Urlaub in Montenegro – 11 Tipps für einen Roadtrip durch das Balkanland

Wer eine Reise an die Adria plant, denkt bisweilen meist an Klassiker wie Italien, Slowenien oder Kroatien. Dass der Balkanstaat Montenegro ein ebenso lohnendes Ziel für eine Reise in den Süden ist, wissen die Wenigsten. Unberührte Natur mit mächtigen Bergen im Hinterland, charmante Kleinstädte und einladende Strandabschnitte an der Küste machen das Land der „Schwarzen Berge“ jedoch zu einem abwechslungsreichen Ziel für Naturliebhaber und Strandurlauber gleichermaßen. Bei einem Montenegro Urlaub taucht man ein in ein Land, das reich an kulturellen Schätzen und aufgeschlossenen Gastgebern ist. 

Montenegro – Gut zu wissen

Die besten Tipps für einen Montenegro Urlaub

1
Montenegro Urlaub, Durmitor Nationalpark

© Mela Mörtenbäck In unberührter Natur im Durmitor Nationalpark wandern

Eines der schönsten Naturerlebnisse in Montenegro ist ohne Zweifel eine Wanderung im Durmitor Nationalpark, dem größten Nationalpark des Landes. Ambitionierte Wanderer besteigen etwa den Bobotov Kuk, mit 2.522m der höchste Berg des Durmitor-Massivs. Gemütlicher hingegen ist eine Wanderung ausgehend vom Crno jezero, dem Schwarzen See, zur Eishöhle von Ledena Pecina. Über einen gut markierten und ausgetretenen Weg geht es anfangs durch die Wälder, bevor man nach etwa einer Stunde einen Talkessel erreicht, von wo aus sich im weiteren Verlauf der Wanderung stets ein schöner Blick auf den Bobotov Kuk ergibt. 

  • Durmitor Nationalpark
  • Žabljak, Montenegro
  • Nationalparkeintritt: 3 Euro, Parkgebühr: 2 Euro, Kartenmaterial an der Touristeninformation in Žabljak erhältlich
  • Mehr Info
2
Manastir Ostrog, Montenegro Urlaub

© Mela Mörtenbäck Das imposante Felsenkloster Manastir Ostrog besichtigen

Am Ende einer 8 Kilometer langen Serpentinenstraße, zwischen der montenegrinischen Hauptstadt Podgorica und dem Durmitor Nationalpark gelegen, liegt auf rund 900 Meter Seehöhe das imposante Felsenkloster Manastir Ostrog. Es gilt als eines der bedeutendsten Klöster der serbisch-orthodoxen Kirche und ist schon von weitem aufgrund der besonderen Lage zu erblicken. Ist die etwas mühevolle Anfahrt erstmal geschafft, erhält man Einblick in die beliebte Wallfahrtsstätte und die religiöse Lebensweise der montenegrinischen Bevölkerung. Beeindruckend ist nicht nur der Bau selbst, sondern auch der Ausblick über den Nordwesten des Landes hinweg, den man von hier aus hat. 

3
Montenegro Urlaub, Tara Schlucht

© Mela Mörtenbäck Ziplining und Raften durch die Tara Schlucht

Mit einer Länge von 78 Kilometer und einer stellenweisen Tiefe von über 1.300 Metern gilt die Tara-Schlucht als der Grand Canyon Europas. Als längster und tiefster Canyon Europas wurde die Schlucht als Teil des Durmitor Nationalparks sogar in die Liste der Welterbe der UNESCO aufgenommen. Eindrucksvoll ist der Blick von der Đurđevića-Tara-Brücke nach unten. Immer wieder paddeln Rafter in den Stromschnellen vorbei, Adrenalinsuchende wagen sich mit der Zip-Line in rasender Geschwindigkeit durch die Tara-Schlucht. 

