Sizilien – 11 Tipps für deinen nächsten Urlaub auf der italienischen Insel

Sizilien ist ein italienischer Klassiker. Die "Stiefelspitze" Italiens wird zwar leider oft mit der Mafia Cosa Nostra (die auch immer noch großen Einfluss auf den Alltag der Sizilianer hat) und Armut in Verbindung gebracht, ist aber so reich an Traditionen, vor allem kulinarischen, dass man der Insel mehr als nur ein verlängertes Wochenende schenken sollte. Die Sizilianer sind stolz auf ihre Insel, und das spürt man beim Laufen durch die Straßen. Vor allem die Handwerkskunst, die man überall auf der Insel in Form von schönen Keramikvasen und kunstvollem Schmuck sehen kann, und das Essen sind unglaublich. Foodies werden hier ihre wahre Freude an Süßem, Kaffee und Pasta haben. Veganer werden auf Sizilien allerdings nicht glücklich: Dafür lieben die Sizilianer zu sehr Ricotta und Käse.

SIZILIEN – GUT ZU WISSEN

DIE BESTEN TIPPS FÜR SIZILIEN

1
Cefalù

© Marit Blossey Spaziere durch das süße Küstenstädtchen Cefalù

Cefalù ist eine kleine Stadt im Norden Siziliens, die von den Griechen gegründet wurde und mit ihrer gut erhaltenen Kathedrale, dem Hafen und einem Sandstrand direkt am Fuße der Altstadt längst kein Geheimtipp mehr ist. Trotzdem ist Cefalù definitiv einen Stopp auf eurer Reise wert: Hier macht es richtig Spaß, sich einfach treiben zu lassen, sich in den kleinen Gassen zwischen den Terracotta-Häuschen zu verlieren und zwischendurch kurz ins Meer zu hüpfen – oder den imposanten Granitfelsen La Rocca zu besteigen, der über der Stadt thront.

2
Arèa

© Marit Blossey Trinke Espresso und Spritz in der Sonne in Palermo

Im Italienurlaub gibt es doch nichts Schöneres, als dieses eine Café mit der perfekten Terrasse zu finden, auf der man sich in der Mittagssonne niederlässt, einen Espresso bestellt, das Treiben auf der Piazza beobachtet, dann einen Spritz bestellt, dann vielleicht noch einen, und auf einmal ist es später Nachmittag. Genau so einen Nachmittag könnt ihr in Palermo hervorragend beim Arèa verbringen. Das hübsche Lokal mit Holzmöbeln auf der Piazza di Rivoluzione ist eine Mischung aus Café, Bar und Treffpunkt für die lokale Kunst- und Kulturszene. Im Arèa finden regelmäßig Ausstellungen und Veranstaltungen statt, außerdem bekommt ihr den Aperitivo hier günstiger als auf touristischen Hauptstraßen Palermos und kommt schnell mit den Locals am Nebentisch ins Gespräch.

3

© Charlott Tornow Wandele auf den Spuren der Griechen im Tal der Tempel in Agrigent

Die Akropolis im griechischen Athen zählt für viele zu den bedeutendsten Tempeln des alten Griechenland. Dabei lässt sich auch auf Sizilien wunderbar auf den Spuren des antiken Griechenlands wandeln. Akragas, das heutige Agrigent, wurde 582 v. Chr. gegründet. Im 5. Jahrhunderts v. Chr. wurden hier auf einem Höhenzug zahlreiche monumentale Tempel errichtet, die zum Teil noch in einem erstaunlich guten Zustand sind. Besonders der Concordiatempel kann es lässig mit dem Theseion in Athen aufnehmen.

4

© Charlott Tornow Die Scala dei Turchi besteigen

Eigentlich ist es verboten, auf die Scala dei Turchi zu steigen. Der halbherzig angebrachte Zaun hält dennoch niemanden davon ab, den monumentalen Felsen zu erklimmen, der spitz aus der sizilianischen Küste herausragt und wie eine Treppe geformt ist. Der Felsen besteht aus weichem Mergel, sodass sich bereits viele Besucher in das Gestein verewigt haben.

5

© Charlott Tornow Flaniere durch die barocke Stadt Noto auf Sizilien

Noto im Süden Italiens ist ein barocker Märchentraum. Die Stadt wurde im 18. Jahrhundert nach einem Erdbeben komplett neu geplant und thront jetzt versteckt auf einem kleinen Plateau in der Nähe des Meeres. Die Stadt zählt gerade mal knapp 24.000 Einwohner, beherbergt aber über 30 Kirchen. Die Imposanteste davon ist die Kathedrale San Nicolò, deren riesige Freitreppe beliebtes Fotomotiv ist. Am bekanntesten ist Noto bei vielen durch die Netflix-Serie Chef's Table, in der die über drei Generationen geführte Pasticeria Caffé Sicilia vorgestellt wird, in der ihr typisch sizilianisches Gebäck und Eiscreme essen könnt. Die ist zwar nicht leckerer als woanders in Sizilien, aber die warme Mandelsuppe gibt es wohl nirgendwo sonst und sollte unbedingt probiert werden!

