Zero Waste auf Reisen: 11 Accessoires, mit denen du im Urlaub nachhaltig unterwegs bist

© Doli Bottles, Presse

Nachhaltigkeit wird ein immer wichtiger Faktor in unserem Leben, ob wir wollen oder nicht. Die Luft in den Erholungsorten, die wir ansteuern, wird schlechter und in den Meeren füllen sich die Sandstrände in den Paradiesen mit Plastik. Leider ist Reisen, vor allem mit dem Flugzeug, überhaupt nicht nachhaltig. Den CO2-Fußbadruck, den wir hinterlassen, ist kaum wieder wettzumachen. Dabei können wir auf Reisen mit nur kleinen, einfachen Änderungen unseres Lebensstils viel bewirken. Wir haben 11 Tipps für Zero Waste auf Reisen – dabei könnt ihr die gleichen Tipps natürlich auch auf euer Leben Daheim anwenden.

1. Wasserflaschen zum Wiederbefüllen

Ich ertappe mich auf Reisen immer wieder dabei, wie ich bei großem Durst in den nächsten Supermarkt renne, um mir eine Flasche Wasser zu holen. Oft gibt es keine Glasflaschen, sodass ich mit der ungeliebten 0,5l-PET-Flasche Vorlieb nehmen muss, nur um mich danach wieder zu ärgern, dass ich meine Glasflasche zuhause vergessen habe. In vielen Hotels und Hostels gibt es mittlerweile Wasserspender, wo ihr eure Flaschen mit Wasser für den Tag befüllen könnt. Und die Auswahl an schönen und funktionalen Wasserflaschen ist so riesig, dass es nicht schwer sein sollte, sich zu entscheiden. Ich habe gerade die Glastrinkflaschen von Doli für mich entdeckt. Sie sind BPA- und Goftstofffrei sind, haben eine praktische Schlaufe zum Tragen und ihr könnt heiße und kalte Getränke einfüllen. Es gibt aber auch noch unzählige andere Marken: Wer lieber aus Edelstahl trinkt, ist mit Clean Kanteen gut beraten; und die Glasflaschen von Soulbottles bestechen vor allem durch ihre bunten Prints.

2. Reisegepäck aus recycelten Materialien

Wer nachhaltig unterwegs sein will, kann schon beim Kaufen des passenden Gepäcks damit anfangen. Meine liebster Reisebegleiter derzeit ist der Rucksack von WAYKS. Durch ein modulares System kann man den Rucksack zu einem Reise-Backpack, einem kleineren Tagesrucksack oder einer Kamera- beziehungsweise Kulturtasche umfunktionieren. Das Beste: Die Rucksäcke von WAYKS bestehen zu 100 Prozent aus recycelten Materialien. Insgesamt besteht ein Rucksack aus 31 600-ml Flaschen und spart bei der Herstellung rund 84 Liter Wasser. Auch bei der Produktion setzt Wayks auf Nachhaltigkeit sowie faire Arbeitsbedingungen und arbeitet zum Beispiel mit der Schweizer Organisation bluesign und der Fair Wear Foundation.

© Hella Wittenberg

3. Mikrofaserhandtuch

Mikrofaserhandtücher sind die Grundausstattung eines jeden Backpackers. Sie sind leicht, antibakteriell, saugen schnell Wasser auf und trocknen genauso schnell wieder. Dazu lassen sie sich easy zusammenfalten und passen daher in jeden noch so kleinen Rucksack. Aber auch Reisende, die gern in Hotels unterkommen, in denen Handtücher zur Grundausstattung dazu gehören, sollten Mikrofaserhandtücher auf ihre Packliste setzen: Durch die Nutzung eures eigenen Handtuches spart das Hotel Wasser beim Waschen. Ich habe nämlich schon oft erlebt, dass selbst wenn man sein Handtuch aufhängt und nicht auf dem Boden liegen lässt, das Handtuch trotzdem gewaschen wird. Mikrofaserhandtücher aus Bambus gibt es zum Beispiel im Avocadostore.

4. Waschbare Abschminkpads oder Waschlappen

Früher haben wir gern zu den verpackten Badutensilien im Hotel gegriffen: einzeln in Plastik eingeschweißte Wattepads und Ohrstäbchen. Was in heimischen Badezimmern langsam Einzug hält, sollte daher auch auf Reisen in die Kosemtiktasche: abwaschbare Abschminkpads, oder gleich ganz oldschool Waschlappen. Abwaschbare Abschminkpads bestehen meistens aus Bambus, was gleich mehrere Vorteile hat: Im Gegensatz zu Baumwolle, aus denen die meisten normalen Wattepads bestehen, verbraucht Bambus wenig Wasser bei der Herstellung. Dazu kommt, dass Bambus antibakteriell wirkt. Bambus-Pads gibt es zum Beispiel vom bambusliebe.

