Antwerpen – 11 Tipps für einen Trip nach Belgien

von Christin Otto

Die belgische Hafenstadt Antwerpen in Belgien ist ein ideales Ausflugsziel für einen Wochenendtrip. Das historische Zentrum samt Grote Markt und Liebfrauen-Kathedrale gehört natürlich zum Standard. Auch der Antwerpener Zoo ist als einer der ältesten und bekanntesten Zoos der Welt längst kein Geheimtipp mehr. Und, dass man die Architektur des Hauptbahnhofs bestaunen sollte, weiß inzwischen auch fast jeder. Dabei hat die Stadt an der Schelde noch weit mehr zu bieten als schöne Gebäude und seltene Tiere. In Antwerpen könnt ihr belgisches Bier trinken, in hübschen Cafés die Sonne genießen, lecker essen, shoppen und vieles mehr. Hier sind 11 Dinge, die ihr in Antwerpen immer machen könnt.

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© Christin Otto Lecker frühstücken im Mirlo's

Das Mirlo's gehört zu den Must-Visits für Café-Liebhaber – und das nicht nur, weil ihr hier richtig leckeren Kaffee und Kuchen bekommt. Ein Besuch lohnt sich auch schon zum Frühstück. Angeboten werden verschiedene Variationen vom süßen Start in den Morgen für 7,50 Euro bis hin zum Luxus-Frühstück für 18,50 Euro. Zum Verlieben ist übrigens nicht nur das Essen, sondern auch die Einrichtung: modernes, farbenfrohes Design, ein bisschen Kitsch und viel Liebe zum Detail. Eigentlich möchte man am liebsten alles einpacken und mitnehmen. Die gute Nachricht: Wer es auf die Poster-Lightbox oder die anderen kleinen Deko-Artikel in den Regalen abgesehen hat, kann diese tatsächlich mitnehmen – gegen Bezahlung versteht sich.

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© Pixabay Auf der Uralt-Rolltreppe in den Sint-Annatunnel

Wer in Antwerpen das Ufer wechseln möchte, der sollte das über den sogenannten Sint-Annatunnel tun. Der denkmalgeschützte Fußgängertunnel liegt ganz in der Nähe des historischen Zentrums und wurde in den 30er Jahren gebaut. Damals sollte der Tunnel die Hochhaussiedling auf der linken Seite der Schelde mit dem Stadtkern verbinden. Brücken kamen nicht infrage, da man die Schifffahrt nicht behindern wollte. Mit seinen hölzernen Rolltreppen gen Untergrund ist der Sint-Annatunnel heute ein echter Hingucker und tolles Fotomotiv. Die Old-School-Rolltreppen bringen Besucher rund 30 Meter unter die Oberfläche. Dort angekommen, müssen Fußgänger insgesamt 572 Meter zurücklegen, um die unterirrdische Röhre zu durchqueren. Wer mag, kann auch mit dem Rad fahren.

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© Pixabay Kunst und Aussicht genießen im Museum aan de Stroom

Das Hafenviertel gehört zu jedem Antwerpen-Besuch dazu – nicht nur wegen der Hafenbecken mit seinen unzähligen Schiffen, sondern auch, weil es hier einen der wohl schönsten Ausblicke über die Stadt gibt. In dem imposanten Speicherhaus mitten im Viertel Het Eilandje befindet sich nämlich das Museum aan de Strom (MAS). Auf dem Panoramadach in der zehnten Etage erwartet Besucher ein überwältigendes Rundum-Panorama – und das kann jeder genießen. Im MAS darf man nämlich nach Belieben ein- und ausgehen, nur für die Besichtigung der Museumssäle braucht es eine Eintrittskarte.

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© Christin Otto Esco*Bar – eine grüne Oase mitten in der Stadt

Eine Gartenoase mitten in der Stadt – genau damit wartet das Esco*Bar auf. Im grünen Hinterhof des zentrumsnahen Cafés bieten lange Tische jede Menge Platz für sonnenhungrige Gäste, die bei schönem Wetter gerne draußen essen. Und essen sollte man hier unbedingt, denn das Esco*Bar hat nicht nur verführerische Kuchen und tollen Kaffee zu bieten, sondern auch ein reichhaltiges Frühstücksangebot und unfassbar leckere Lunch-Sandwiches. Sollte das Wetter mal nicht zum Draußensitzen einladen, so ist das noch lange kein Grund, einen Bogen um diesen Laden zu machen, denn der ist nicht nur außen, sondern auch innen rundum zauberhaft.

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© Christin Otto Über den Vogelmarkt schlendern

Wer übers Wochenende in Antwerpen ist, der sollte sich den sogenannten Vogeltjesmarkt am Sonntagmorgen nicht entgehen lassen. Märkte dieser Größe und Art, auf denen neben Trödel, Antikwaren, Blumen und Lebensmitteln tatsächlich auch noch Geflügel verkauft wird, gibt es heutzutage nur noch sehr selten.  Wer ein Mitbringsel sucht, für den muss es natürlich nicht gleich ein Wellensittich oder ein Huhn sein. Wie wäre es stattdessen zum Beispiel mit ein paar belgischen Biergläsern? Die gibt es hier nämlich auch zur Genüge.

