11 Tipps, wie du richtig coole Urlaubsfotos machst

© Thomas de LUZE | Unsplash

Du fragst dich, wie eigentlich diese ganz schönen Fotos auf Instagram entstehen und möchtest deine eigenen Skills endlich mal ein bisschen verbessern? Dann habe ich hier 11 einfache Tipps für dich, wie du in Zukunft mehr aus deinen Urlaubsfotos herausholen kannst. Vorab: Ich bin keine ausgebildete Fotografin, sondern habe mir im Prinzip alles selbst beigebracht und lerne selbstverständlich immer noch dazu. Diese Tipps haben sich für mich definitiv bewehrt. Wenn ihr selbst noch Tipps fürs Fotografieren habt, die ich in dieser Liste nicht beachtet habe, dann schreibt mir gern.

1. Hol dir mit Grover eine Kamera, die zu dir passt

Du möchtest in deinem nächsten Urlaub mal eine neue Kamera oder sogar Drohne nutzen, anstatt immer nur mit dem Handy schnelle Schnappschüsse zu machen? Dann solltest du mal bei Grover vorbeischauen. Auf der Website kannst du Technik – von Kameras und GoPros über Handys bis hin zu Computern und sogar E-Rollern – super easy monatlich mieten. Das Coole: Anstatt direkt etwas neu zu kaufen, kannst du während der Nutzung feststellen, welche Kamera eigentlich am besten zu dir passt. Denn es ist doch meistens so, dass wir vor dem Kauf von neuer Technik eigentlich nie wissen, ob uns die Handhabung gefällt, auch wenn alle von diesem oder jenen Modell schwärmen. Bei Grover kannst du aus zahlreichen verschiedenen Kamera-Modellen wählen und sie sogar noch kurz vor deinem Urlaub schnell zu dir nach Hause schicken lassen.

Je länger du dabei etwas von Grover mietest, desto günstiger wird der Monatspreis, wobei du immer auch später zu einer längeren Laufzeit wechseln und die monatlichen Kosten senken kannst. Dabei ersparst du dir die zum Teil horrenden Preise für eine neue Ausrüstung, und falls mal was kaputt gehen sollte, übernimmt die “Grover Care” 90 Prozent der Reparaturkosten. Falls dir die Kamera gefällt, behältst du sie einfach noch ein bisschen länger (oder kaufst sie, falls sie dir doch so gut gefällt), und wenn nicht, gibst du sie direkt zurück. So geht Nachhaltigkeit!

Wir arbeiten aktuell unter anderem mit der super neuen Canon EOS M6 Mark II, die neu knapp 900 Euro kostet. Bei Grover wiederum zahlst du nur 69,90 Euro monatliche Miete. Ziemlich guter Deal! Wir sind sehr zufrieden mit der Kamera und nutzen sie vor allem für Innensufnahmen und Porträts.

fotografiert mit der Canon EOS M6 Mark II © Milena Magerl

2. Ein gutes Objektiv reicht

Wenn ich auf Reisen bin, dann lass ich mich manchmal von dem Kamera-Equipment anderer Fotograf*innen einschüchtern – jeder kennt die Urlauber, die mit einem riesigen Fotorucksack, drei Objektiven und zwei Kameras auf der Jagd nach dem perfekten Motiv sind. Dabei kommt es ja immer darauf an, was man selbst erreichen will. Ich bin zum Beispiel viel in der Natur und in der Stadt unterwegs und benötige daher oft ein recht weitwinkliges Objektiv mit einer geringen Brennweite – diese Objektive haben den Vorteil, dass man einen sehr großen Ausschnitt aufs Bild bekommt, das ist super für weite Landschaften oder große Gebäude. Wenn du aber auch mal etwas aufnehmen willst, das sich weit weg befindet, ist ein Zoom-Objektiv von Vorteil. Oder willst du mal den Mond fotografieren? Dann benötigst du wiederum ein Teleobjektiv mit einer Brennweite ab 200mm.