4
Herceg Novi, Montenegro Urlaub

© Mela Mörtenbäck Durch das mediterrane Herceg Novi flanieren

Mit rund 200 Sonnentagen im Jahr dominiert an der Adriaküste mediterranes Flair. So auch in Herceg Novi, einer der beliebtesten Badeorte in Montenegro. Der Đurković-Platz gilt als das Zentrum der Kleinstadt, hier laufen die Gassen der Altstadt zusammen; Cafés, Restaurants und kleine Shops laden zum Flanieren ein. Hier ist auch das Wahrzeichen der Stadt zu finden, der Uhrturm. Sehenswert ist die einst türkische Kanli-Kula-Festung im Norden, sowie die spanische Tvrtava Španjola-Festung im Süden. Bei beiden wird ein Eintrittsgeld von 2 Euro erhoben. Einen Namen gemacht hat sich zudem die Galerija Jop-Bepo Benković, die bei freiem Eintritt Werke junger Künstler aus Serbien und Montenegro zeigt.

5
Perast, Bucht von Kotor, Montenegro Urlaub

© Mela Mörtenbäck Von Perast auf die Klosterinsel "Maria vom Felsen" schippern

Der ehemals bedeutsame Seefahrerort Perast stand lange Zeit in Konkurrenz zur deutlich größeren Stadt Kotor. Einst durch den natürlichen Verfall und ein starkes Erdbeben völlig zerstört, wurde Perast im 20. Jahrhundert beinahe komplett restauriert und ist heute ein kleines Juwel in der Bucht von Kotor. Ein Highlight ist eine Bootstour zu den beiden Klosterinseln vor der Küste. „Maria vom Felsen“ wurde künstlich aufgeschüttet und ist heute ein beliebter Wallfahrtsort, die imposante Kirche ist weit über die Bucht aus zu sehen. „Hl. Georg“ gilt hingegen als natürliche Insel, bereits im 12. Jahrhundert wurde hier das erste Benediktiner-Kloster erbaut. Bei einer Bootstour zu „Maria vom Felsen“ bekommt man nicht nur die Gelegenheit die Kirche zu besichtigen, sondern erhält zugleich einen großartigen Blick vom Wasser auf Perast. 

6
Festung Sveti Ivan, Montenegro Urlaub

© Mela Mörtenbäck Die Festung von Kotor erklimmen

Die rund 2.000 Jahre alte Stadt Kotor zählt zu den bekanntesten Orten Montenegros und ist ein beliebtes Ziel von Kreuzfahrtschiffen. Umso lohnenswerter ist ein Stadtbummel durch die charmante Altstadt von Kotor in den frühen Morgenstunden. Kotor beherbergt einige kulturhistorische Bauwerke, darunter einige Kirchen, und wurde in die Liste der UNESCO Weltkultur- und Naturerbe aufgenommen. Bei einem Besuch von Kotor ist die Besichtigung der auf 280 Meter hoch gelegenen Festung ein Muss. Über 1.350 Treppen führt der Weg teils steil nach oben. Wer den Aufstieg erfolgreich hinter sich gebracht hat, wird mit einem eindrucksvollen Ausblick über die Dächer der Stadt und die Bucht von Kotor belohnt. Nach getanem Abstieg und einer kurzen Stärkung in einem der vielen Cafés und Restaurants, wartet am Stadtstrand von Kotor die nötige Abkühlung. 

7
Budva, Stari Grad, Montenegro Urlaub

© Mela Mörtenbäck Vor den Toren Budvas in der Adria baden

Zwar ist Budva eine überschaubare Kleinstadt, die Altstadt jedoch einen Besuch wert. Einst auf einer Insel gelegen, ist die Altstadt mittlerweile durch eine Sandbank mit dem Festland verbunden. Charmante Gassen prägen das Stadtbild, zahlreiche Restaurants, Bars und Cafés machen den Stadtkern vor allem in den Abend- und Nachtstunden zu einem beliebten Ziel von Einheimischen und Touristen gleichermaßen. Kirchen, die Zitadelle und die Stadtmauer sind die bedeutendsten Bauwerke der Stadt, im neu erbauten und stetig gewachsenen Teil von Budva dominieren jedoch Hotelburgen das Stadtbild. Unmittelbar vor den Toren der Altstadt befindet sich jedoch ein kleiner und sehr charmanter Stadtstrand, der zu einem erfrischenden Bad in der Adria einlädt. 

