Südtirol – 11 Tipps für einen unvergesslichen Urlaub in der italienischen Provinz

von Verena Borell

Jaaaa! Wir wollen alles und zwar sofort. Wir wollen in einem kristallklaren See schwimmen, aber auch auf hohe Berge kraxeln. Wir wollen Italienfeeling und Olivenhaine, aber zu heiß soll es dann auch nicht sein. Wir wollen südliches Dolce Vita, aber möchten nicht flüssig Italienisch sprechen müssen, sondern auch noch mit einem Glas Wein intus verstanden werden. Und dieses ganze Genuss-Erlebnis-Wohlfühl-Yihaaa-Ding wollen wir ganz schnell und ohne Flüge oder lange Autofahrten. Geht schon, gibt's schon – nämlich in Südtirol! Hier warten Berge voller Wein, italienische Lebensfreude und alpine Luft nur darauf, von uns eingesogen zu werden. Wir zeigen euch die 11 tollsten Dinge, die ihr im Paradies aka dem Alto Adige machen könnt.

SÜDTIROL: GUT ZU WISSEN

DIE BESTEN TIPPS FÜR SÜDTIROL

1

© Verena Borell Durch die Gärten von Schloss Trauttmansdorff wandern

Sich ganz legal an Blütenduft berauschen und einen farbenfrohen Colour-Cocktail genüsslich aufsaugen – das kann man in den Botanischen Gärten rund um Schloss Trauttmannsdorf. Die Gärten wurden bereits mehrfach ausgezeichnet – mittlerweile gehören sie zu den schönsten Grünanlagen weltweit! Vor allem im Frühling ist das zwölf Hektar große und treppenartig angelegte Areal einen Besuch wert, denn dann blühen auch tausende Tulpen! Der Besucher macht bei über 80 Gartenlandschaften aus aller Welt sozusagen eine botanische Weltreise. Zudem lassen einen verschiedene Erlebnispavillons, Kulturlandschaften und Themengärten ganz nebenbei auch noch einiges über die Pflanzenwelt lernen. Egal, ob du zu einem sonntäglichen Sissi-Brunch im Gartenrestaurant (die Kaiserin verlebte die Winter im Schloss) kommst oder einfach so: Spätestens im Garten für Verliebte gerät angesichts eines wabernden Blütenmeeres jeder noch so eiskalte Stadtmensch in verzückte Oh- und Ah-Rufe!

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© Verena Borell Mit Blick auf den Kalterer See zu Abend essen

Die Südtiroler Küche ist eine Verschmelzung leichter, mediterraner Spezialitäten mit zünftiger Tiroler Kost. Und da man hier Seen, Obstplantagen, Berge, Flüsse und verschiedenste Klimazonen hat, könne sich die Südtiroler quasi von der Hand in den Mund mit Obst, tropischen Früchten, Gemüse bis hin zu Fischen, Fleisch und Wild bedienen. Kurz gesagt: In Sachen Kulinarik und Genuss ist man im Alto Adige ganz weit vorne. Besonders toll essen gehen, kannst du im Restaurant Seehofkeller. Hier sitzt Du inmitten von Weinbergen mit Blick auf den Kalterer See und lässt Dir modern interpretierte Südtiroler Spezialitäten nebst ausgewählter Weine schmecken. Oder Du fährst nach Sirmian hinauf zum Gasthof Jäger. Hier gibt es neben einem Ausblick übers Tal, Wildgerichte aus der eigenen Jagd und andere zünftig-raffinierte Schmankerln. Beide Restaurants sind zwar nicht ganz billig, aber auch nicht überteuert.

3

© Anja Schauberger Mit dem Sessellift rauf ins Hotel Panorama

Kaffee mit Aussicht? Aber gerne doch. Über Dorf Tirol nahe Meran thront das Hotel Panorama, das mit einem Blick über das gesamte Etschtal seinem Namen alle Ehre macht. Um das luftige Erlebnis auch so richtig auszukosten, fahrt ihr erst mit dem entzückenden, aus den 40er Jahre-stammenden Sessellift hinauf und genießt dann im Hotel-Café hausgemachte Kuchen und cremigen Cappuccino. Wem das noch nicht genug Adrenalin und Zuckerschock ist, der schaut sich die "gefährlichen" Tiere im Hirschgehege oder im Streichelzoo an.

4

© Schatzerhütte Energie tanken auf der Schatzerhütte

Einmal Batterien aufladen bitte! Weil ständige Socialmedia-Bereitschaft, brummender Autolärm und dreckig-graue Gehsteige nerven, dann solltet ihr unbedingt ein Wochenenden in der 2004 Meter hoch gelegenen Schatzerhütte nahe Brixen verbringen. Die Hütte ist so einfach wie schön, mit einem atemberaubenden Bergpanorama vor der Hüttentüre und einer herzlichen Atmosphäre. Neben unzähligen Wanderrouten, kannst Du auch tolle Mountainbike-Touren unternehmen und im Winter im fußläufig gelegenen Skigebiet Plose auf die Bretter steigen.

5

© Anja Schauberger Brotzeit machen an den Passerterrassen

Wer in Meran ist, der sollte neben einem Spaziergang durch die Gärten von Schloss Trauttmansdorff auch unbedingt der Passer einen Besuch abstatten. Gerade Fluss-Kinder mit latentem Hang zum Beine im Wasser baumeln lassen, werden das zwar angelegte, aber sehr idyllische Ufer des Meraner Flusses lieben. Am besten man kauft sich vorher noch eine Brotzeit sowie eine gute Flasche Südtiroler Wein und genießt dann das Dolce Vita und den Flair Merans mit Blick auf das reißende Wasser und leckerem Schüttelbrot im Mund. Wer nach dem Fluss noch mehr Wasser will, der stattet der Meraner Therme nur wenige Gehminuten entfernt, einen Besuch ab und lässt sich von Blubberblasen und Ölmassagen verwöhnen.

