Sächsische Schweiz – 11 Tipps für einen Urlaub im Elbsandsteingebirge

Wer einmal in die Sächsische Schweiz fährt, will immer wieder gekommen. Der deutsche Teil des Elbsandsteingebirges, das sich bis nach Tschechien zieht, ist zwar nicht so hoch und majestätisch wie die Alpen der tatsächlichen Schweiz, dafür wartet er mit einer bizarr zerklüfteten Felslandschaft, mystisch Nebel verhangenen Wintermorgen, hübschen alten Dörfern und wunderschönen Wanderwegen direkt aus dem Märchen auf. Wer glaubt, Sachsen sei nur wegen Dresden und Leipzig sehenswert, der sollte schleunigst in die Sächsische Schweiz fahren und sich eines besseren belehren lassen.

SÄCHSISCHE SCHWEIZ – GUT ZU WISSEN

DIE BESTEN TIPPS FÜR DIE SÄCHSISCHE SCHWEIZ

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Laurichhof

© Charlott Tornow Übernachten im außergewöhnlichen Design-Hotel Laurichhof

Der 2019 neu eröffnete Laurichhof im sächsischen Pirna ist eines der außergewöhnlichsten Hotels in Deutschland. Nicht nur ist jede der 27 Suiten in einem komplett anderen Stil eingerichtet, hier könnt ihr auch alles, was ihr seht, kaufen – von der Blumenvase über das Bett bis hin zur Tapete. Das Hotel hat quasi Showroom-Charakter und soll zeigen, was Design und Inneneinrichtung kann. Kein Wunder, dass die Eigentümer des Hotels selbst Designer sind. Im kleinen Spa, das auch für den Eigenbedarf komplett gemietet werden kann, könnt ihr nach einem langen Wandertag in der Sächsischen Schweiz entspannen, und das hauseigene Restaurant Lazy Laurich bietet regional inspirierte Küche.

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© Charlott Tornow Die 700 Stufen der Schwedenlöcher erklimmen

Das Gebiet der Sächsischen Schweiz ist geprägt von zahlreichen, schwer zugänglichen Schluchten, die sich durch die steil aus dem Boden ragenden Felsen ziehen. Die bekannteste ist dabei die klammartige Seitenschlucht mit dem ungewöhnlichen Namen "Schwedenlöcher", die das Felsmassiv Bastei mit dem Amselgrund verbindet. Der Wanderweg wurde bereits 1886 eingeweiht und führt auf über 700 Holzstufen und zahlreichen Brücken mehrere Hundert Meter in die Tiefe oder Höhe, je nachdem, von wo aus man die Wanderung beginnt. Im Frühling und Sommer ist die Strecke hochfrequentiert, im Herbst und Winter habt ihr die Schlucht fast für euch allein.

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Bastei, Basteibrücke

© Charlott Tornow Von der Bastei aus den Sonnenaufgang beobachten

Die Bastei ist zwar nicht die höchste, dennoch die berühmteste Felsformation der Sächsischen Schweiz, was nicht zuletzt an der wunderschönen Aussicht auf das Elbtal, der Basteibrücke und der ehemaligen Felsenburg Neurathen liegt, die hier vor mehreren Jahrhunderten in das Felsmassiv gebaut wurde. Die Bastei ist ganzjährig geöffnet, sodass ihr hier zu jeder Jahres- und Tageszeit den Ausblick auf die Landschaft genießen könnt, wobei vor allem der Sonnenaufgang im Winter ziemlich spektakulär ist, wenn ein Nebelmeer über Gebirgsgrund hängt. Im Gegensatz zu manch anderem Aussichtspunkt ist die Bastei ganz einfach zu erreichen. Wer mit dem Auto unterwegs ist, der parkt einfach auf dem Basteiparkplatz, den ihr von Lohmen aus erreicht. Alternativ kommen Wanderer von Rathen aus über einen Wanderweg direkt zur Bastei.

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Schmilka

© Charlott Tornow Besuch des schönsten Dorfes Sachsen: Schmilka

Wenn man nach Schmilka will, muss man aufpassen, nicht durch den Ort direkt nach Tschechien zu fahren, denn der Ortsteil von Bad Schandau liegt etwas unscheinbar direkt an der deutsch-tschechischen Grenze. Die Straße von Bad Schandau nach Schmilka schmücken jede Menge hübsche Fachwerkhäuschen, das Juwel des Ortes liegt etwas versteckt den Berg hinauf an dem kleinen Wurzelweg. Hier befindet sich die historische Mühle von 1665, wo noch heute Mehl mit Wasserkraft gemahlen wird. In der Bio-Bäckerei wird leckeres Brot und Wagenrad großer Kuchen gebacken, und die Brauerei versorgt alle mit traditionell hergestelltem Bier. Gekostet werden kann alles im Gasthof Schmilk'sche Mühle

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schloss pillnitz

© Charlott Tornow Flanieren im Schloss Pillnitz direkt an der Elbe

Viele der schönsten Schlösser Sachsens befinden sich direkt an der Elbe, vor den Toren Dresdens. Dabei sticht das Schloss Pillnitz mit seinem weitläufigen Park besonders hervor: Das Ensemble aus drei Palais' (in denen sich heute Museen befinden) stammt aus der Renaissance und ist im chinesischen Stil erbaut worden. Der barocke Garten lädt zum Lustwandeln ein, während man im botanischen Palmenhaus Wärme tanken kann.