6

© Charlott Tornow Einen Pasta-Kochkurs in Palermo machen

Wer auf Sizilien keine Pasta isst, hat Sizilien nicht erlebt. Die klassischen Pasta-Rezepte kann man am besten bei einem Kochkurs erlernen, zum Beispiel bei dem von Paola. Die herzliche und offene Food-Entrepreunerin ist Sizilianerin und betreibt eine Farm inklusive Restaurant im Herzen Siziliens. In Palermo bietet sie neben Arancini- und Cannoli-Kochkursen auch einen Pasta-Kurs an, bei dem man die Herstellung von Tagliatelle, Gnocchi and Ravioli sowie der passenden Sauce lernt. Paola nutzt ein altes sizilianisches Getreide zur Herstellung der Pasta, das besonders bekömmlich ist und sich geschmacklich von normalem Weizen extrem unterscheidet. Besonders schön ist auch, dass man vor dem eigentlichen Kurs mit Paola auf einen der schönsten und ältesten Märkte Palermos die Zutaten einkaufen geht und dabei viel über die kulinarischen Traditionen Siziliens lernt. Den Kurs könnt ihr über Airbnb buchen – auf Nachfrage sind auch vegetarische und vegane Optionen möglich.

7

© Charlott Tornow Lustwandele über die schöne Isola Bella

Bei einem Ausflug in die Stadt Taormina, die besonders für ihr altes griechisch-römisches Theater mit Blick auf das Ionische Meer und den Ätna bekannt ist, solltet ihr einen Stop auf der hübschen, verwinkelten und mit Pflanzen überwucherten Insel Isola Bella einlegen, die vom Strand aus über eine Sandbank zugänglich ist. Die unter Naturschutz stehende Insel beherbergt ein kleines, hübsches Häuschen, das zum Träumen einlädt. Vom Strand aus kann man übrigens auch Bootstouren zur Grotta Azzurra machen.

8

© Marit Blossey Arancini essen bei Sfrigola

Arancini sind typisch sizilianische Reisbällchen, die gefüllt und frittiert sind – und sofort süchtig machen. Die klassische Füllung besteht aus dem sizilianischem Ragu (gehacktes Rindfleisch, Erbsen, Tomaten, Zwiebeln), aber auch andere Füllungen kommen je nach Gusto in die Bällchen. Bei sfrigola palermo sind die Arancini handgemacht und unendlich lecker. Berliner Street-Food-Macher, bringt Arancini sofort nach Berlin!

9
San Vito Lo Capo

© Marit Blossey Entdecke die schönsten Buchten in San Vito Lo Capo

San Vito Lo Capo befindet sich am nordwestlichsten Zipfel Siziliens und ist berühmt für türkisblaues Wasser und traumhaft schöne Sandstrände, die sich mit eindrucksvollen Steilküsten abwechseln (für Mutige: Die Gegend hier ist auch ein besonders beliebtes Klettergebiet). Vor allem der Hauptstrand von San Vito Lo Capo ist wirklich wunderschön, allerdings wissen das auch viele andere Menschen. Es lohnt sich deshalb, sich ein wenig vom Ortszentrum zu entfernen und eine der kleineren Buchten zu entdecken. Wer von dem paradiesischen Anblick nicht genug bekommen kann: Im Hafen von San Vito Lo Capo starten auch Bootsausflüge in die Naturschutzgebiete Zingaro und Scopello.

10

© Charlott Tornow Wandern im Gole dell' Alcantara

Wandern kann man in Sizilien vor allem im Landesinneren, aber auch in der Nähe der Ostküste gibt es einige Schmankerl, zum Beispiel das Gole dell'Alcantara. Die Schluchten am Fluss Alcantara bestehen aus erkaltetem Lavagestein des Ätna, in das sich das Wasser des Flusses eingefressen hat. Heute kann man an der 20 Meter tiefen und vier bis fünf Metern breiten Schlucht wandern – und sogar baden. Zu dem Flussbett gelangt man über den Gole Alcantara Botanical and Geological Park.

11

© Kitsch Sizilianische Tapas essen im Kitsch Mercato di Rarità in Catania

Catania wird gern als Ausgangspunkt für Vulkantouren auf den Ätna genutzt (wenn er mal nicht ausbricht), hier kann man aber auch ganz fantastisch essen und trinken. Im Kitsch servieren Giuseppe und Antonio ausgefallene Tapas, die die sizilianische Küche neu interpretieren. Hier werden frisch mit besten Zutaten gekocht. Und wer schon hier ist, sollte unbedingt auch den Wein links liegen lassen und einen Blick auf die Cocktail-Karte werfen, die den klassischen Aperol Spitz einen frischen Twist verpasst.

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