Zu Anfang meiner Reisen habe ich immer mehrere Objektive mitgenommen, aber ich habe mittlerweile festgestellt, das mein Zoom-Objektiv von Sony mit 28mm bis 70mm Brennweite vollkommen für fast alle Situationen reicht. Das Coole: Du kannst dir dieses Modell auch bei Grover leihen.

3. Nimm ein Stativ mit

Ich finde, dass ein Stativ viel wichtiger als mehrere Objektive ist. Da ich meistens allein unterwegs bin, ist mein Stativ sowas wie mein Insta Husband geworden, denn Fotos wirken lebendiger, wenn Menschen oder andere sich bewegende Objekte darauf zu sehen sind. Ein Stativ ist aber auch hilfreich bei Nachtaufnahmen: Da der Lichteinfall in der Nacht so gering ist, verwackelt das Bild schnell, wenn wir Motive aufnehmen, während wir die Kamera in der Hand halten. Wenn du beispielsweise Fotos vom Sternenhimmel machen möchtest, dann benötigst du eine lange Belichtungszeit, während der die Kamera still stehen muss – auch hierfür ist ein Stativ essenziell. Ich nutze ein kleines einklappbares Stativ, das auf verschiedene Kamera-Modelle passt.

4. Taste dich langsam an die Funktionen deiner Kamera heran

Digitalkameras sind mit vielen Programmen ausgestattet, die viele Optionen bereithalten. Bei Anfängern ist wohl das Automatikprogramm am beliebtesten, da es automatisch die besten Einstellungen für das Motiv wählt. Allerdings bedeutet das nicht, das dein Foto danach unbedingt so aussieht, wie du es haben möchtest. Du solltest dich also unbedingt mit den Basics der Fotografie auseinander setzen, wenn du beispielsweise Herr über die Schärfentiefe oder die Belichtungszeit sein willst.

Die Blende (F) gibt an, wie viel Licht auf den Sensor der Kamera fällt. Je kleiner der Blendenwert (z.B. F 1,4), desto weiter ist die Blende geöffnet (mehr Licht fällt ein), was aber auch bedeutet, dass der Hintergrund verschwommener (die Schärfentiefe also geringer) ist. Diese Einstellung ist perfekt, wenn du den Fokus auf Objekte legen willst. Wenn du im Umkehrschluss eine Landschaft so fotografieren willst, dass alles auf dem Bild scharf ist, dann muss der Blendenwert hoch sein (z.B. F 10).

Ein zweiter wichtiger Wert ist ISO, mit dem du die Lichtempfindlichkeit beeinflusst. Bei guten Lichtverhältnissen, beispielsweise bei Sonnenschein, reicht ein ISO-Wert von 100. In der Nacht oder in dunklen Räumen reicht dieser Wert aber nicht mehr, dann muss der ISO-Wert nach oben hin angepasst werden. Je höher der ISO-Wert, desto größer ist aber das Bildrauschen. Bei den meisten Kameras kannst du den ISO-Wert so einstellen, dass die Kamera automatisch den besten Wert für die vorherrschenden Lichtverhältnisse wählt.

Zu guter Letzt kannst du im manuellen Modus auch die Belichtungszeit einstellen, die in Sekunden angegeben werden. Bei geringer Belichtungszeit, z.B. 1/1000s, fällt sehr wenig Licht auf den Bildsensor – bei guten Lichtverhältnissen wird ein Bild so immer noch scharf. Bei schlechten Lichtverhältnissen wiederum, z.B. in der Nacht, ist eine lange Belichtungszeit ratsam, damit so viel Licht wie möglich auf den Sensor fallen kann.

Gute Beispiele und Erklärungen zu den einzelnen Werten findest du beispielsweise auf der Seite von Flyeralarm.

