11 Tipps für deinen Trip in die belgische Hauptstadt Brüssel

Brüssel ist den meisten vermutlich als Sitz der Europäischen Kommission und des EU-Rats bekannt. Wenn auf EU-Ebene Entscheidungen fallen, heißt es in den Medien dann immer "Brüssel hat entschieden…" Tatsächlich hörte mein Wissen über die belgische Hauptstadt bisher auch genau hier auf, weshalb ich umso neugieriger auf Brüssel war. Glücklicherweise wurde ich nicht enttäuscht, auch wenn mich eine fette Erkältung und ein unangekündigter Schneesturm mitten im April eher zum Drinnenbleiben animierten. Die Brüsseler Innenstadt ist gekennzeichnet von wunderschönen Häusern mit gotischer und barocker Fassade; vor allem der Grand-Place mit seiner geschlossenen Fassadenfront ist eine Augenweide. Aber auch fernab des eher touristischen Zentrums gibt es viel zu entdecken. Das alternative Stadtviertel Ixelles ist mit seinen zahlreichen Bars und kleinen Shops ist perfekt, um den Massen zu entkommen und zu entspannen;  der Parc de Tenbosch beispielsweise ist einer der wenigen grünen Orte mitten im Stadtzentrum. Wer mehr über die Arbeit der Europäischen Union erfahren will, sollte dem Parlamentarium einen Besuch abstatten. Welche Orte ich am schönsten fand? Das erfährst du in diesem Guide.

Brüssel – Gut zu wissen

Meine Tipps für Brüssel

1
Brüssel, Jardin Secret Hotel

© Charlott Tornow Tauche ein in die Oase des Jardin Secret Hotel

Brüssel kann laut und trubelig werden. Wenn du am Abend nach einer langen Stadttour abschalten und Ruhe genießen willst, solltest du in das Hotel Jardin Secret einchecken. Das Hotel liegt in einer ruhigen Seitenstraße des Stadtteiles Ixelles und hält im Innenhof einen üppigen, grünen Garten versteckt. Hier befindet sich ein beheizter Pool und Liegestühle zum Entspannen. Buche unbedingt ein Zimmer im Erdgeschoss, denn so hast du nach dem Aufwachen das Gefühl, mitten im Dschungel gelandet zu sein. Übrigens: Mit unserem Rabatt-Code "Reisevergnuegen" kannst du bei deiner Buchung im Jardin Secret 10 Prozent sparen!

2
Brüssel, Buddy Buddy

© Charlott Tornow Gönne dir einen Kaffee mit Nussmus bei Buddy Buddy

Als wäre Nussmus in allen möglichen Ausführungen nicht schon lecker genug, wirst du bei Buddy Buddy im Antwerpener Stadtteil Ixelles in den Nusshimmel befördert. Denn die Macher*innen sind auf die Idee gekommen, ihr Biomus mit Kaffee, Chai oder Matcha und Hafermilch zu mixen und unverschämt leckere Heißgetränke zu kreieren, die wir jeden Tag trinken könnten. Im stylischen Café gibt's außerdem süßes Gebäck und herzhafte Teile – der perfekte Start in den Tag!

3
Brüssel, Comic Strip Walk

© Charlott Tornow Gehe auf Kunsttour durch Brüssel beim Comic Strip Walk

Eine Stadttour der besonderen Art: Beim Comic Strip Walk kannst du in der Innenstadt von Brüssel zahlreiche großformatige Comics an Häuserwänden entdecken. Die Comics stammen aus der Feder von belgischen und französischen Künstler*innen wie Morris, André Franquin oder René Goscinny und Albert Uderzo, die sich für so bekannte Comics wie "Lucky Luke",  "Spirou und Fantasio" oder "Asterix und Obelix" verantwortlich zeichnen. Auf einer Online-Karte findest du alle Spots, sodass du die Comics auf eigene Faust entdecken und Brüssel von einer ganz anderen Seite erkunden kannst.

4
Brüssel,Volta Supper Club

© Charlott Tornow Futtere die beste Pizza Brüssels im Volta Supper Club

Bei einem Besuch im Volta Supper Club fühlt man sich, als wäre man beim Betreten des Restaurants in Italien gelandet. Duftende Pizza, laute Gespräche, das Klirren von Gläsern – dolce vita in Brüssel. Die Menükarte ist angenehm übersichtlich, als Vorspeisen gibt es Salumi und Burrata, der Pizzateig ist luftig, aber nicht zu dünn, und zu jedem Gericht wird ein bestimmter Cocktail empfohlen (es gibt sogar alkoholfreie Varianten).

5
Brüssel, Hoogstraat

© Charlott Tornow Entdecke kleine Galerien und Läden auf der Hoogstraat

Hinter dem Justizpalast befindet sich die Hoogstraat, die vermutlich in kaum einem Brüssel-Reiseführer erwähnt wird. Dabei ist die kleine Straße perfekt für einen unaufgeregten Stadtbummel, denn hier befinden sich zahlreiche kleine Galerien, Shops und Restaurants, zum Beispiel der Vintageladen Melting Pot Kilo, das Kosmetikgeschäft Les Savons de Lyna und das vegane Café Lucifer Lives. Wenn du fernab der großen Tourimassen und großen Einkaufsstraßen Brüssel entdecken willst, bist du hier richtig.

