Hier findest du die besten Spots zum Wildcampen in Deutschland

© Charlott Tornow

Für viele verspricht Campen die ultimative Freiheit und Nähe zur Natur: Schnell ins Auto gesetzt oder aufs Fahrrad geschwungen und den schönsten Ort zum Übernachten gesucht. Nur du, dein Zelt und die frische Luft. Eines der beliebten Motive auf Social-Media ist daher auch der Blick aus einem Zelt oder Camper auf unberührte Landschaften und pastellene Sonnenuntergänge oder sternklare Nächte hoch oben auf irgendeinem Berg.

Der Haken dabei: Um diese Shots zu bekommen, muss man meistens wildcampen – und das ist in Deutschland und den meisten Ländern Europas verboten. Fürs Wildcampen in Deutschland musst d bis zu 2500 Euro Bußgeld zahlen, wenn du beispielsweise mit dem Wohnwagen in Naturschutzgebieten parkst und dabei erwischt wirst. Campen in Deutschland sieht also meistens so aus: Du stehst auf einem Campingplatz Auto an Auto und guckst beim Aufwachen und Einschlafen morgens direkt in den Wohnwagen deines Nachbarn. Das hat nichts mit wilder Romantik zu tun, sondern ist fast so sexy wie ein Zimmer in einem großen Hotelkomplex.

Wildcampen in Deutschland ist zwar verboten, aber...

Schweden ist eines der wenigen Länder in Europa, in denen Wildcampen erlaubt ist. Dort gilt, ebenso wie in Schottland, das Jedermannsrecht: Jedem ist es überall erlaubt, für eine Nacht sein Lager aufzuschlagen. Wenn du nicht aber erst in den Norden fahren, sondern auch Deutschlands Natur fernab von parzellierten Campingplätzen sehen willst, dann helfen dir mittlerweile viele neue Plattformen weiter, die Stellplätze von Privatleuten fernab der großen Touristen-Hotspots anbieten.

Die Website 1NITE TENT beispielsweise nennt sich das "Couchsurfing für Zelte". Hier findest du übersichtlich auf einer Karte jede Menge Plätze zum Wildcampen in Deutschland. Besitzer, die ihre eigenen Grundstücke zum Wildcampen anbieten wollen, können hier wiederum inserieren und angeben, ob es zum Beispiel Duschen und Toiletten gibt. Eine Übernachtung ist dabei immer kostenlos.

Neu sind auch die Buchungsplattformen Stadt Land Bus Camping, Hinterland und My Cabin, auf denen du Hütten, Stellplätze und Unterkünfte von privaten Anbietern findest. Der Unterschied zu 1Nite Tent: Du musst für eine Übernachtung zahlen – dafür sind die Inserate kuratiert. Auf den Webseiten siehst du übersichtlich, für welche Fahrzeugarten die Stellplätze geeignet sind, wie sie ausgestattet sind – beispielsweise mit Strom oder Wasser – und welche Aktivitäten es in der Umgebung gibt.

Dem Camping-Urlaub in Deutschland steht also nichts mehr im Weg!

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