Lemberg – Die besten Tipps für die schöne Stadt in der Ukraine

Ihr habt in Europa schon jede große, kleine und hübsche Stadt gesehen? Ich wette, ihr wart noch nicht in der Ukraine! Die Ukraine ist für viele noch ein blinder Fleck auf der europäischen Landkarte – kein Wunder, bei den politischen Unruhen der letzten Jahre. But fear not! Die Ukraine muss man wahrlich nicht meiden und es gibt viele wunderschöne Orte. Lemberg ganz im Westen der Ukraine an der Grenze zu Polen ist so eine Stadt. Lemberg gehörte einst zum Königreich Österreich-Ungarn und hat aus dieser Zeit nicht nur die wunderschöne Altstadt geerbt, die mit Prag oder Wien mithalten kann, sondern auch eine kulinarische Tradition zwischen Kaffee, Schokolade und Strudel. Ich stelle euch 11 schöne Orte in Lemberg. Die leckersten Restaurants und Cafés in Lemberg findet ihr hier.

Lemberg – Gut zu wissen

Die besten Tipps für Lemberg

1

© Charlott Tornow Bei einem Spaziergang die Altstadt von Lemberg entdecken

Wunderschöne Altstädte findet man nur in Wien oder Prag? Dann fahrt mal in die Ukraine nach Lemberg und überzeugt euch eines Besseren. Die bunten, mitunter herrschaftlichen Gebäude stammen aus Zeiten der Renaissance, des Barocks, des Klassizismus und Jugendstils und entstanden vor allem während der Österreichisch-Ungarischen Besatzung. Heute gehört die komplette Altstadt zum UNESCO-Welterbe. Auf einem Spaziergang könnt ihr an einem Tag alle entdecken. Am besten lasst ihr euch treiben und folgt keinem Plan, denn wirklich an jeder Ecke gibt es schöne Läden und hübsche Cafés.

2

© Charlott Tornow Leckere Burger mit Soße zum Dippen im Epic Cheeseburger Cafe

Das Epic Cheeseburger Cafe macht seinem Namen alle Ehre. Hier bekommt ihr riesige, triefende Burger, die jeden Hangover heilen. Sehr zu empfehlen ist der Eric Cheeseburger, der mit einem Napf voll Käsesoße zum Tunken serviert wird, sowie der Bad Boy Burger (siehe Bild), aus dem ein ganzes Ei sofort in den Mund gestopft werden will. Auch an Veganer wurde mit dem Happy Cow Burger und Salaten gedacht. Und selbst Frühstücken könnt ihr hier. Dann landen Madame Croque, Englisches Frühstück und Shakes auf dem Tisch. Yummy!

3

© Charlott Tornow Die geheimen Orte Lembergs entdecken mit Lviv Buddy

Wenn ihr fernab der touristisch bekannten Orte Lemberg entdecken wollt, solltet ihr eine Free Walking Tour mit Lviv Buddy buchen. Wie der Name schon sagt, führt die Tour zu Fuß drei Stunden lang durch Lemberg, wobei ihr kleine versteckte Perlen wie ein Backpacker-Denkmal oder das ehemalige Armenviertel, das heute eines der schönsten in Lemberg ist, erkundet. Guide Pablo kommt selbst aus Lemberg und kennt sich sehr gut aus – er kennt Insider-Geschichten, die in keinem Reiseführer stehen. Am Ende bezahlt ihr so viel, wie euch die Tour wert war.

4

© Charlott Tornow Handgemachte Accessoires kaufen bei Something Interesting

Wer sich aus dem Urlaub gern Andenken mit nach Hause bringt, der wird in Lemberg seine wahre Freude haben. Hier findet ihr zahlreiche kleine Lädchen, in denen hier Handgemachtes von Ukrainischen Designern kaufen könnt. Die Macher von Something Interesting beispielsweise haben sich auf Glaskunst spezialisiert – egal ob Lampen, Teller, Bilder oder Schmuck, die ausgefallenen Designs und Kreationen bekommt ihr so kein zweites Mal.

5

© Charlott Tornow Biertasting im Brauereimuseum Lemberg

Seit dem 16. Jahrhundert wird in Lemberg Bier gebraut, die älteste Brauerei der Ukraine eröffnete 1715, als Mönche mit dem Bierbrauen begannen. Das Brauereimuseum Lvivarnya widmet eben jener Brauerei eine komplette Ausstellung und erzählt von der Geschichte des Bierbrauens in der Ukraine. Spannend ist sicher zu wissen, dass die Brauerei während der Österreich-Ungarischen Monarchie zu den drei besten Brauereien des Kaiserreichs gehörte – allein deshalb solltet ihr im Anschluss an eine Tour durch das Museum direkt zur Bar gehen und ein Bier-Tasting-Set bestellen.