8
Montenegro Urlaub, Petrovac na moru

© Mela Mörtenbäck Eine Bootstour vor der Küste Montenegros unternehmen

Der kleine Ort Petrovac na moru ist noch ein Geheimtipp bei Reisenden. Doch mit einer schön angelegten Strandpromenade, die von kleinen Hotels und Restaurants gesäumt ist, ist Petrovac na moru wohl einer der charmantesten Küstenorte von Montenegro. Nach dem ausgiebigen Sonnenbaden am feinen Sandstrand lohnt eine Bootstour. Auf Zuruf bieten Einheimische im kleinen Fischerhafen eine rund einstündige Tour an. So steuert man zunächst die Insel Sveta Neđelja an, auf der eindrucksvoll eine kleine Kirche auf einem Felsen thront. Im Anschluss geht es zu den Buchten und Höhlen entlang der Küste, bevor man in den Hafen zurückkehrt. 

9
Stari Bar, Стари Бар, Montenegro Urlaub

© Mela Mörtenbäck Durch die Ruinen von Stari Bar spazieren

Rund vier Kilometer vor der neu angesiedelten Stadt Bar liegt am Fuße des Rumija-Gebirges die Ruinenstadt Stari Bar. Als der Ort 1979 bei einem Erdbeben gänzlich zerstört wurde, wurde Bar nicht wieder neu aufgebaut, sondern an die Küste übersiedelt. Nur wenige Gebäude wurden seither in Stari Bar restauriert, ein Spaziergang durch den verlassenen Ort führt überwiegend vorbei an Ruinen. Lediglich zwei Kirchen, ein Palast und ein Aquädukt sind erhalten geblieben und geben einen Eindruck davon, wie Bar in früheren Zeiten ausgesehen hat. Lohnend ist auch eine kurze Pause am Weg zurück zum Parkplatz. In kleinen Häuschen wurden eigens Cafés für Besucher errichtet; orientalische Süßspeisen und türkischer Kaffee warten nach dem Spaziergang durch Stari Bar.

10
Ulcinj, Улцињ, Montenegro Urlaub

© Mela Mörtenbäck In das orientalische Flair von Ulcinj eintauchen

Als südlichste Stadt Montenegros und älteste Stadt an der Adria sowie einem Anteil von rund 75% arabisch sprechenden Einwohnern dominiert in Ulcinj orientalisches Flair. Gleich mehrere Moscheen, eine charmante Altstadt mit kleinen Pensionen und wenigen Restaurants sowie der längste Strand von Montenegro zeichnen Ulcinj aus. Bei einem Spaziergang durch die verwinkelten Gassen der Altstadt eröffnen sich nicht nur immer wieder endlose Ausblicke aufs Meer, wer Ulcinj zur richtigen Tageszeit besucht wird auch Zeuge von den eindringlichen Klängen der Moscheen, die in der ganzen Stadt zu hören sind. 

11
Montenegro Urlaub, Kapelle vor Sv Stefan

© Mela Mörtenbäck Den traumhaften Ausblick auf Sveti Stefan genießen

Es ist eines der charakteristischsten Fotomotive für Montenegro – die Hotelinsel Sv. Stefan mit ihrem kleinen Häuserkomplex aus dem 15. Jahrhundert. Einst völlig vom Meer umgeben, ist Sv. Stefan mittlerweile längst mit dem Festland verbunden und beherbergt heute ein Luxushotel. Der Zutritt ist lediglich Hotelgästen gestattet, weshalb sich ein Zwischenstopp kaum lohnt. Dennoch sollte man den Ort nicht ungeachtet passieren, denn Sv. Stefan liegt am Fuße eines Berges, auf dem sich auf einem Vorsprung eine kleine Kapelle erhebt. Ist die Zufahrt dorthin erstmal gefunden, genießt man hier nicht nur einen großartigen Ausblick auf die Hotelinsel, sondern erlebt zugleich einen der wohl idyllischsten Orte, den Montenegro zu bieten hat. 

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