11 schöne Schweizer Seen für einen Ausflug im Sommer

Die Schweiz ist für mich wie eine Wundertüte, die unendlich groß ist und immer wieder neue, wunderbare Schätze offenbart. Hatte ich die Schweiz früher eher als Winterdestination abgespeichert, so habe ich das Alpenland in den letzten Jahren vor Allem im Sommer zu schätzen gelernt. Dann kann man nämlich besonders gut in all den hübschen Städten – von Bern über Luzern bis nach Zermatt – flanieren, aussichtsreiche Wanderungen unternehmen, mit dem Camper durch grüne Landschaften und entlang geschwungener Passstraßen fahren und natürlich baden gehen. Von großen, bekannten Seen wie dem Zürichsee und dem Vierwaldtstättersee bis hin zu kleinen, verstecken Bergseen – ich stelle dir 11 Schweizer Seen vor, die Sommer Abkühlung und fantastische Aussichten versprechen.

Caumasee
© Charlott Tornow

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Verbringe einen Sommertag am wunderschönen Caumasee

Der Caumasee ist vermutlich der schönste See Graubündens, hypnotisiert er doch mit seinem klaren, türkisblauen Wasser und einer tollen Aussicht auf die umliegenden Berge. Der See ist an einigen wenigen Stellen frei zugänglich, wenn du aber auf einer der vielen Wiesen und schön angelegten Sonnenplätze oder auf der kleinen Insel mitten im See liegen möchtest, musst du ein Ticket für das Strandbad kaufen. Im Strandbad kannst du auch Boote oder ein SUP ausleihen. Auch Kinder kommen hier auf dem großen Spielplatz auf ihre Kosten.

Oeschinensee, Schweiz
© Patrick Robert Doyle | Unsplash

2
Gehe schwimmen im türkisfarbenen Oeschinensee

Was für ein abgefahrenes Panorama! Immergrüne Tannen, schneebedeckte Gebirge und eine Felsklippe, die aus dem türkisfarbenen Wasser aufsteigt. Der Oeschinensee auf 1578 Metern im Berner Oberland zwischen Fründenhorn, Oeschinenhorn und Doldenhorn ist fast zu schön, um wahr zu sein. Hier kannst du in den warmen Monaten mit dem Boot und einer Sommerrodelbahn fahren, schwimmen und wandern gehen, im Winter lädt die Umgebung zum Eisfischen oder Schlittenfahren ein. Du erreichst den See mit der Gondel von Kandersteg aus und musst von dort nur noch eine halbe Stunde laufen.

Laghetto dei Saléi
© Charlott Tornow

3
Erfrische dich nach einer Wanderung im Onsernonetal im Lago Salei

Das etwas unbekannte Onsernonetal ganz im Westen des Tessins ist das grüne Herz des Schweizer Kantons. Egal ob du hier wandern gehst oder mit dem Auto die engen, gewundenen Straßen entlang fährst, hier fühlt man sich wie im Dschungel – so satt und dunkelgrün leuchten die Bergkämme. Besonders schön ist eine Wanderung rund um den kleinen Lago Salei, der hoch über dem Tal liegt. Um zu dem See zu kommen, nimmst du die Seilbahn Funivia Alpe Salei und wanderst dann Richtung des Gasthauses Capanna Salei und weiter in westliche Richtung. Nach ungefähr einer halben Stunde bist du an dem See angekommen und kannst dich nach dem anstrengenden Aufstieg abkühlen.

Rheinschlucht, Surselva, Graubünden, Schweiz, Zervreilasee
© Charlott Tornow

4
Wandere rund um den beeindruckenden Zervreilasee

Ganz am Endes des Valser Tals, fast an der Grenze zum Tessin, befindet sich der türkis schimmernde Zervreilasee, in dessen Panorama wir uns sofort verliebt haben. Denn ganz am Ende ragt das Zervreilahorn spitz in die Höhe während links und rechts des Sees an grün bewaldeten Hängen zahlreiche Wasserfälle runterstürzen und den See mit frischem Wasser speisen. Hier glaubt man, im Paradies angekommen zu sein und wenn du das Panorama etwas länger genießen willst, solltest du einem der zahlreichen Wanderwege folgen, die um den See und weiter Richtung Zervreilahorn führen. Unterhalb des Sees befindet sich übrigens ein Restaurant, in dem du dich nach deiner Tour stärken kannst.

