zu interessieren. Deshalb war MYMARINI der perfekte Fit für mein Abenteuer. Die Firma produziert zeitlose und langlebige Bade- und Surfmode aus nachhaltigen und recycelten Materialien, sieht Nachhaltigkeit als ganzheitliches Konzept und versucht, Überproduktion zu vermeiden. Die Verpackungen sind plastikfrei und CO2-neutral, dazu funktioniert das gesamte Office-Management papierlos und mit grünem Strom.

© Lea Rieke
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Die Bikinis und Badeanzüge von MYMARINI sind aber nicht nur nachhaltig, sondern auch unglaublich bequem und machen einfach richtig gute Laune – vor allem an kalten Wintertagen. Ich habe mich in die Kollektionen "SHINE" und "NEW SUMMER" verliebt, die mit knalligen Farbkombinationen und wendbaren Designs daherkommen. Die Kältefestigkeit der Teile habe ich zusammen mit den MYMARINI-Mädels im Hamburger Stadtparksee getestet, wo wir uns an einem der seltenen sonnigen Tag in Hamburg ins kalte Wasser gestürzt haben.

Die Vorteile des Eisbadens

Eisbaden, schön und gut, denkst du dir jetzt vielleicht und fragst dich, welche physiologischen Vorteile das Ganze überhaupt hat. Regelmäßiges Winterbaden (ebenso wie kalt duschen) stärkt das Immunsystem und verbessert die Durchblutung des Körpers, denn auf die plötzliche Kälte reagiert der Körper mit der Produktion von Wärme, wobei sich die Gefäße erweiteren, die sich nach dem Temperatursturz kurzfristig zusammengezogen hatten. Außerdem schüttet der Körper Adrenalin und Endorphine aus. Adrenalin mobilisiert die Energiereserven im Körper und steigert die Leistungsbereitschaft. Endorphine sind quasi das körpereigene Schmerzmittel und machen Extremsituationen nicht nur erträglicher, sondern sorgen auch für ein regelrechtes High – kein Wunder, dass man von Eisbaden süchtig werden kann!

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Zur Vorbereitung auf das kalte Bad wendet man außerdem einige Minuten eine Technik an, mit der man sich gezielt "warmatmet". Unter Eisbadenden ist die Atemtechnik des niederländischen Extremsportlers Wim Hof bekannt. Hof – der, bekleidet in Shorts und Schuhen, schon den Mount Everest bestiegen hat und einen Marathon am nördlichen Polarkreis in Finnland gelaufen ist –, hat sich von tibetanischen Mönchen inspirieren lassen, die mit der sogenannten Tummo-Meditationspraxis ihre Körpertemperatur erhöhen. Durch schnelles Aus- und Einatmen sowie gezieltes Luftanhalten wird das autonome Nervensystem beeinflusst: Dein Herzschlag erhöht sich, deine Blutgefäße ziehen sich zusammen und dein Blutdruck steigt, wodurch sich deine Körpertemperatur erhöht und du zu schwitzen beginnst. Die Wim-Hof-Atmung ist also sowas wie kontrollierte Hyperventilation, mit der du den Kälteschock besser verarbeiten kannst. Mehr zur Wissenschaft hinter der Atemtechnik erfährst du hier.

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Das solltest du beim Eisbaden beachten

Die Atemtechnik ist der erste Schritt zu einem "angenehmen" Eisbaden-Erlebnis. Wenn du zum ersten Mal Eisbaden gehst, solltest du unbedingt ein paar weitere Dinge beachten:

1. Im Prinzip kannst du im Winter in fast jedem See Eisbaden gehen. Die Betonung liegt auf See. Flüsse und das Meer solltest du aufgrund der Strömung vermeiden. Suche dir außerdem eine flache Stelle zum Ein- und Ausstieg oder einen Steg mit Treppe, an der du dich festhalten kannst.

2. Gehe niemals alleine Eisbaden⁠, sondern nimm jemanden mit, der auf dich achtet. Jedes Eisbaden-Erlebnis ist anders und du kannst nie vorab wissen, wie dein Körper auf den Kälteschock reagiert.

3. Ziehe Surf- oder Badeschuhe an, denn die Füße sind extrem empfindlich und kühlen am schnellsten aus. Die Schuhe schützen dich außerdem vor ungeliebten Objekten auf dem Grund des Sees.

4. Auch die anderen Extremitäten solltest du schützen: Setze dir eine Mütze auf und ziehe gegebenenfalls Handschuhe an. Oft sieht man Eisbadende, die den Kopf oder den kompletten Oberkörper inklusive Arme ins Wasser tauchen. Das ist nur was für absolute Profis und solltest du unbedingt vermeiden.

5. Wenn du im Wasser bist, dann atme tief durch. Versuche, dich zu entspannen und mindestens eine Minute (wenn du kannst, auch länger) drinzubleiben⁠.

6. Wieder an Land solltest du dich sofort abtrocknen und dick anziehen. Dann kannst du dich auch mit einem Heißgetränk aus der Thermoskanne aufwärmen.

© Lea Rieke
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Wenn du jetzt auch Lust aufs Eisbaden bekommen hast, wünsche ich dir viel Spaß! Schreib mir doch auch gern, wie es für dich war. Wenn du auch Lust auf die Bademode von MYMARINI hast, dann schau mal im Flagship-Store in Hamburg vorbei, der bald in der Eppendorfer Landstraße 60 eröffnet.

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