Innsbruck – 11 Tipps für die österreichische Stadt

von Nina Vogl

Achtung, fun facts: Innsbruck liegt nur 60 Meter höher als München, hat gerade mal 60 Einwohner mehr als Ingolstadt, wovon knapp ein Viertel Studenten sind, und Innsbruck ist vermutlich die Stadt mit der höchsten ganzjährigen Mützendichte. Von München seid ihr schnell dort. Für läppische acht Euro kommt ihr mit dem Flixbus in die Tiroler Landeshauptstadt. Innsbruck ist umgeben von wunderschönen Bergketten und egal, wo ihr gerade in der Stadt seid, irgendeinen Gipfel sieht man immer. Genau, wie im Winter immer irgendjemand mit einem Paar Ski über der Schulter an einem vorbeiläuft.

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© Moustache Café und Bar Kaffee trinken und in Bücher schmökern bei Moustache Café & Bar

Absolutes Wohnzimmer-Feeling findet ihr bei Moustache Café & Bar, gleich um die Ecke vom berühmten Goldenen Dachl. Trotz der Lage hat das Café allerdings nichts mit einer Touristenabsteige zu tun. Hier könnt ihr eigentlich den ganzen Tag abhängen. Morgens Kaffee, mittags hausgemachte Falafel, Salate und kleine Gerichte, abends Drinks. Dazu ein paar Bücher, freies W-Lan, Spielsachen für die Kinder und immer wieder verschiedene Events. Eigentlich könnten wir hier gleich einziehen!

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© Natália Zajačiková Konzerten lauschen, Ausstellungen besuchen & Co-Working in der Bäckerei Kulturbackstube

Wer hier eine Bäckerei mit Semmeln und Croissants erwartet, den müssen wir leider enttäuschen. In der ehemaligen Großbäckerei findet ihr dafür aber einen sehr lebendigen Ort für alles rund um Kunst und Kultur. Hier gibt es wirklich Nichts, was es nicht gibt. Die Räumlichkeiten bieten Platz für jeden, der mitwirken und sich künstlerisch und kulturell austoben möchte. Schaut unbedingt ins Programm, wenn ihr in Innsbruck seid und freut euch auf Konzerte, Poetry Slams, Fuck Up Nights, Ausstellungen, Meditationen, verschiedene Workshops und einen privat organisierten Mittagstisch, für den man sich anmelden kann. Wenn ihr ein paar Stunden arbeiten wollt, gibt es auch einen günstigen Co-Working Space. Ein wirklich spannender Ort, der sich ständig wandelt, und den ihr nicht verpassen solltet.

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© Nala Individuellhotel Schlafen im Grünen mitten in der Stadt im NALA Individuellhotel

Es war einmal ein in die Jahre gekommenes 50er Jahre-Hotel im westlichen Teil der Innsbrucker Innenstadt. Viel erinnert nicht mehr daran, denn heute ist das NALA Individuellhotel ein wahres Gesamtkunstwerk. Obwohl es mittendrin liegt, bietet es so viel Grün, so viel Rückzugsmöglichkeit und so viel zu sehen, dass man am liebsten einen ganzen Tag nur fürs Hotel einplanen möchte. Im Innenhof, dem Leseraum und auf der Dachterrasse lässt es sich meisterlich entspannen, die 57 Zimmer sind allesamt echte Design-Hingucker und Restaurant und Bar laden sowieso dazu ein, meisterlich zu versacken. Und dank der wohlriechenden Zirbenkissen schlaft ihr wie die Könige!

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© Nowhere Store Hippe Styles shoppen im Nowhere Shop

Innsbruck ist klein und trotzdem findet man irgendwie alles, was man so braucht. Zum Beispiel richtig coole Klamotten abseits von Ski- und Snowboard-Chic. Mit ihren Beuteln und Shirts mit dem Aufdruck "Es keat oanfach viel mehr gschmust" haben sich die Jungs von Nowhere Fashion aus Innsbruck über ihre Heimat hinaus einen Namen gemacht. 2013 haben sie ihren ersten Shop eröffnet, in dem ihr die hippen Styles ihrer eigenen Kollektion – alles fair gehandelt und aus Bio-Baumwolle – sowie Kleidung von Marken wie Native Youth, 24colours, Obey oder Dr. Martens erstehen könnt. Wer eher auf Vintage und Second Hand steht, muss einfach nur einmal über die Straße gehen, denn da wartet Nowhere Vintage mit einer feinen Auswahl gebrauchter Mode.

