11 Tipps für die Planung deines nächsten Familienurlaubs

Endlich Urlaub! Kaum etwas macht uns glücklicher als eine Auszeit vom Alltag, der Arbeit und den immer gleichen Verpflichtungen. Warum Urlaub wichtig für unser Seelenheil ist, habe ich hier aufgeschrieben: Wir können reflektieren, was uns gut tut. Wir lernen uns und unsere Mitmenschen (neu) kennen. Wir sammeln Erlebnisse, die uns prägen und mutiger und selbstsicherer werden lassen. Und wir lernen andere Kulturen kennen, werden offener und toleranter gegenüber uns vormals fremden Menschen. Das gilt nicht nur für Erwachsene, sondern natürlich auch im gleichen Maße für Kinder. Urlaub mit den Kindern verspricht daher nicht nur eine gemeinsame Auszeit als Familie fernab der alltäglichen Aufgaben und Sorgen, sondern ist für die Kleinen sogar ein wichtiger Faktor für die Weiterentwicklung. Aber während die Einen oder Anderen von uns früher einfach die Sachen gepackt und ohne Ziel drauf losgefahren sind, bedarf Familienurlaub ein bisschen mehr Planung. Ich habe mich mal bei meinen Freunden und Kollegen mit Kindern umgehört, welche Erfahrungen sie in den letzten Jahren gemacht haben und teile hier ihre Tipps.

1. Höre unseren Podcast "Mit Kind und Koffer"

Bevor ich in diesem Artikel ins Detail gehe, möchte ich noch Werbung in eigener Sache machen. Wir haben zusammen mit dem Online-Marktplatz für Ferienunterkünfte FeWo-direkt und der Familienexpertin Nora Imlau den Podcast "Mit Kind und Koffer" produziert und beleuchten in insgesamt vier Folgen das Thema Familienurlaub. Mit Nora spreche ich über tolle Reiseziele für die ganze Familie, das Suchen und Finden der perfekten Unterkunft, die Balance von Erziehung, Erholung und Erlebnissen im Urlaub, Packlisten und vieles mehr. Wir beleuchten vor allem auch, warum Auszeiten fernab des Alltags zu Hause so wichtig für die gesamte Familie sind und wie man es schafft, den Alltag nicht mit auf Reisen zu nehmen. Den Podcast gibt es zum Beispiel auf Spotify und Apple Podcasts.

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2. Urlaub mit Kind ist anders als Urlaub ohne Kind

Die Aussage klingt erstmal logisch, aber gerade für viele frisch gebackene Eltern ist der erste Urlaub zu dritt eine krasse Umstellung. In der zweiten Folge unseres Podcasts "Mit Kind und Koffer" rät Nora Imlau zwar, dass Familienurlaub auch die eigenen Interessen widerspiegeln muss. Wenn du also vor der Geburt gern draußen aktiv warst, dann musst du nicht plötzlich All-Inclusive-Resort-Urlaub machen. Aber dir sollte auch bewusst sein, dass du nicht mehr alles genau wie vorher machen kannst. Mein Kollege Manuel weiß beispielsweise aus eigener Erfahrung, dass abenteuerliche Aktivitäten wie Canyoning mit Kleinkindern nicht möglich sind, es sei denn es gibt eine Kinderbetreuung vor Ort.

3. Ein Stück Alltag nimmst du immer mit in den Urlaub

So sehr wir im Urlaub den Alltag hinter uns lassen, einfach nur mal abschalten und nichts machen wollen: Gerade mit Kindern ist das kaum möglich. Zum einen, weil sie ein Stück weit die Routinen von Zuhause benötigen (Aufsteh-, Schlafens- und Essenszeiten), zum anderen, weil bestimmte Formen des Urlaubs es gar nicht ermöglichen, keinen Alltag zu haben. Wenn du Urlaub im Ferienhaus buchst, dann muss dir vorab bewusst sein, dass du weiterhin einkaufen, kochen und sauber machen musst – nur eben an einem anderen Ort. Willst du diese Alltagsaufgaben vermeiden, dann ist ein Familienresort oder ein Cluburlaub die bessere Alternative.