  • Schloss & Park Pillnitz
  • August-Böckstiegel-Straße 2, 01326 Dresden
  • Schlosspark: täglich 6–18.30 Uhr, Museen: Dienstag – Sonntag 10–18 Uhr, Palmenhaus: täglich 9–18 Uhr
  • verschiedene Eintrittspreise für den Schlosspark (2,50–3 Euro), die Museen (6–8 Euro), das Palmenhaus (2,50–3 Euro)
  • Mehr Info
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© Charlott Tornow Wandern und klettern in der Felsgruppe Schrammsteine

Für Wanderer und Kletterer sind die Schrammsteine bei Ostrau der place to go in der Sächsischen Schweiz. Zahlreiche Wanderwege und steile Klettersteige führen um und auf die verschiedenen "Gipfel", von denen ihr eine tolle Aussicht auf das Elbsandsteingebirge und das Elbetal habt. Wer eine Herausforderung sucht, der kann hier auch auf ausgewiesenen Pfaden an den Felsen klettern und bouldern (der einzige Boulerspot befindet sich beim Hohen Schneeberg). Eine wunderschöne, aber konditionell anstrengende Tour führt von Bad Schandau durch die Felsgruppe und hoch auf die Schrammstein-Aussicht.

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© Bio- und Nationalpark Refugium Schmilka, Foto: Marco Döring Saunieren und in Holzfässern baden im Badehaus Schmilka

Wer nach einem langen Tag auf Wanderschaft den müden Knochen etwas Gutes tun will, sollte nach Schmilka fahren und dort das Badehaus im Mühlenhof besuchen. Das Badehaus beherbergt zwei Saunen (eine finnische und eine Bio-Sauna) sowie eine schöne Terrasse mit Hängeschaukeln und einen gemütlichen Lounge-Raum. Während des Sommers werden immer donnerstags und freitags Saunarituale angeboten, im Winter könnt ihr im Hof in dampfenden Holzbottichen baden.

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© Sächsische Dampfschiffahrt, Presse Mit dem Dampfschiff die Elbe erkunden

Wer Zeit hat und Sachsen und seine Schlösser vom Wasser aus erkunden will, der gleitet über die Elbe mit dem Dampfschiff. Die sächsische Dampfschiffahrt ist mit neun Dampfern die älteste und größte Raddampfer-Flotte der Welt; die Dampfschifffahrt auf der Oberelbe begann bereits im Jahr 1835. Heute könnt ihr die schönsten Orte rund um Dresden mit dem Schiff erkunden. Die Dampfer machen Halt in Dresden, Seußlitz, Diesbar, Meißen, Radebeul, Blasewitz und Pillnitz sowie in der Sächsischen Schweiz in Pirna, Wehlen, Rathen, Königstein, Prossen und Bad Schandau.

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Schloss Weesenstein

© Charlott Tornow Heiraten auf Schloss Weesenstein

Wer eine tolle Hochzeitslocation in Sachsen sucht, der sollte sich mal das herrschaftliche Schloss Weesenstein genauer ansehen. Weesenstein blickt auf eine lange Geschichte zurück, bereits um 1275 wurden hier  auf einem Felsvorsprung über der Müglitz die ersten Grundsteine des Schlosses gelegt. Über die Jahrhunderte hinweg entwickelte sich der Bau immer weiter und gelang so zu seiner heutigen Pracht. Das Schloss und seine Räumlichkeiten könnt ihr bei einer Führung besichtigen, der hübsche Schlossgarten ist kostenfrei begehbar. Im Hof befindet sich außerdem seit 500 Jahren (mit kurzer Pause) eine Schlossbrauerei.

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© Charlott Tornow Auf dem Malerweg das Elbsandsteingebirge entdecken

Wer einmal den Malerweg im Elbsandsteingebirge entlang gewandert ist, versteht, warum dieser Ort mit seinen rauen Hängen, riesigen Felsen und dunkelgrünen Nadelbäumen so viele Künstler zum Malen, Schreiben und Musizieren inspiriert hat. In acht Tagen könnt ihr hier durch die faszinierende Landschaft der Sächsischen Schweiz wandern, klettern und kraxeln. Sobald ihr den dichten Wald im Liebethaler Grund hinter euch gelassen habt, geht es vorbei am Uttewalder Felsentor bis zur berühmten Basteibrücke – dem Instagram-Hotspot des Mittelgebirges. Von hier oben habt ihr einen sagenhaften Blick über das Elbtal. Der Abstieg ist steil und kurvenreich – man darf sich die ganze Zeit ein bisschen wie die wilde Ronja Räubertochter fühlen!

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© Charlott Tornow Von der Festung Königstein auf das Elbtal hinab schauen

Die imposante Festung Königstein ist eine der größten Bergfestungen Europas und thront hoch über der Elbe auf dem gleichnamigen Tafelberg. Schon seit vielen Jahrhunderten ist der Ort hier besiedelt, bereits im 13. Jahrhundert soll hier eine erste Burg gestanden haben. Seitdem hat sich die Festung immer weiter entwickelt, ihre Blühte erlebte sie im 16. und 17. Jahrhundert, als das Leben hier vor allem militärisch bestimmt war. Die gesamte Geschichte der Festung könnt ihr in zahlreichen Ausstellungen nachvollziehen, die sehr sehenswert sind. An allen vier Adventswochenenden findet hier ein historischer Weihnachtsmarkt statt.

  • Festung Königstein
  • 01824 Königstein
  • Mittwoch – Montag: 9–17 Uhr, Dienstag geschlossen
  • November bis März: 10 Euro, ermäßigt 7 Euro | April bis Oktober: 12 Euro, ermäßigt 7 Euro
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