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© Paul Gilmore | Unsplash Rundumblick, Alpenzoo & jede Menge Sport auf der Nordkette

Also eigentlich könnten wir einen eigenen Guide machen mit dem Titel "11 Dinge, die ihr immer auf der Nordkette machen könnt". Die Bergkette im Norden Innsbruck ist allgegenwärtig in der Stadt – und natürlich auch schwer zu übersehen. Das Freizeitparadies mit 360 Grad Blick über Innsbruck und das Karwendel müsst ihr aber nicht zu Fuß erklimmen, denn dafür gibt es die topmoderne Hungerburgbahn. Die bringt euch mitten aus der Stadt erst einmal auf die Hungerburg, dem höchst gelegenen Stadtteil Innsbrucks. Von dort geht es mit der Seegrubebahn weiter auf knapp 2000 Meter. Und wie gesagt, hier könnt ihr wirklich viel machen, ob Wandern, Mountainbiken oder einfach die Aussicht genießen im Sommer oder Skifahren im Winter. Wenn ihr aktiv werden wollt, dann kommt ihr an der Nordkette nicht vorbei. Eine der berühmtesten Attraktionen ist der Innsbrucker Alpenzoo mit Wildkatzen, Bibern, Murmeltieren, Schneehasen und vielen anderen Tierarten aus der Alpenregion.

  • Hungerburgbahn
  • Rennweg 3, 6020 Innsbruck, Österreich
  • Montag – Freitag: 7.15–19.15 Uhr, Samstag & Sonntag: 8.00–19.15 Uhr, alle 15 Minuten
  • Bergfahrt ab 16,40 Euro, Berg- und Talfahrt ab 27,40 Euro, Ski-Tagesticket: 36,50 Euro, Fahrt und Eintritt Alpenzoo: 15 Euro
  • Mehr Info
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© Kater Noster Mittags Kaffee trinken und abends Gin Tonic auf der Party schlürfen im Kater Noster

Ist das jetzt ein Café, eine Bar, eine Galerie oder doch ein Club? Das Kater Noster kann von allem etwas. Tagsüber schlürft ihr Dinzler-Kaffee, hausgemachte Lavendel-Zitronen-Limonade (richtig gut!) oder eine Suppe. Abends schwingt ihr euch dann aus dem Vintage Sofa an die Bar und gönnt euch einen Gin Tonic aus der Blechdose. In dem großzügigen Lokal treffen sich vor allem Studenten, die das Kater Noster nicht nur für den Vibe, sondern auch die verschiedensten Events lieben. Flohmarkt, Salsa-Abend, Kater Swing, auch mal ein kleines Konzert oder eine Party im Keller. Wer hungrig kommt, muss sich mit Suppe zufrieden geben oder lässt sich direkt nebenan im Restaurant Gang & Gebe meisterlich bekochen.

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© Gang & Gebe Tiroler Tapas und Signature Drinks im Gang & Gebe

Wem die Suppen im Kater Noster als Essen nicht genügen, der findet nebenan ein Restaurant, das es in jeder hippen europäischen Großstadt auch geben könnte. Das Gang & Gebe überzeugt aber nicht nur optisch mit seinen untapezierten Wänden und cleanem Industriecharme. Auch die aufwendig angerichteten Teller sind Augen- und Gaumenschmaus zugleich. Die Karte teilt sich in "Gang" mit größeren Gerichten und "Gebe" mit kleineren Portionen zum Teilen. Wir sind ja Fans vom Sharing Prinzip, und wie die Küche im Gang & Gebe den Spagat zwischen Tiroler Traditionsgerichten und internationalen Einschlägen meistert. Dazu zaubern euch die Bartender passende Drinks und wer sich schon mal Appetit holen möchte, sollte sich mal den schicken Instagram Account des Restaurants anschauen.