6
Brüssel,Musée Magritte

© Charlott Tornow Lege einen Kunsttag im Musée Magritte ein

René Magritte ist nicht nur einer der bekanntesten belgischen Maler, sondern auch einer der bekanntesten Vertreter des Surrealismus. In Brüssel ist ihm ein ganzes Museum gewidmet, das in einer Werkschau durch sein Leben und Schaffen führt. Ein paar der berühmtesten Werke von ihm sind hier zwar nicht zu sehen, dafür kannst du hier viele weitere Malereien entdecken, die seine beeindruckende künstlerische Bandbreite zeigen. Das Musée Magritte ist übrigens Teil der Königlichen Museen der Schönen Künste – du kannst also bei schlechtem Wetter einen kompletten Tag im Museum verbringen.

  • Musée Magritte
  • Pl. Royale 1, 1000 Bruxelles, Belgien
  • Montag: geschlossen, Dienstag bis Freitag: 10–17 Uhr, Samstag & Sonntag: 11–18 Uhr
  • Eintritt 10 Euro, Senioren ab 65: 8 Euro, Studenten bis 26: 3 Euro, Kinder bis 19: frei
  • Mehr Info
7
Brüssel, Le Cercueil

© Charlott Tornow Trinke belgisches Bier in morbider Umgebung im Le Cercueil

Belgien ist eines der beliebtesten Länder bei Biertrinker*innen, denn nirgends bekommt man so viele verschiedene, ausgefallene Biersorten wie hier. In Brüssel musst du dabei nicht lange nach einer Bar suchen, in der du dich durch eine mehr oder weniger umfangreiche Bierkarte trinken kannst. Wer das Bier gern mit etwas Rock- und Metalmusik im Ohr genießt, sollte ins Le Cercueil gehen. Le Cercueil bedeutet "Der Sarg" und entsprechend morbid geht es in der Bar zu. Neben der Einrichtung sind vor allem die Gläser besonders: Wie wär's mal aus einem Horn oder einem Totenschädel zu trinken?

8
Brüssel , Galeries Royales Saint-Hubert

© Charlott Tornow Gehe schick einkaufen in der Galeries Royales Saint-Hubert

Schon seit 1847 kann man durch die beeindruckende Passage Galeries Royales Saint-Hubert flanieren, die den Grasmarkt mit dem Kruidtuinberg verbindet. Wer sich hier an Mailand erinnert fühlt, der irrt nicht, denn die berühmte Galleria Vittorio Emanuele II wurde von der Brüsseler Passage beeinflusst. In der Galeries Royales befinden sich heute vor allem Läden aus dem höherpreisigen Segment, du kannst aber auch ins Kino gehen oder einfach im Café eine Waffel essen, Kaffee trinken und dem geschäftigen Treiben um dich herum zusehen.

9
Brüssel, Galet

© Charlott Tornow Iss belgische Waffeln bei Galet

Was macht eine Waffel eigentlich belgisch? Es sind die großen, quadratischen Löcher, die sich perfekt dazu eignen, sie mit viel Soße und etlichen anderen Zutaten zu füllen. Außen knusprige und innen fluffige Waffeln bekommst du in Brüssel zum Beispiel bei Galet, einem kleinen Verkaufsstand auf einer eher uninteressanten Einkaufsstraße. Besonders lecker waren die mit Zimt und Zucker, wer es noch etwas süßer mag, nimmt mit Schokolade gefüllte Waffeln.

10
Brüssel, Parc de Laken

© Visit Brussels, Jean-Paul Remy Nimm eine Auszeit in der Natur im Parc de Laken

In der Brüsseler Innenstadt gibt es leider wenig Grünflächen, die für etwas Erholung sorgen. Wenn du mal richtig durchatmen willst, solltest du daher einen Fahrradausflug zum Parc de Laken machen, der sich im Norden Brüssels befindet. Der weitläufige Park lädt zum Spazierengehen und Sport machen ein. Ein jährliches Highlight ist die Öffnung der Königlichen Gewächshäuser Ende April bis Anfang Mai, wenn die meisten Pflanzen bunt blühen. Nördlich des Parks befindet sich eine weitere Attraktion, das Atomium, eine riesige Skulptur, die zur Weltausstellung 1958 eröffnet wurde und von der aus man einen grandiosen Ausblick auf Brüssel hat.

11
aux merveilleux de fred, Brüssel

© Charlott Tornow Nasche süße Baiser-Törtchen bei Aux Merveilleux de Fred

Merveilleux ist eine süße Spezialität aus Flandern, die aus Baiser und Creme besteht. Der französische Konditor Frédéric Vaucamps eröffnete 1997 sein erstes Café in Lille, in dem er seine Interpretation des klassischen Desserts anbot. Mittlerweile gibt es vor allem in Frankreich und Belgien zahlreiche Geschäfte, in denen die Merveilleux de Fred täglich frisch hergestellt werden. Mit den Merveilleux erinnert Vaucamps an das mondäne Leben der Franzos*innen im 18. Jahrhundert, als die "Incroyables“, die Unglaublichen, und die „Merveilleuses“, die Wunderbaren, in feinen Salons zusammenkamen, um über Politik zu diskutieren, Tee zu trinken und Süßspeisen zu naschen.

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