4. Plane einen Urlaub, der alle Bedürfnisse befriedigt

Familienurlaub bedeutet, gemeinsam eine Auszeit vom Alltag zu nehmen, Erinnerungen zu schaffen und Interessen nachzugehen, die sonst zu kurz kommen. Dabei sollten Eltern nicht davon ausgehen, dass ihre Kinder die gleichen Interessen wie sie haben. Beim Familienurlaub geht es also nicht darum, das zu machen, was man selbst am liebsten mag, sondern alle Bedürfnisse zu beachten und vor allem auch realistische Aktivitäten zu planen. Bezieh deine Kinder ruhig bei der Wahl des Urlaubsortes ein und frage sie, was sie interessiert und was sie gern sehen wollen. Sei dir beispielsweise auch bewusst, dass gerade Teenager gern socializen – mein Kollege Manuel meint, dass Wildcampen oder längere Raodtrips mit dauerndem Ortswechsel für Teenager weniger erholsam sind, weil sie sich gern mit anderen Kids vernetzen. Ein fester Campingplatz ist dann zum Beispiel die bessere Alternative. In der 2. Folge von "Mit Kind und Koffer" gehe ich mit Nora Imlau auch genauer auf das Thema Planung von Aktivitäten im Urlaub ein.

5. Achte bei der Wahl der Unterkunft auf die Ausstattung und die Größe

Die Unterkunft kann im Urlaub zu einem echten Gamechanger werden, im positiven wie im negativen Sinn. Während im Urlaub mit Babys und kleinen Kindern vor allem Ausstattungsdetails wie Kinderbetten oder Hochstühle essenziell sind, brauchen ältere Kinder, genauso wie wir, Rückzugsräume. Erinnerst du dich beispielsweise noch, wie viel Freiraum du als Teenager gebraucht hast? Zusammen mit den Eltern in einem Hotelzimmer schlafen, ist in diesem Alter nicht mehr so cool wie vielleicht noch mit vier Jahren. Du solltest bei der Wahl der Unterkunft also nicht unbedingt auf die schönste Optik, sondern auf die Praktikabilität achten. Ich habe beispielsweise 2020 im wunderschönen Mosel Chalet in Rheinland-Pfalz übernachtet – ein zweistöckiges Design-Häuschen mit einer Wahnsinnsaussicht auf die Weinberge der Mosel. So stylisch die Unterkunft auch war, ist sie doch absolut ungeeignet für Familien mit kleinen Kindern, denn die hohen Treppen können durchaus zum gefährlichen Hindernis werden. Die Eigentümer weisen sogar auf der Website darauf hin. Also achtet schon vor der Buchung darauf, ob sich die Unterkunft wirklich für alle Familienmitglieder eignet.

6. Passe die Reisegeschwindigkeit an deine Kinder an und mute ihnen nicht zu viel zu

Gerade für kleine Kinder ist die Welt riesengroß, weil sie alles zum ersten Mal sehen und erleben und noch viel sensibler auf alles reagieren, was um sie herum passiert. Eltern wissen, dass schon ein Ausflug zu einem neuen Spielplatz zu einer echten Weltreise werden kann. Jetzt stell dir also mal vor, wie es für kleinere Kinder ist, mit dem Auto nach Italien zu fahren oder sogar in ein Flugzeug zu steigen. Bei einer Reise mit dem Auto solltest du generell eher mit einem "Der Weg ist das Ziel"-Mindset rangehen und großzügige Stopps, idealerweise über Nacht, einplanen. Sprich: 16 Stunden mit dem Auto und zehn Mate intus durchfahren, ist mit Kindern unmöglich. Außerdem sollten die An- und Abreise nicht in Stress ausarten, der den Erholungseffekt wieder zunichte machen. Sprich: Wenn ihr nur eine Woche Urlaub habt, dann sollte das Ziel so nah wie möglich liegen.