5. Stoffbeutel

Ich wette, jeder von uns hat irgendeinen Stoffbeutel zuhause rumzuliegen. Stoffbeutel haben gleich mehrere Einsatzbereiche auf Reisen: Darin könnt ihr eure Wäsche verstauen, damit sie nicht im Koffer oder im Rucksack rumfliegen; und damit der Rest der Kleidung nicht schmutzig wird, könnt ihr darin auch eure Schuhe verpacken. Im Urlaub selbst könnt ihr die Beutel dann als Tragetasche für den Tag benutzen und wenn ihr Lebensmittel einkaufen seid, sind sie eine super Alternative für Plastikbeutel aus dem Supermarkt.

6. Shampooflaschen zum Nachfüllen oder feste Seifen

Ein genauso großes Übel wie eingeschweißte Wattepads sind all die Shampoofläschchen und -pröbchen, die sich in Hotelbadezimmer tummeln. Klar ist es schön, neue Produkte zu testen, aber all der Plastikmüll, der dabei verursacht wird, ist katastrophal, zumal ich schon erlebt habe, dass die Putzhilfen noch halbvolle Flaschen austauschen. Eine gute Alternative sind kleine Shampooflaschen, die man nach einer Reise wieder auffüllen kann. Noch besser sind feste Seifen, die man für Haar und Körper nutzen kann. Hier solltet ihr allerdings darauf achten, dass die Produkte vegan, frei von Parabenen, Silikonen, Farbstoffen, Palmöl und weiteren Erdölbasierten Stoffen sind. utopia hat verschiedene feste Seifen getestet.

7. Menstruationscup oder Periodenunterwäsche

Nachdem in den letzten Jahren die Sensibilität für den Plastikverbrauch durch eingeschweißte Tampons und die Gefahren durch die Inhaltsstoffe in Tampons und Binden gewachsen ist, wurden besonders Menstruationscups, auch als ökologischere Alternative, immer populärer. Wiederverwendbar, leichte Handhabung, auslaufsicher – die Cups sind mittlerweile bei vielen Frauen beliebt. Menstruationscups bekommt ihr zum Beispiel bei Einhorn in zwei Größen. Wem die Cups zu unbequem sind, der sollte mal Periodenunterwäsche ausprobieren. Die Slips saugen wie Binden das Blut auf, sind dabei aber nicht so dick wie diese und reiben beim Tragen nicht zwischen den Beinen. Der Slip von ooshi beispielsweise besteht aus Merino-Wolle sowie weiteren speziellen Naturfasern, die atmungsaktiv, anti-bakteriell und flüssigkeitsundurchlässig sind, damit sich Bakterien nicht vermehren können und keine Flüssigkeit nach außen dringt. Dabei soll der Slip gerade mal ein bis zwei Millimeter dünn sein, sodass er sich beim Tragen wie normale Unterwäsche anfühlt.

© ooshi, Presse

8. Zahnpflege

Auch der Bereich Zahnpflege wird immer nachhaltiger. Zahnbürsten aus Bambus, Kautabletten anstatt Zahncreme oder Zahnseide im Glasbehälter – wer weniger Plastikmüll produzieren will, hat auch hier eine große Auswahl. Bei utopia findet ihr eine große Auswahl an Bambuszahnbürsten und Zahnpastatabletten gibt es bei Original Unverpackt,

9. Bienenwachstücher oder Lunchboxen

Wer einen längeren Urlaub, Roadtrip oder eine Wandertour plant, für den bietet sich die Mitnahme von Lunchboxen aus Edelstahl und Bienenwachstücher als Alternative zu Tupperware und Frischhaltefolien an, in denen ihr eure Verpflegung für den Tag unterbringen könnt. Bienenwachstücher haben im Gegensatz zu Lunchboxen natürlich den eindeutigen Größenvorteil, aus Lunchboxen kann dagegen nichts auslaufen.

10. Rasierhobel

Nicht für die nächste Reise eine super Anschaffung: Der etwas rabiat klingende Rasierhobel ist im Prinzip ein Rasierer, der ohne Plastik auskommt und dessen Klingen selten gewechselt werden müssen. Vor allem Männer werden den Rasierhobel kennen, aber auch für Frauen ist das Gerät ein guter Ersatz zu den normalen Rasierern. Rasierhobel gibt es zum Beispiel von Mühle.

11. Metallbesteck

Wer einen Roadtrip plant, wird um Küchenausstattung nicht herum kommen. Es versteht sich fast von allein, dass ihr auch hier auf Nachhaltigkeit und Zero Waste setzen solltet. Wer nicht gleich ein ganzes 40-teiliges Besteck-Set, sondern nur das Nötigste kaufen will, der ist zum Beispiel mit einem vierteiligen Campingset gut beraten.

Habt ihr auch noch Tipps? Ich freu mich auf eure Ideen!

Sags deinen Freunden: