Übernachten unter freiem Himmel – Ich habe eine Nacht in der Hängematte verbracht

© Lukas Popp

Der rote Feuerball verschwindet langsam hinter den Bäumen am Horizont und taucht die Naturkulisse um mich herum in ein warmes Licht, das in den kitschigsten Rottönen leuchtet. Die Blätter über mir bewegen sich leise im Wind und unter mir raschelt es im Laub, während ich sanft über den Boden schaukele. Eigentlich wollte ich dieses Jahr zum Mittsommerfest nach Schweden reisen, um die traditionellen schwedischen Bräuche zur Sonnenwende zu erfahren. Weil das natürlich ausgefallen ist, habe ich kurzerhand beschlossen, mein eigenes mittsommerliches Mikroabenteuer zu starten und die kürzeste Nacht des Jahres draußen zu verbringen – allerdings ohne Zelt, sondern ganz unprätentiös unter freiem Himmel.

Ich verbringe unheimlich gerne Zeit draußen und suche die Nähe zur Natur, doch einem Aufenthalt auf dem überfüllten Campingplatz kann ich nicht wirklich etwas abgewinnen. Ein Zelt, vollgepackt mit luxuriösen Camping-Gadgets und unnötigem Krimskrams und potentiellem Müll, hört sich für mich nicht mehr nach Freiheit an. Dabei ist es doch genau das, was ich draußen suche.

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© Milena Magerl

Mittsommerliches Mikroabenteuer im Freien

Statt Isomatte, Zelt und Co. habe ich also nur wenig Gepäck dabei. Zum einen, weil ich den Aufwand so gering wie möglich halten möchte, zum anderen, weil ich auch keine Spuren in der Natur hinterlassen will. Mein Nachtlager ist schlicht und einfach die leichte Hängematte von freigeist, in der ich biwakieren werde. Die XXL-Hängematte ist der ideale Begleiter auf Wanderungen oder Ausflügen, denn sie passt in jeden Rucksack. Weil sie aus Fallschirmseide angefertigt wurde, ist sie ultra leicht und schnell zu einem winzigen Päckchen zusammengerollt, das sich leicht in dem praktischen Packsack verstauen lässt. Dieser ist übrigens angenäht, sodass man ihn nicht verlieren kann. Du kannst ihn auch als praktische Tasche für deine Wertsachen oder ein gutes Buch nutzen. I like!

Mit zwei Gurten und den dazugehörigen Karabinern kannst du die Hängematte ganz einfach und sicher am Baum befestigen – es hat gerade einmal fünf Minuten gedauert, bevor ich es mir gemütlich machen konnte. Das Coole ist, dass die Doppelhängematte bis zu 300 Kilogramm trägt und du ganz bequem mit deinem Travelbuddy abhängen kannst – denn in den Sternenhimmel schaut man natürlich gerne zu zweit.

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© Lukas Popp

Wenig mitnehmen, alles dabeihaben

Nach einer kurzen aber bequemen Nacht werde ich in der Früh von den ersten Sonnenstrahlen und dem angeregten Gezwitscher der Vögel geweckt. Obwohl ich noch etwas müde bin, fühle ich mich direkt wach und erholt. Der Sound der Natur erreicht, was dem penetranten Alarm meines Weckers seit Jahren missglückt. Falls du dich schon immer gefragt hast, wie man es sich am besten in einer Hängematte bequem macht, habe ich hier noch den ultimativen Liegetipp für dich: Ideal ist eine leichte Schräglage. So hältst du nicht nur die Hängematte offen, sondern schonst auch deinen Rücken.

Weil frische Luft bekanntlich hungrig macht, steht nun ein kleines Picknick an. Denn mit dabei habe ich das praktischste Frühstücksset überhaupt: Die nachhaltige Thermosflasche von freigeist besteht aus rostfreiem Edelstahl und kühlt Kaltgetränke bis zu 24 Stunden und hält Heißgetränke rund 12 Stunden warm. Mein Tipp: Bereite dein Frühstück vor und fülle dir heiß aufgebrühten Kaffee oder Tee bereits am Abend ab. So kannst du deinen Camping-Kocher direkt zuhause lassen, dein Gepäck ist leichter und du verursachst gar keinen Müll. Und egal, für welches Frühstück du dich entscheidest, mit der Löffel-Gabel-Messer-Kombination von freigeist aus Titan hast du in einem Tool alles dabei, was du brauchst.