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© Innsbruck Tourismus | Christof Lackner Die klassische Touri-Tour auf den Spuren der Habsburger machen

Wir müssen kurz mal ehrlich sein: Innsbruck liegt zwar höchst pittoresk in einer malerischen Alpenlandschaft, die Stadt selbst ist aber an vielen Ecken gar nicht mal so schön. Wenn das die Habsburger heute wüssten, denn natürlich reichte der Einfluss des Adelgeschlechts auch bis in den Westen Österreichs und so hat Innsbruck die meisten prunkvollen Sehenswürdigkeiten Kaiser Maximilian I. zu verdanken. Ganz vorne dabei – ohne ein Foto wart ihr nicht in Innsbruck – natürlich das Goldene Dachl mit seinen 2.657 feuervergoldeten Kupferschindeln. Das Museum ist dann etwas für die ganz hartgesottenen Geschichtsfreaks. Alle anderen erweitern ihre Touristen-Foto-Sammlung noch um Shots von der Hofburg, der Hofkirche und wenn die Zeit reicht vom Schloss Ambras. Das liegt etwas weiter draußen im Osten, aber die Wege sind in Innsbruck sowieso nicht weit. Außerdem lockt das Schloss nicht nur mit schönen Fotomotiven, sondern auch mit dem netten Café Ferdinand.

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© p.m.k. Trinken und tanzen in den Innsbrucker Bögen

Wien hat sie, Berlin hat sie und auch Innsbruck reiht sich ein in die Liste der Städte, in denen die jungen Menschen unter Bahngleisen feiern. Innsbrucks Bar- und Clubmeile, die von allen nur "Die Bögen" genannt wird, ist vielseitiger als man glauben könnte. Für alle, die Bock auf Technoparty haben, öffnet der Tante Emma Club immer mittwochs, freitags und samstags ab 22 Uhr seine Türen. Ähnliche Öffnungszeiten, aber dafür mehr House, Disco und auch mal Hip Hop findet ihr im Project, in dessen Gewölbe es sich meisterlich bis in die frühen Morgenstunden tanzen lässt. Live-Konzerte von Mavi Phoenix bis Metal gibt es im p.m.k. Alles ist in Laufweite und nur einen Katzensprung voneinander entfernt.

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Kilyan Sockalingum | Unsplash Filme abseits vom Mainstream schauen im Leokino

Warum geht man eigentlich immer nur daheim ins Kino? Innsbruck hat gleich zwei schuckelige Programmkinos am Start, in denen ihr Filme abseits des Mainstreams schauen könnt. Leokino und Cinematograph sind in Sachen Arthouse und Independent-Filme richtige Institutionen nicht nur in Innsbruck, sondern in ganz Westösterreich. An einem ruhigen Nachmittag könnt ihr in den Kinosälen auch mal richtig viel Privatsphäre genießen. Und im Gegensatz zu den riesigen Filmtempeln, lädt das Leokino mit der schönen, kleinen Bar auch vor und nach den Filmen zum Verweilen ein.

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© Felix Pirkel Super Sandwiches, guten Sound und ein bisschen Kunst im John Montagu genießen

Dürfen wir vorstellen? John Montagu, 4 Earl of Sandwich gilt als Urvater des belegten Brotes. Keine große Überraschung also, dass ein Sandwichladen so heißt – oder, dass es in einem Laden, der so heißt, Sandwiches gibt? Ist ja auch egal, Hauptsache es schmeckt. Die Sandwiches mit frischen Zutaten gibt es in den verschiedensten Kombinationen und mit frischestem Brot – da werden Veganer genauso happy, wie Menschen mit Hunger auf Fleisch. Und weil die Innsbrucker Gastronomien gefühlt alle so vielseitig sind, gibt es dazu noch Kunst im Treppenhaus oder Events und Partys im Keller.

Titelfoto: © Nicole Baster | Unsplash

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