Kopenhagen – 11 Tipps für ein Wochenende in der dänischen Hauptstadt

von Milena Zwerenz

Kopenhagen ist schön. Die Gebäude, die Menschen, das Essen. Es ist die Fahrradstadt schlechthin, und sie strahlt eine unglaubliche Lässigkeit aus. Der größte Vorteil der Stadt liegt aber wohl darin, dass sie so schnell zu erreichen ist. Kaum ist das Flugzeug gestartet, landet man auch schon wieder. Egal, ob zu Fuß oder mit ausgeliehenem Fahrrad: Hier sind 11 schöne Tipps für ein entspanntes Wochenende. Auf die Plätze, fertig, løs.

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© Milena Zwerenz Den Turm Vor Frelsers Kirke besteigen

Der Kirchturm befindet sich im Stadtviertel Christianshavn und glänzt schon, wenn man ihn vom Boden aus im Blick hat. Wer unter akuter Höhenangst leidet, der bleibt lieber dort unten stehen. Für alle anderen gilt: Rauf da! Der Aufstieg gruselt einen zwar tatsächlich ein bisschen, denn die Stufen sind recht schmal. Andererseits bekommt ihr eine fantastische Aussicht über die ganze Stadt serviert.

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© Milena Zwerenz Smørrebrød auf dem Streetfood-Markt Refshaleøen kaufen

In Kopenhagen in der Streetfood-Halle Refshaleøen bekommt ihr alles, was das Herz begehrt. Direkt am Wasser gelegen könnt ihr entweder draußen auf dem Vorplatz entspannen oder euch in der Halle voll mampfen. Hier gibt es alles: Smørrebrød-Variationen, Bierchen, Eis. Lecker, lecker, lecker!

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© Pixabay Filme gucken im Vester Vov Vov

Das Gute an Dänemark: Wenn ihr Lust auf ein bisschen Kino habt, laufen dort alle Filme im Original mit Untertiteln. Das wohl niedlichste Independent-Kino in Kopenhagen heißt Vester Vov Vov. Klein, aber sehr oho und mit einer tollen Auswahl an Nischen-Filmen. Zum Kino gehört ein kleines Café, französisch angehaucht, das natürlich alles von Kaffee bis Wein parat hat.

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© Milena Zwerenz Entspannt essen im Kalaset

Ok, ein bisschen viel des Lobes vielleicht, aber in Kopenhagen haben wir bisher keine einzige schlechte Mahlzeit gegessen. Am meisten überrascht hat der Salat im Kalaset, einem studentischen Kaffee unweit der Innenstadt. Die Burger hatten im Internet bereits größtes Lob erhalten, aber anscheinend lohnt sich auch jedes andere Mahl dort. Das Bier übrigens ebenso.

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© Pixabay Spazieren gehen im Botanischen Garten

Weiße Gewächshäuser, Ruhe mitten in der Stadt: Botanische Gärten haben immer etwas Great-Gatsby-artiges an sich, in Kopenhagen ist das nicht anders. Wobei in den 1920er wohl nicht an jeder Ecke Foodtrucks parkten – denn die stehen in Kopenhagen sogar im Botanischen Garten und versorgen euch mit dem Bier, dem Kaffee oder dem Sandwich, das ihr gerade so dringend nötig habt. Perfekt für ein Päuschen!

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© Milena Zwerenz Ein kühles Bierchen auf der Brücke trinken

Jede Stadt hat ihr Eckchen, wo das Bier einfach besser zu schmecken scheint. Auf der Dronning Louises Bro, der Brücke zwischen Innenstadt und Nørrebro, sitzt die feine Flaschengesellschaft bei gutem Wetter, trinkt ihr Feierabendgetränk, macht Musik, liest, redet, schweigt. Da will man sich sofort dazusetzen.

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© Milena Zwerenz Durch die Freistadt Christiania bummeln

Als ich nach einer schönen Laufstrecke in Kopenhagen gesucht habe, bin ich eher zufällig in Christiania gelandet und konnte mich kaum noch aufs Joggen konzentrieren. Entlang des Ufers zwischen Christianhavn und Amagerbro stehen ganz viele kleine Häuschen, die irgendwo zwischen Hippie- und Messitraum einzuordnen sind, Typ DIY. Die autonome Gemeinde Christiana erstreckt sich über insgesamt 34 Hektar und ist mittlerweile ein ziemlicher Touristenmagnet – auch, weil man in der Pusher Street mehr oder weniger offen Marihuana kaufen kann.

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© Daniel Welsh | Unsplash Shoppen im "Kreuzberg" Kopenhagens

Wenn ihr mal nicht weiter wisst, fragt einen der hübschen Kopenhagener. Englisch sprechen die Dänen ja sowieso bombe. Mir hat die Kellnerin in einer kleinen Bar direkt meinen ganzen Stadtplan mit Tipps vollgemalt, unter anderem hat sie Nørrebro fett eingekringelt. Der Bezirk lebt von zahlreichen kleinen Lädchen (Achtung, die schließen samstags schon recht früh), aber auch Cafés und Bars. Schaut einfach, wo es euch am besten gefällt und geht rein. Besonders schön ist's in den Straßen Jægersborggade und Ravnsborggade, in der sonntags Flohmarkt ist. Wenn ihr im Westen (Vesterbro) unterwegs seid, lauft die Istedgade hinter dem Bahnhof entlang, das ehemalige Rotlichtviertel Kopenhagens. Hier reihen sich Möbel-, Klamotten- und Designläden aneinander – aber auch ein paar Sexshops.

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© James Seddon | Unsplash Im Louisiana-Museum moderne Kunst gucken

Kopenhagen ist nicht gerade für dauerhaften Sonnenschein berühmt, darum sollte man immer einen Plan B in petto haben. Auch wenn ihr zu diesem Museum etwa 45 Minuten mit der Bahn unterwegs seid, im Louisiana findet ihr einen Haufen zeitgenössischer Kunst sowie moderne Klassiker. Bei 3.000 Werken seid ihr gut beschäftigt. Und wenn ihr wieder nach Hause fahrt, scheint die Sonne bestimmt.

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© Pixabay Am Amager Strand der Stadt entfliehen

Ihr habt euch schon gefragt, ob man eigentlich auch ein bisschen Küstenfeeling in Kopenhagen verspüren kann? Ja, das geht. Mit der M2, die auch zum Flughafen fährt, gelangt man ziemlich fix zum Amager Strandpark, einem künstlich angelegten Sandinselchen. Hier könnt ihr ein Eis kaufen, Limo trinken und Drachen steigen lassen. Im Sommer soll es dort sehr, sehr voll werden, aber das kann euch genauso samstags in der Innenstadt passieren.

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© Georgy Rudakov | Unsplash Einen Tagesausflug nach Malmö unternehmen

Die Øresund-Brücke zwischen Dänemark und Schweden (ganz genau, die Brücke nach der die Serie "Die Brücke" benannt ist) könnt ihr bereits aus dem Flugzeug sehen. Mit der Bahn braucht ihr vom Kopenhagener Hauptbahnhof gerade einmal eine halbe Stunde, um nach Malmö zu fahren. Die Stadt ist recht überschaubar und damit perfekt für einen Tagestrip!

Titelbild: © Pixabay

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