Rom – 11 tolle Tipps für die italienische Hauptstadt

Ciao Roma! Die ewige Stadt Rom ist ein riesiges Freilichtmuseum, in dem sich hinter jeder Ecke Kultur und Geschichte verbergen. Rom ist ein Ort, an dem die locker-lässige Attitüde des Südens und die geschäftstüchtige Manier Norditaliens miteinander verschmelzen und das auf besonders charmante Weise. Prunkvolle Bauten, kleine Cafés, riesige Parkanlagen und zahlreiche Kirchen, die mit ihren Malereien um die Wette eifern. In Rom pulsiert das Leben, nicht zuletzt auch wegen der vielen Universitäten der Stadt und der Unmengen Touris, die durch die Straßen strömen. Damit ihr die italienische Hauptstadt auch ein wenig abseits der Touri-Gegenden kennenlernt, habe ich euch die 11 besten Rom Tipps für euren nächsten Urlaub in der italienischen Hauptstadt rausgesucht!

ROM – GUT ZU WISSEN

DIE BESTEN ROM TIPPS

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© Milena Magerl Durch die schönsten Gassen der Stadt bummeln in Trastevere

Trastevere ist das Ausgehviertel von Rom. Hier reiht sich eine Bar an die nächste, und abends ist hier richtig was los, wenn die Restaurants und Bars ihre Tische auf die Straße stellen und sich Touris zwischen italienische Studenten schmuggeln. Ich empfehle euch, aber auch tagsüber mal hier vorbeizuschauen. Denn in den kleinen Häuschen, die in den unterschiedlichsten Ocker- und Brauntönen leuchten, gibt es jede Menge Galerien und tolles Kunsthandwerk zu entdecken. Wenn es euch zu heiß wird, könnt ihr im gigantischen Orto Botanico unter den schattigen Palmen ein Päuschen einlegen und dolce vita genießen!

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Palazzo Venezia_Rom_Italien

© Milena Magerl Den Papageien lauschen im Innenhof des Palazzo Venezia

Der Innenhof des Palazzo Venezia ist eine Oase der Ruhe inmitten des Trubels rundum die Piazza Venezia. Während sich draußen auf den Straßen Roller zwischen die Autos drängeln, und ein nie enden wollendes Hupkonzert stattfindet, könnt ihr im Innenhof des Palazzo natürlichen Sounds lauschen. Denn in den riesigen Palmen verstecken sich zahlreiche bunte Papageien. Auf den Bänken sitzen viele Italiener, die hier ihre Mittagspause verbringen.

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Kuppel_Sant Ignazio di Loyola_Rom_Italien

© Milena Magerl Die optische Täuschung in der Kirche Sant’ Ignazio di Loyola entdecken

Die Kirche Sant’ Ignazio di Loyola ist ein wahres Gesamtkunstwerk, das sich neben Nachbarn wie der Sixtinischen Kapelle oder dem Kolosseum blicken lassen kann. Hier könnt ihr jedes kleine Detail der berühmten Fresken, die täuschend echt aussehen, mit Hilfe eines riesigen Spiegels betrachten. Das Highlight ist aber eine andere perspektivische Meisterleistung: Die riesige schwarz leuchtende Kuppel, die eigentlich gar keine Kuppel ist! Diese Kühnheit der illusionistischen Malerei entdeckt man erst, wenn man sich von der Marmorscheibe, die den Fokuspunkt markiert, weg bewegt.

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Villa Borghese_Rom_Italien

© Milena Magerl Mit einem Pincio durch den Park der Villa Borghese cruisen

Was machen italienische Studenten am Wochenende? Sie schnappen sich ihre besten Freunde, mieten ein Pincio und cruisen damit durch den Park der Villa Borghese. Das ist eine super Möglichkeit, um alle Ecken des gigantischen Parkareals zu erkunden, und macht enorm viel Spaß! Ich würde euch empfehlen, ein motorisiertes Vehikel zu leihen, ihr seid ja schließlich im Urlaub! Im Casino mobile könnt ihr die Galleria Borghese bewundern und im Anschluss bis zur Terazza del Pincio fahren. Hier habt ihr einen fabelhaften Ausblick über die Stadt. Im Sommer, der in Rom endlos zu sein scheint, werden abends Filme im Open-Air-Kino Borghese gezeigt.

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Hotel de Russie_Rom_Italien

© Milena Magerl Vom Großstadtdschungel in die grüne Oase eintauchen im Hotel de Russie

Zwischen dem beeindruckenden Obelisken auf der Piazza del Popolo und der berühmten spanischen Treppe befindet sich in der Via del Babuino das schicke Hotel de Russie. Weil sich nur die Wenigsten eine Nacht in der 5-Sterne-Residenz leisten können, haben wir einen anderen Tipp für euch. Lasst euch von dem fein gekleideten Wachmann an der Tür nicht abschrecken und lauft durchs Hotel, bis ihr zum Innenhof kommt. Dann heißt es erstmal staunen! Denn der kleine Hof ist von Palmen, weißen Orchideen und überdimensionalen Hortensien umgeben. Auch wenn eine Tasse Kaffee hier deutlich teurer ist als an anderen Orten Roms, lohnt es sich hier ein bisschen zu verweilen. Wer low-budget-mäßig unterwegs ist, schaut einfach einmal durch die Glasscheibe und tritt dann wieder den Rückweg an, der Blick ist es wert, versprochen!

6
Schlüsselloch_Rom_Italien

© Milena Magerl Durchs Schlüsselloch auf dem Aventin Hügel gucken

Der Aventin ist einer der berühmten sieben Hügel, auf denen die Stadt Rom errichtet wurde. Wer hier wohnt, hat es geschafft. Hier reiht sich eine prunkvolle Villa an die nächste. Darunter auch die Villa Malta, in der sich die Botschaft des Malteserordens und ein wunderschön angelegter Garten befindet. Auch wenn dieser nicht zugänglich ist, findet sich hier meist eine kleine Schlange an Menschen vor dem riesigen grünen Tor, um durch das kleine Schlüsselloch zu gucken. Denn die Aussicht ist genial! In Italien stehend, reicht euer Blick bis hin zum Petersdom im Vatikan, den ihr umrahmt von einer Allee aus Bäumen, in der Ferne erblicken könnt.

7
Orangengarten_Rom_Italien

© Milena Magerl Die beste Aussicht über Rom genießen im Giardino degli Aranci

Überall in Rom säumen Orangenbäume, an denen saftige Zitrusfrüchte in Hülle und Fülle wachsen, die Straßen. Dennoch lohnt sich ein Besuch im Giardino degli Aranci. Denn von hier aus habt ihr die absolut beste Aussicht auf die bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Rom – no Hop-on-Hop-off-Bus needed! Während ein talentierter Straßenmusiker auf seiner Gitarre spielt, könnt ihr euch auf einer der schönen Bänke niederlassen und euren plattgetretenen Füßen eine Pause gönnen!

8
Villa Farnesina_Rom_Italien

© Milena Magerl Kunst gucken in der Villa Farnesina

Wer in Rom war und sich keine Kunstwerke bedeutender italienischer Maler oder traditionelle Baukunst angeguckt hat, hat Rom nicht verstanden. Die Renaissance-Villa Farnesina, ein Wahrzeichen römischer Geschichte ist definitiv einen Besuch wert, auch für Kunstbanausen. Sie wurde Anfang des 16. Jahrhunderts von dem berühmten Kunstmäzen Agostini Chigi in Auftrag gegeben, und einige der bekanntesten Künstler dieser Zeit waren an der künstlerischen Ausstattung der Villa beteiligt. Darunter auch der berühmte Raffael, den ihr bestimmt aus dem Kunstunterricht in der Schule kennt. Das Gebäude ist von einem herrlich angelegten Garten umgeben, in dem die unterschiedlichsten Zitrusfrüchte wachsen. Italien pur!

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Mosaikhandwerk_Rom_Italien

© Milena Magerl Das traditionell italienische Mosaikhandwerk erlernen

Der Kulturverein Aegea Mosaike ist eine Werkstatt, die für die Konstruktion von traditionell römischen Mosaiken bekannt ist. Hier könnt ihr unter der Anleitung  einer talentierten Künstlerin, euer eigenes Mosaik für Zuhause kreieren. Mit Hammer und Meißel dürft ihr eure eigenen Steine zurechtschneiden und nach Vorbild oder eurer Fantasie ein kleines Kunstwerk kreieren. Überall könnt ihr die noch unfertigen Mosaike italienischer Schüler bewundern, die hier an mehrwöchigen Kursen teilnehmen.

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Satyrus Bar_Rom_Italien

© Milena Magerl Jazz hören, Theater gucken oder tanzen in der Satyrus Bar

Es ist einer der skurrilsten Orte Roms, den ihr definitiv besuchen solltet, wenn ihr euch unauffällig unter die Römer mischen wollt. Angrenzend an die bezaubernde Parkanlage der Villa Borghese und gegenüber der Nationalgalerie Moderner Kunst befindet sich die zeitgenössische Bar Satyrus. Ein Schmelztiegel verschiedener Künste: Hinter der Bar werden die besten Aperol Spritz der Stadt gemischt, in den Nachmittagsstunden folgt Musik auf Schauspiel, auf Performance. Extravagante Künstler, talentierte Tänzer oder überragend gute Jazzmusiker zeigen hier ihr Können!

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Trinkwasserbrunnen_Rom

© Milena Magerl Kostenlos aus den Quellen Roms trinken

Der ungewöhnlichste, aber vielleicht auch der beste Tipp: Wenn ihr nach Rom reist, solltet ihr unbedingt eure Trinkflaschen mitnehmen. Denn der größte Luxus der Stadt am Tiber sind die über 2500 Trinkwasserbrunnen, die überall zu finden sind. Die Römer nennen diese Trinkwasserquellen liebevoll Nasoni, was so viel wie "große Nasen" bedeutet. Statt ständig neue Plastikflaschen kaufen zu müssen, könnt ihr euch hier kostenlos mit klarem, gekühltem (!) Wasser versorgen. Das ist vor allem in der Sommerzeit, wenn die Sonne vom Himmel brennt und die Hitze über der Stadt liegt, von Vorteil. Jeder Brunnen ist einzigartig, mal könnt ihr Wasser aus dem Mund eines Löwen schöpfen, mal aus dem Schnabel eines Pfaus oder aus einer kunstvoll verzierten Säule trinken.

Titelfoto: © Milena Magerl

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