Diesen Sommer kannst du von Sylt nach Salzburg mit dem Nachtzug fahren

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Nachdem wir durch die Corona-Krise unsere kompletten Sommerurlaubspläne über den Haufen werfen mussten und lange nicht wussten, ob und wie Urlaub 2020 überhaupt möglich ist, stehen viele von uns jetzt vor einem Dilemma, weil sie gar nicht wissen, was sie machen sollen. Ich hätte da eine Idee für alle Unentschlossen: Wie wäre es, einfach mal mit dem Nachtzug von der Nordsee nach Österreich zu fahren!?

Nachdem die Deutsche Bahn vor einigen Jahren das Nachtzug-Angebot aufgrund von Unwirtschaftlichkeit und geringer Nachfrage komplett einstellte, wächst das Interesse einer jungen, nachhaltigen Generation an dem Angebot. Blöd nur, dass es von Deutschland aus kaum Nachtzüge gibt. Aber viele Bahnunternehmen haben die Zeichen der Zeit erkannt und stocken wieder auf: Seit Kurzem gibt es eine neue Verbindung von Berlin nach Wien und jetzt mischt auch ein neuer privater Anbieter mit: RDC Deutschland startet am 4. Juli den Alpen-Sylt Nachtexpress von Salzburg nach Sylt und zurück.

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Von Sylt nach Salzbug in 16 Stunden

Der Nachtexpress verbindet dabei verschiedene Städte in Nord- und Süddeutschland sowie Österreich: Immer donnerstags und samstags startet der Zug 20 Uhr in Westerland auf Sylt und führt in 16 Stunden über Niebüll, Husum, Hamburg, Frankfurt, Aschaffenburg, Würzburg, Nürnberg, Donauwörth, Augsburg, München, Rosenheim, Prien am Chiemsee, Traunstein und Freilassing bis nach Salzburg. In Salzburg wiederum startet der Zug immer freitags und sonntags 16 beziehungsweise 17 Uhr. Den Fahrplan findest du hier.

Dabei wirkt der Preis auf den ersten Blick ziemlich heftig: 399 Euro kostet ein Ticket pro Fahrt. Allerdings gilt das Ticket für sechs Personen, also ein gesamtes Zugabteil mit Liegewagenausstattung; und im Preis enthalten sind Bettbezüge und Handtücher für alle Fahrgäste. Wer also als Familie oder mit den Freunden unterwegs ist, kann hier ordentlich sparen. Und das Gute ist, dass man in dem Nachtexpress sehr gut Corona-sicher Bahn fahren kann: Im Gegenzug zu den aktuell viel zu überfüllten DB-Zügen hast du das Abteil für dich und deine Mitreisenden. Laut Aussage von RDC werden zusätzliche Hygienemaßnahmen getroffen und im eigenen Abteil müssen die Reisenden keinen Mund-Nasen-Schutz tragen. Klingt ziemlich entspannt!