Was steckt dahinter – Wir haben das valencianische Superfood-Getränk Horchata getestet

© Henri Rudolf

Die Briten trinken Tee, die Valencianer*innen Horchata. Die Milch aus Erdmandeln gilt heute als „Superfood“, in der Stadt an der spanischen Ostküste hat sie aber schon lange Tradition. Horchata wird in Valencia seit dem 13. Jahrhundert getrunken und weil die Spezialität so beliebt ist, sind hier eigene Fachgeschäfte, sogenannte Horcheterias, entstanden, die sich auf das Getränk spezialisiert haben.

Eine besonders stilvolle ist die Horcheteria Santa Catalina im Zentrum von Valencia. Seit über 200 Jahren wird die Erdmandelmilch hier serviert, und das im besonders charmanten Ambiente. Denn das Café ist mit traditionellen Keramikfliesen und Wandmalereien verziert und einfach rundum schön anzusehen. An der Theke liegen schokoladige Churros neben Ensaimadas und Krapfen. Ich bin aber für die Horchata hier, zu der ich auch das Hefegebäck Fartons probieren möchte, das man hier traditionell zu der Erdmandelmilch isst.

Horchata Valencia, Horcheteria Santa Catalina
© Sonja Koller
© Sonja Koller

Warum ist Horchata so gesund?

Warum Horchata so gesund sein soll? Die Milch ist voller Nähr- und Ballaststoffe sowie Eisen. Horchata ist außerdem gluten- und laktosefrei und gut für die Darmgesundheit. Und nicht nur das: Die Milch soll sogar die Libido steigern. Ob die Milch wirklich Wunder wirkt, kann ich nicht beantworten, aber sie schmeckt auf jeden Fall! Die Textur der Horchata ist cremig, der Geschmack erinnert an einen Nuss-Milchshake. Nach meinem ersten Schluck bin ich überrascht, wie süß Horchata ist, nämlich deutlich süßer als jene Mandelmilch, die wir aus Deutschland kennen. Für die Horchata werden neben den Erdmandeln, die in Spanien als "Chufas" bekannt sind, auch andere Mandeln verwendet, die wir in Deutschland gar nicht kaufen können. Abgesehen von den Erdmandeln wird der Milch noch Wasser und etwas zusätzlicher Zucker hinzugefügt. Für ein Superfood also eine ganz schöne Kalorienbombe, finde ich.

Jede Horcheteria hat übrigens ein eigenes Rezept und so schmeckt die Milch in jeder Bars etwas anders. Serviert wird das Getränk aber immer kalt.

© Sonja Koller

Besonders praktisch: Auf der Webseite der Horcheteria Santa Catalina wird verraten, wie du traditionelle Horchata auch zu Hause zubereiten kannst. Die Erdmandeln müssen dafür für zwölf bis 14 Stunden in kaltem Wasser eingeweicht und dann zerkleinert werden. Dazu kommt dann Wasser, Zucker und Zimt. Wenn du die Milch aber zu Hause zubereitest und nicht in der Horcheteria Santa Catalina bestellst, verpasst du die vielen anderen Leckereien, die es hier gibt. Zum Beispiel die Churros mit dickflüssiger Schokolade, die, wie in Spanien üblich, traditionell zum Frühstück gegessen werden.

Churros, Horcheteria Santa Catalina
© Sonja Koller

ALLE INFOS AUF EINEN BLICK

Unbedingt probieren: Horchata mit Fartons

Veggie: Die Erdmandelmilch Horchata ist vegan

Besonderheit des Ladens: Die Horcheteria Santa Calatina bietet nicht nur leckere Süßspeisen an, sie ist auch sehr schön eingerichtet. Nimm dir also etwas Zeit, den Laden auszukundschaften.

Mit wem gehst du hin: Urlauber*innen, die ein authentisches spanisches Frühstück verdrücken wollen

Für Fans von: (sehr) süßen Leckerein 

Preise: Ein Glas Horchata kostet 3,30 Euro, Churros kosten 3,60 Euro

Horcheteria Santa Catalina | Plaça de Santa Caterina, 6, 46001 València, Valencia, Spanien | Montag bis Sonntag: 8.15–21.30 Uhr | Mehr Info

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