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fotografiert mit der Sony Alpha 7 ii © Charlott Tornow

5. Achte auf besondere Perspektiven, Details und Formen

Es kann definitiv Spaß machen, einfach drauf los zu fotografieren, quasi aus der Hüfte heraus. Gerade in der Stadt habe ich meine Kamera oft angeschaltet neben mir baumeln, damit ich alltägliche Szenen schnell festhalten kann. Aber wenn du mehr Zeit zur Verfügung hast, kannst du dir einerseits schon vorab Gedanken machen, was du überhaupt einfangen willst, und dich andererseits länger mit einem Motiv auseinander setzen. Landschaftsbilder sehen beispielsweise spannend aus, wenn eine bestimmte Lichtstimmung (morgens oder abends, dramatische Wolken) vorherrscht oder ein Objekt (Mensch, Haus etc.) einer Szenerie Perspektive gibt. Achte auch auf kleine Details: Was macht ein Bild besonders, was hebt es von anderen ab? Fotografiere vor allem nicht nur das, was du schon bei Instagram gesehen hast, sondern gehe mit wachsamen Blick durch die Welt. Achte auf kleine Objekte, Linien, Formen, Schatten und Lichter. Auch ein Perspektivwechsel kann nicht schaden. Schau in der Stadt mal nach oben, gehe ganz nah ran und wage dich in luftige Höhen. Und natürlich gibt's noch den good old goldenen Schnitt, der eigentlich nie verkehrt ist: Alles über diese Gestaltungsregel kannst du zum Beispiel hier nachlesen.

6. Fotografiere auch mal früh am Morgen oder spät abends

Klar, im Urlaub schlafen wir eigentlich gern aus, einen atemberaubenden Sonnenuntergang kann man sich nicht herbei wünschen und letztendlich ist ja sowieso immer alles vom Wetter abhängig. Aber: Das Licht morgens und abends ist oft besonders schön und weich und taucht Plätze, die am hellichten Tag manchmal etwas zu hart wirken, in ein sanftes goldenes bis blau-warmes Licht. Es lohnt sich also, auch mal früh aufzustehen und auf einen Berg zu klettern, oder ein bisschen länger irgendwo auszuharren. Klar, gibt es einige herausragende Fotos, die quasi im Vorbeigehen entstanden sind, aber die meisten entstehen mit viel Geduld.

7. Gehe die Extra-Meile und warte nicht auf schönes Wetter

Besondere Motive warten nicht da, wo alle anderen schon waren. Gehe auch mal fernab der ausgetretenen Touristenpfade, besuche Orte, die vielleicht nicht so populär sind oder in jedem Reiseführer stehen. Und vor allem: Warte nicht darauf, dass die Sonne scheint. Klar, hoffen wir im Urlaub immer auf gutes Wetter, aber erstens kann man auch bei schlechtem Wetter eine gute Zeit im Urlaub haben, und zweitens wirken Motive oft ganz anders, wenn sich ein dramatischer Himmel über einer Landschaft aufbäumt oder die Straßen wie leergefegt wirken, wenn ein Schauer eine Stadt heimsucht. Gleichzeitig ist nichts gegen Fotos bei gutem Wetter einzuwenden. Ich halte nichts von dem herablassenden Begriff "Schönwetter-Fotograf" – es gibt ja viele andere Möglichkeiten, ein Motiv spannend zu gestalten.

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fotografiert mit der Sony Alpha 7 ii © Charlott Tornow

8. Fotografiere im RAW-Format

Um deine Fotos im Nachhinein nach deinen Vorstellungen zu bearbeiten, ist es essenziell, dass du im RAW-Format fotografierst. RAW bedeutet natürlich "roh" (im Fachjargon Rohdatenformat) und ist sowas wie das digitale Negativ deines Fotos. Beim Fotografieren werden die Fotos ohne Bearbeitung der Kameasoftware auf die Speicherkarte geschrieben, im Gegensatz zum JPEG-Format, das bei vielen Kameras oftmals vorab schon eingestellt ist. Das Problem: Wenn du im JPEG-Format fotografierst, kannst du im Nachhinein kaum noch etwas an deinem Foto ändern – oder nur sehr oberflächlich (siehe Punkt 9). Manchmal ist das okay, zum Beispiel wenn die Lichtbedingungen stimmen. Das RAW-Format bietet aber wesentlich mehr Möglichkeiten, einzelne Werte des Fotos nach deinen Vorstellungen anzupassen. Achtung: Fotos im RAW-Format sind meistens um die 40MB groß, weshalb deine Speicherkarte schnell voll ist, wenn du nicht genügend Speicherplatz hast.

9. Bearbeite deine Fotos mir Programmen wie Lightroom nach

Wenn ich ein Foto mache, kann ich es gar nicht abwarten, es endlich zu bearbeiten. Mittlerweile sind viele Systemkameras so gut, dass man an den Fotos kaum noch was ändern muss, aber manche Stimmungen, Lichter und Farben kann auch die beste Kamera nicht eins zu eins festhalten – oder manchmal hat man einfach eine andere Vorstellung davon, wie ein Foto aussehen soll. Dann kommen Bildbearbeitungsprogramme wie Lightroom ins Spiel, das mein absoluter Favorit ist. Wahrscheinlich hast du schon mal die Filter bei Instagram oder eine App wie VSCO genutzt. Lightroom ist so ähnlich, nur wesentlich mächtiger und genauer. Hier kannst du alle Farben einzeln, Lichter, Tiefen, Kontraste und vieles mehr einstellen. Du kannst die Grundlinien deines Bildes, das Rauschen oder die Schärfe anpassen. Kurzum: Du kannst nochmal richtig viel aus deinem Bild rausholen. Mach aber nicht den Anfängerfehler und ziehe die Sättigung zu hoch – das wirkt meistens sehr unecht. Aber je nachdem, was du mit dem Bild aussagen möchtest, sind deiner Kreativität natürlich keine Grenzen gesetzt.

10. Lasse deine Fotos bei einem guten Fotostudio entwickeln

Du hast ein tolles Motiv geknipst, das Foto genau so nachbearbeitet, wie du es haben willst – klar, du könntest es jetzt auf Instagram posten. Aber wie wär's, wenn du es dir mal ausdruckst und an die Wand hängst oder sogar verschenkst? Da du dir den ganzen Aufwand schon gemacht hast, empfehle ich dir, dein Foto in einem richtigen Fotostudio entwickeln zu lassen, denn die Mitarbeiter*innen sind auf Drucke spezialisiert –  im Gegenteil zu Drogerien wie Rossmann oder DM, wo du zwar Fotos entwickeln lassen kannst, aber zu einer im Vergleich eher minderwertigen Qualität. Oftmals bearbeitet die Software, die die Drogerien nutzen, die Fotos sogar noch selbstständig nach, sodass dein ausgedrucktes Foto nicht aussieht wie am Computer. Für den schmalen Taler empfehle ich beispielsweise das Online-Portal Whitewall, bei dem du günstig und in guter Qualität Fotos und Plakate drucken lassen. Profi-Tipp: Bei dem Export der fertigen Druckdatei solltest du darauf achten, dass du die Datei vorher in CMYK-Format umgewandelt hast. Online-Fotodateien nutzen das Farbschema RGB – wenn du dein Foto vor dem Druck nicht ordentlich exportierst, kann es passieren, dass die Farben auf dem fertigen Druck vom ursprünglichen Foto abweichen.

11. Mache deine Fotos zu kleinen Kunstwerken und lasse sie rahmen

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fotografiert mit der Canon EOS M6 Mark II © Charlott Tornow

Wenn ich mal nicht reise, hole ich mir das Fernweh nach Hause. Eine schöne Art, sich noch lange an den letzten Urlaub zu erinnern, ist zum Beispiel, sich die schönsten Urlaubsfotos an die Wand zu hängen. Aber bitte nicht in einem schnöden Rahmen von Ikea, sondern mit einem handgemachten! Ich habe mir zuletzt ein Foto aus Jordanien bei Frameworks Berlin rahmen lassen. Das Team fertigt passend zum Bild einen eigenen Holzrahmen in der Berliner Werkstatt und berät auch gern online – so entsteht ein absolutes Unikat, das einem kleinen Kunstwerk ähnelt.⁠⠀

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