6

© Scott Warman | Unsplash Den Freitagabend in Bozen verbringen

Am Wochenende und besonders freitags ist die Franzbar in Bozen ein Muss. Weinfans, Einheimische, Touristen, Nachtschwärmer und Freunde eines italienischen Aperitivos mit kleinen Snacks und feinen Happen – alle fühlen sich hier wohl und kommen auch her. Nachdem man sich den ein oder anderen Südtiroler Wein, vorzugsweise einen leicht gekühlten, rubinrot-strahlenden Vernatsch, nebst italienischer Kleinigkeiten gegönnt hat, schlendert man am besten noch rüber zu den Fischbänken. Diese kultige Outdoor-Bar ist nicht zuletzt durch ihren Betreiber, den Künstler Cobo, eine fröhliche Mischung aus bunten Blumen, Schirmen und Cocktails. Vermutlich einer der lässigsten und unkonventionellsten Orte Südtirols mit einer himmlischen Bruschetta.

7

© Anja Schauberger Mit der Rittner Seilbahn zur Schwarzseespitze fahren

Zentral in Bozen steigt man entweder in die komfortable Rittner Seilbahn und lässt sich bis Oberbozen gondeln. Oder – für alle romantisch-veranlagten Nostalgiker – wählt die historische Zahnradbahn aus der Zeit der Belle Epoque, um etwas langsamer, aber dafür extrem stilvoll in Oberbozen einzutrudeln. Nachdem man dann gebührend die Aussicht über Rosengarten und Schlern, auf Bozen und das Überetsch genossen hat, kann man mit der Rittner-Horn-Seilbahn von Pemmern aus noch einmal weiter hinauf auf die Schwarzseespitze fahren. Von hier aus wanderst du etwa eine Stunde zum Rittner Horn. Die Route ist auch für nicht so kletter-affine Berggemsen geeignet und man kann die frische Luft nebst einem wunderschönen Ausblick auf die Dolomiten genießen.

8

© Pixabay Das Knödel-Trio im Wirtshaus Vögele verputzen

Direkt am Bozner Obstmarkt gelegen, lockt das Traditions-Wirtshaus Vögele mit Knödeln, bei denen sogar deine Oma verzückt mit der Zunge schnalzen würde. Neben dem wunderbar saftig-lockeren und aromatischen "Knödel-Kisterl", bestehend aus Spinat-, Käse- und Rote Beete-Knödeln kann man hier natürlich auch andere zünftige Südtiroler Speisen genießen. Und nicht nur das Essen und die familiäre Atmosphäre machen das Vögele zu einem Must-Go – auch die Stuben sind absolut sehenswert, denn du hast die Qual der Wahl, ob Du lieber in der stilvollen Biedermeier-Stube, dem entzückenden Rosenzimmer im Separee, der Goethestube, der gediegenen Kamaunstube, der eindrucksvollen Gewölbestube, dem Tapetenzimmer oder aber dem Stafflerzimmer schmausen willst. Am Besten mehrmals zum "Knödeln" vorbeikommen!

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© Pixabay Sich auf dem Gut der Familie Righetti durch Weine probieren

Auf den sanften Hügeln und in milden Bergtälern rund um den Gardasee reift seit Jahrtausenden hervorragender Wein heran. Es gibt unzählige Weingüter, aber ein besonders schönes Weingut ist das der Familie Righetti. Seit vielen Generationen wird hier die Liebe für das Land sowie die Leidenschaft für den Weinbau von Vater zu Sohn weitergegeben. Auf neun Hektar Land wachsen in der Gemeinde von Cavaion Veronese die Trauben für einen wunderbaren Bardolino Classico. Genießt die angenehme Ruhe auf dem Weinberg, probiert euch durch die feinen Tropfen und schafft vorher auf jeden Fall ausreichend Platz im Kofferraum! So können die Fahrer unter euch auch später noch in den Genuss von ein bis fünf Gläsern kommen.

10

© Miramonti Vom Infinity Pool aus über Meran gucken im Miramonti

Eines der schönsten Wellnesshotels in Südtirol befindet sich gleich über Meran. Hier oben in Hafling warten der wahrscheinlich krasseste Infinity-Pool, mehrere Saunen, Ruheräume, ein Whirlpool im Freien und eine große Sonnenterrasse, auf der man sich auch im Frühling schon hervorragend sonnen kann. Das Miramonti liegt schließlich auf 1230 Metern Höhe. Wem das tollste Zimmer, die Owner Loft ab 177 Euro pro Person und Nacht, zu teuer ist, nächtigt entweder in einem „M-Room" ab 119 Euro oder gönnt sich einfach einen Wellness-Tag mit anschließendem Aperitif auf der Terrasse oder im Panorama-Restaurant.

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© Verena Borell Südtiroler Spezialitäten auf dem Meraner Markt einkaufen

Mit dem Frühling startet auch der wöchentliche Meraner Markt in der oberen Freiheitsstraße, in der Nähe des Sandplatz. Immer samstags werden hier ausschließlich Südtiroler Natur- und Handwerkserzeugnisse verkauft. Neben jeder Menge Lebensmittel  – von Südtiroler Speck, Schütelbrot bis hin zu regionalem Obst und Gemüse – gibt's hier auch Handgemachtes zu kaufen: Schmuck, Geschirr und Haushaltswaren. Ebenfalls einen Besuch wert ist auch der Meraner Bauernmarkt, der ebenfalls samstags, allerdings schon von 8 bis 12 Uhr in der Galileistraße stattfindet.

Titelbild: © Verena Borell

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