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© Milena Magerl

Biwakieren vs. Wildcampen

Das Wildcampen im Zelt ist in Deutschland leider verboten. Ein Jedermannsrecht wie in Skandinavien, das dir erlaubt, dein Nachtquartier überall aufzuschlagen, gibt es nicht. Doch es gibt noch andere Möglichkeiten, die Nacht draußen zu verbringen. Eine davon ist die spartanische "oben ohne"-Variante, besser bekannt als Biwakieren. Obwohl der Aufbau eines Zeltes nicht erlaubt wird, ist laut Gesetz der Aufenthalt in der "freien Landschaft" grundsätzlich gestattet – unabhängig von der Tageszeit. Das Biwakieren, also das Schlafen unter freiem Himmel, ist jedoch nicht genannt. In einigen Bundesländer gibt es jedoch bestimmte Ausnahmeregelungen. Das bedeutet, dass du in der freien Landschaft übernachten darfst, solange du kein Zelt dabei hast und Naturschutzgebiete meidest.

Eine Ausnahme bildet dabei der Nationalpark Sächsische Schweiz. Hier ist das Übernachten "in Anerkennung der Tradition aus dem Sächsischen Klettersport" an 58 offiziellen Freiübernachtungsstellen, den sogenannten Boofen, erlaubt. Trotzdem wird ausdrücklich darauf hingewiesen, den Lebensraum von Tier- und Pflanzenarten zu schützen und sich vorbildlich zu verhalten, sprich die Natur nicht zu zerstören und keinen Müll zu produzieren oder zurückzulassen.

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© Milena Magerl

Draußen ist nicht gleich draußen

Auf (kostenlosen) gekennzeichneten Biwakplätzen kannst du sogar mit deinem Zelt über Nacht, teilweise auch im Zeitraum von bis zu 24 Stunden, verweilen. Diese ausgewiesenen Orte liegen meist etwas abseits und naturnah. Wie ein richtiger Abenteurer musst du dich natürlich selbst versorgen und auf jeglichen Campingplatz-Komfort verzichten. Meist gibt es hier lediglich ein Plumpsklo und eine größere Fläche, auf der du dein Zelt für eine Nacht aufschlagen darfst.

Neben öffentlichen Wildcamping-Stellen gibt es natürlich auch die Möglichkeit auf privatem Grund draußen zu übernachten. Dafür musst du natürlich nicht von Tür zu Tür laufen, um ein Obdach für die Nacht zu erbitten. Wirf einfach mal einen Blick auf die Website 1NITE TENT. Auf der Couchsurfing-Plattform für Zelte findest du Inserate von Campingliebhabern, die ihr Privatgelände für andere zum kostenlosen Wildcampen öffnen. Auch das Team von Jedermannsland will ein Netzwerk von freien Zeltplätzen schaffen und über damit verbundene Rechte und Pflichten informieren, um das legale Zelten in der freien Natur und unabhängig vom persönlichen Reisebudget zu ermöglichen.

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© Lukas Popp

Hinterlasse keine Spuren!

Wichtig ist natürlich, dass wir, egal ob wir legal wildcampen oder biwakieren, einen respektvollen Umgang mit der Natur pflegen und unser Nachtlager so verlassen, dass nur ein gewiefter Spurenleser den Aufenthalt erkennen könnte. Dazu gehört, dass wir uns ruhig verhalten, keine Tiere aufscheuchen oder stören und Feuer vermeiden. Müll (auch benutztes Klopapier) und andere Abfälle (zum Beispiel die Reste deines Apfels) musst du natürlich unbedingt wieder mitnehmen. Du kannst zum Beispiel auch auf Naturseife und Zahncreme aus biologischen Zutaten zurückgreifen, um die Natur nicht mit unnötigen Schadstoffen zu belasten.

Generell wollen wir beim Biwakieren kein dauerhaftes Lager aufschlagen, um der Natur die Chance zu geben, sich nach unserem Besuch wieder erholen zu können. Wenn du jetzt auch Lust hast, deine Sommertage in der Hängematte von freigeist zu verbringen, kannst du im Online-Shop unseren Code "reisevergnuegen2020" angeben und erhältst 10 Prozent auf deine gesamte Bestellung. 

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