6

© Charlott Tornow Die Altstadt Lembergs von oben sehen

Wenn ihr Lemberg von oben sehen wollt, solltet ihr dem Rathaus auf dem Marktplatz einen Besuch abstatten. Von dort aus kommt ihr für 40 UAH Eintritt auf die Aussichtsplattform des Glockenturms hoch und könnt einen Blick auf die bunten Häuser und den herrschaftlichen Gebäuden drumherum wagen. Gerade der letzte Teil des Aufstiegs ist nichts für schwache Nerven, da die Treppen schmal und geschwungen sind – gerade wenn es voll ist, kann es hier schonmal eng werden. Übrigens gibt es keinen Fahrstuhl.

7

© Charlott Tornow Traditionell Ukrainisch essen im Trapezna Idey

Auch wenn die Ukrainer richtig gut international kochen können, sollte man bei einem Besuch in Lemberg auch mal traditionell Ukrainisch essen. Das könnt ihr richtig gut im Trapezna Idey, das sich etwas versteckt im Keller der Bernhardinerkirche befindet. Das kleine, urige Restaurant ist bei den Locals beliebt und noch ein kleiner Geheimtipp, dennoch solltet ihr vorher reservieren oder wirklich viel Glück haben. Auf der Karte stehen Ukrainische Spezialitäten wie Rote-Bete-Salat mit Meerrettich, Bohrach (ukrainisches Gulasch) oder Banosh (Polenta mit Hüttenkäse). Dazu gibt es Meerrettich- oder Haselnuss-Wodka und Mönchsbier.

8

© Charlott Tornow Über Lemberg schauen vom Hohen Schlossberg

Ob der Hohe Schlossberg die US-Serie „The Man in the High Castle“ inspiriert hat? Ungeachtet der Namensverwandschaft solltet ihr bei einem Besuch in Lemberg einen Abstecher zum Hausberg der Stadt machen, denn von der Aussichtsplattform aus habt ihr eine tolle Sicht auf Lemberg und die Umgebung. Früher stand hier die Burg des Fürsten Danylo, von der heute nur noch Mauerreste übrig sind. Im Anschluss an den Aufstieg könnt ihr einen Abstecher zum nahe gelegenen Industriegebiet rund um die Hallen von !FESTrepublic machen. Hier befindet sich nicht nur der gleichnamige Club, sondern auch das Restaurant Rebernya und die Brauerei Tap Room. Im Sommer findet hier außerdem das Craft Beer und Vinyl Music Festivals statt. 

9

© Charlott Tornow Heißen Kirschlikör trinken bei P’yana Vyshnya

Wenn ihr in Lemberg seid, kommt ihr an den kleinen Häuschen von P’yana Vyshnya nicht herum. Lasst euch von den langen Schlangen und großen Menschentrauben nicht abschrecken, hier wird der heiße, leckere Kirschlikör schnell serviert. Und noch schneller läuft er die Kehlen runter, denn das rote Gold ist sehr lecker und macht bei kalten Temperaturen sehr schnell warm und ein bisschen betrunken. Prost!

10

© Charlott Tornow Sich wie Adlige fühlen im Haus der Wissenschaftler

Eines der schönsten Gebäude in Lemberg ist das Haus der Wissenschaftler. Das Haus wurde Ende des 19. Jahrhunderts von den Wiener Architekten G.Gelmer und F.Felner als Casino für Adelige erbaut. Heute könnt ihr die herrschaftliche Treppe ins erste Obergeschoss, die schönen Holzverzierungen und die üppige Ausstattung bewundern, die oft für Fotoshootings herhalten müssen.

11

© Charlott Tornow Barocke Architektur bestaunen in der Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale

Auch wer nichts für Religion übrig hat, kann der Mariä-Himmelfahrt-Kathedrale in Lemberg einen Besuch abstatten. Die römisch-katholische Kirche entstand im 14. und 15. Jahrhundert und wurde in den folgenden Jahrhunderten durch diverse Umbauten und Restaurationen verändert. Sehenswert ist vor allem der barocke Hauptaltar. Am 1. April 1656 schwor König Johann II. Kasimir hier das Lemberger Gelöbnis, die Heilige Jungfrau Maria als Königin Polens anzuerkennen. Nebenan befindet sich übrigens die Boim-Kapelle, die vor allem aufgrund ihrer Verzierungen und der schwarzen Fassade auffällig und beliebtes Fotomotiv ist.

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