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© Christin Otto Einen echten Rubens bestaunen in der St. Pauluskirche

Auch diejenigen, die normalerweise nicht besonders scharf darauf sind, sich jede Kirche von innen anzuschauen, sollten sich einen Blick in die St. Pauluskirche nicht entgehen lassen. Schließlich kann man hier Gemälde von Altmeistern wie Rubens, van Dyck und Jordaens bestaunen. Die Kirche aus dem 17. Jahrhundert beheimatet nämlich eine umfangreiche Kunstsammlung, die kostenlos besichtigt werden darf. Ein Blick in die heiligen Hallen lohnt sich übrigens nicht nur wegen der imposanten Gemälde und Skulpturen – auch der Kontrast zwischen gotischer Sandsteinfassade außen und barocker Architektur innen ist beeindruckend. Idyllisch wird es im Innenhof: Dort grenzt ein Skulpturenpark – der Kalvarienberg aus dem 18. Jahrhundert – an die gut gepflegten Gärten der belgischen Bewohner.

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© Christin Otto Chocolatiers bei der Arbeit beobachten bei The Chocolate Line

Während in Köln jedes Jahr unzählige Menschen Geld dafür bezahlen, um die Herstellung von Naschwerk im Schokoladenmuseum zu verfolgen, gibt es in Antwerpen eine solche – oder zumindest ähnliche – Sehenswürdigkeit völlig kostenlos. Wer belgischen Chocolatiers dabei zusehen will, wie sie die verrücktesten Schoko-Kreationen zaubern, muss nur The Chocolate Line besuchen. Die imposante Filiale des berühmten belgischen Chocolatiers Dominique Persoone liegt direkt an einer der bedeutendsten Einkaufsstraßen der Stadt – der Meir. Hinter dem Verkaufsraum – einem prunkvollen Salon, dessen Wände von dem Antwerpener Maler Balthasar Beschey mit biblischen Szenen bemalt wurden – befindet sich die Versuchsküche der Chocolatiers, die dort Frösche, das gierige Ice-Age-Eichhörnchen und viele andere Figuren in beeindruckender Größe in Schokolade gießen.

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© Pixabay Der Großstadt entfliehen im Begijnhof

Der Begijnhof in Antwerpen zählt zwar im Gegensatz zu anderen flämischen Beginenhöfen nicht zum UNESCO-Weltkulturerbe, einen Besuch ist er aber in jedem Fall wert. Dort, wo früher die christliche Gemeinschaft der Beginen lebte, finden Besucher heute eine echte Ruheoase mitten in der City. Wer dem Großstadttrubel entkommen will, der trifft hier nicht nur auf historische Gebäude aus dem 16. Jahrhundert und religiöse Statuen, sondern auch auf eine herrlich grüne Parkanlage, in der im Frühling die Kirschbäume blühen. Der perfekte Ort also, um eine Pause einzulegen und die Seele mal baumeln zu lassen.

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© Christin Otto Auf ein Bier mit den Heiligen im Het Elfde Gebod

Eine der wohl kuriosesten Bierkneipen im historischen Zentrum von Antwerpen ist Het Elfde Gebod ("Das elfte Gebot"). Wegen seiner unmittelbaren Nähe zur Liebfrauenkathedrale ist die Kneipe auch als Kathedraalcafé bekannt – und diesem Namen macht das Lokal alle Ehre. Hier trinken Besucher ihr Bier nämlich zwischen Hunderten von Heiligenfiguren. Aufgrund des außergewöhnlichen Ambientes stürmen während der Hochsainson vor allem Touristen die Räume des urigen Restaurants. An ruhigeren Abenden trinken hier aber auch Einheimische ihr Trappistenbier oder Bolleke – das in Antwerpen gebraute Bier der Brauerei De Koninck. Wer hungrig ist, findet auf der Speisekarte unter anderem die für die Hafenstadt so typischen Muscheln. Allerdings haben es die Preise in sich. Das elfte Gebot lautet hier also vor allem: Du sollst viel Bier trinken!

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© Artem Bali | Unsplash Mitbringsel shoppen bei Sissy-Boy

Wer öfters in Holland oder Belgien unterwegs ist, der kennt Sissy-Boy wahrscheinlich schon aus anderen Städten. Schließlich ist die niederländische Mode- und Lifestylemarke in den beiden Ländern mit mehr als 40 Filialen vertreten. In Antwerpen findet ihr den Laden direkt an der Nationalestraat, die mit ihrem ModeMuseum nicht nur das kreative Modeherz der Stadt, sondern auch eine beliebte Einkaufsstraße ist. Wer sich in den Designer-Geschäften dort nichts leisten kann, findet bei Sissy-Boy bestimmt trotzdem ein hübsches Mitbringsel – denn hier gibt es Mode, aber auch tolle Wohnaccessoires zu fairen Preisen.

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© Christin Otto Vietnamesisch schlemmen mit Blick auf den Grote Markt im Pho 61

Asiatisches Essen in bester Lage und das auch noch zu annehmbaren Preisen gibt es bei Pho 61 direkt am Grote Markt. Wer sich hier ein Terrassen-Plätzchen sucht, bekommt die hervorragende Aussicht zur leckeren Pho-Suppe kostenlos dazu. Auch andere tolle Gerichte aus der vietnamesischen Küche stehen auf der Karte – Reisnudeln mit gegrilltem Rinderfleisch zum Beispiel. Frisch, lecker, gesund – und damit ideal, um die Sightseeing-Tour ohne Stein im Magen fortzusetzen.

Titelbild: © Pixabay

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