7. Wenn du Zeit für dich haben willst, musst du Kompromisse bei der Wahl des Urlaubsortes eingehen

Kinderbetreuung ist hier das Zauberwort. Was auf Hochzeiten und anderen größeren Events zu Hause super funktioniert, wenn Erwachsene mal wieder ungestört unter sich sein wollen, ist auch im Urlaub unersetzlich, wenn du mal ein bisschen Zeit für dich haben willst. Ältere Kinder können sich natürlich für kurze Zeit auch super allein beschäftigen, aber wenn du mal einen ganzen Nachmittag oder sogar einen Tag frei haben willst, dann bietet es sich entweder an, dass du mit den Großeltern oder einem befreundeten Pärchen wegfährst (seihe Punkt 8) oder aber du suchst gezielt nach einem Ziel, an dem deine Kinder mit anderen Kindern in Kontakt kommen und sich beschäftigen können. Große Campingplätze oder Familienresorts beispielsweise sind dann gute Anlaufpunkte.

8. Fahre auch mal mit befreundeten Eltern weg

Genauso wie du früher mit deinen besten Buddys oder einem befreundeten Pärchen in den Urlaub gefahren bist, bietet sich die Konstellation auch mit Kindern noch an. Klar, die Planung ist hier aufgrund der Personenzahl noch ein bisschen aufwändiger, aber das sollte dich nicht daran hindern, diese Erfahrung zu machen. Denn das Gute ist, dass du einerseits mit Freunden, die du vielleicht lange nicht mehr gesehen hast, wieder gemeinsame neue Erinnerungen schaffst. Andererseits könnt ihr euch das Babysitting oder die Aufsicht der Kinder gegenseitig abnehmen, was dir endlich mal wieder ein bisschen Paarzeit mit deiner besseren Hälfte verschafft.

9. Packe nicht zu viel, dafür die wichtigsten Dinge ein

Wenn du beim Packen für den Urlaub die Tendenz hast, immer etwas zu viel mitzunehmen, dann solltest du eine Packliste deine neue beste Freundin nennen. Gerade wenn du zum ersten Mal mit Kindern verreist, kann die Entscheidung, was in den Koffer kommt und was nicht, nochmal schwieriger sein. Die Faustregel lautet aber: Nimm so viel wie nötig und so wenig wie möglich mit. Heißt: Alles, was du zu Hause lassen kannst, sollte dort auch bleiben. Bei FeWo-direkt und anderen Anbietern von Ferienunterkünften wie AirBnB beispielsweise kannst du bei der Suche nach einer Unterkunft gezielt Filter wie "Babybett", "Hochstuhl" oder "Waschmaschine" eingeben – wichtige Kriterien, wenn du mit einem kleinen Baby unterwegs bist und beispielsweise viel waschen musst. Kinder sollten außerdem die Möglichkeit haben, ihr Lieblingsspielzeug oder -kuscheltier mitzunehmen, das ihnen Stabilität in der ungewohnten Umgebung gibt. Mein Kollege Matze hat noch zwei unschlagbare Tipps auf Lager: 1. Städteurlaub ohne Kinderwagen – ganz schlechte Idee. 2. Babyphone nicht vergessen.

10. Sag im Urlaub einfach öfter mal "Ja"

Wie viel Erziehung ist im Urlaub erlaubt? Mein Kollege Matze, der einen sehr aufgeweckten Sohn hat, meint: Sag im Urlaub einfach öfter mal Ja. Genauso wie wir als Erwachsene im Urlaub gern mal Fünf gerade sein lassen, ein bisschen tiefer ins Weinglas gucken, Nachrichten nicht beantworten und bis zum Mittag im Bett liegen, sollten auch Kinder ein bisschen mehr Narrenfreiheit haben. Kinder erkennen durchaus den Unterschied zwischen Zuhause- und Urlaubsalltag, sodass Eltern nicht fürchten müssen, dass all die Erziehungsarbeit umsonst war. Das Handy und der Fernseher können also ruhig mal ein bisschen länger laufen und das eine oder andere Eis mehr hat auch noch nicht geschadet.

11. Die wichtigsten Momente sind nicht die großen Abenteuer, sondern die Momente des ungestörten Beisammenseins

Diesen Punkt muss ich kaum erklären, oder? Urlaub mit der Familie bedeutet, gemeinsam wertvolle Zeit zu verbringen. Oftmals sind es nicht die krassesten Abenteuer, die in Erinnerung bleiben, sondern die Stunden, die du mit deinen Kids unbeschwert verbracht hast. Für Kinder zählt oft nicht, was sie gesehen und erlebt, sondern dass Mama und Papa ihnen ungeteilte Aufmerksamkeit geschenkt haben.

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