Isole di Brissago
© Alfonso Zirpoli

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Fühle dich wie in der Karibik auf der Isole di Brissago

Der Lago Maggiore im Tessin fasziniert ja allein schon durch sein tiefblaues Wasser und die umliegende Bergregion. Wenn man hier unter tropischen Palmen vorbei an alten Palästen und Villen flaniert, wähnt man sich schnell mal in der Karibik. Dieses Gefühl erreicht seinen Höhepunkt auf der Isole di Brissago: Hier wachsen rund 2.000 subtropische Pflanzen, die man sich auf einem Rundweg anschauen kann. Oder du übernachtest gleich in der neoklassischen Villa, die einst der deutsche Kaufhauskönig Max Emden errichten ließ. Wenn du hier morgens aus dem Fenster schaust und den Blick schweifen lässt, kommt echtes Urlaubsfeeling auf. Die Insel erreichst du in nur wenigen Bootsminuten von Locarno, Ascona, Porto Ronco oder Brissago aus.

© Riccarda Hoffmann

6
Wandere zum malerischen Lagh da Saoseo

Wenn du am liebsten zu Fuß unterwegs bist, dann plane die rund vier- bis fünfstündige Wanderung ab Sfazù zum klaren, wirklich märchenhaften und sagenumwobenen Lagh da Saoseo ein. Der See gilt als der schönste See Graubündens. Vielleicht triffst du also ein paar Wander*innen auf der Route. Dafür wirst du aber auch mit dem malerischen Anblick des kobalt- bis türkisblauem Sees belohnt. Wer mag, taucht nach der Wanderung in das kühle Nass ein oder sonnt sich auf den flachen Steinen, bevor es zurück geht. Es empfiehlt sich eine Brotzeit dabei zu haben, da das Rifugio Saoseo das einzige Bauernhaus mit hausgemachter Küche auf der gesamten Strecke ist.

luzern, vierwaldstättersee
© Charlott Tornow

7
Erkunde mit dem historischen Dampfschiff den Vierwaldstättersee

Die schönste Art, den Vierwaldstättersee bei Luzern zu erkunden, ist bei einer Tour mit dem historischen Dampfschiff, das täglich über den See schippert. Von hier aus hast du einen tollen Blick auf die Voralpen rund um den See und die von Palmen gesäumten Ufer. Das Dampfschiff verbindet verschiedene Orte am See wie Luzern, Weggis, Vitznau, Gersau, Treib oder Brunnen. Die aktuellen Fahrpläne findest du hier.

© KIM Media and Event

8
Finde deine innere Mitte beim Stand-up-Paddling auf dem Luganersee

Was bei uns als Stand-up-Paddling bekannt ist, kommt eigentlich aus Hawaii und heißt dort "Ku Hoe He‘e Nalu". Im Vergleich zum normalen Surfen geht's beim SUP aber eher gemächlich vorwärts – während du aufrecht auf dem Brett stehst, bewegst du dich mit dem Paddel in die gewünschte Richtung. Kraft, Ausdauer und Balance sind die wichtigsten Faktoren beim SUP, wobei wie beim Surfen eine vierte Komponente essenziell ist: Ausgeglichenheit. Beim Stand-up-Paddling begibst du dich durch die Nähe zur Natur und die sanften Wogen des Wassers irgendwann in einen natürlichen Zen-Modus. Wenn du dazu noch die einmalige Aussicht auf den Luganersee genießt, kann es eigentlich nicht schöner werden.

Rheinschlucht, Davos Munts
© Charlott Tornow

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Übernachte mit Aussicht auf das Val Lumnezia am Badesee Davos Munds

Der als Naturbadeteich angelegte Badesee Davos Munts erstreckt sich vor einer idyllischen Auenland-artigen Waldlandschaft, die Herr-der-Ringe-Vibes auslöst. Direkt unterhalb der Hügel können Outdoor-Begeisterte ihre Zelte aufschlagen oder in einem der großzügigen Glamping-Zelte unterkommen. Wer mit dem Camper anreist, findet etwas unterhalb des Sees auf einer großen Wiese Platz und steht mit einem fantastischen Blick auf das Val Lumnezia. Direkt neben dem See befindet sich in einem schlichten, schönen Holzhaus ein Restaurant, in dem Aperitivo, Smoothies und moderne Gerichte serviert werden.

© Interlaken Tourismus, Mike Kaufmann

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Erkunde den Thunersee zu Fuß und auf dem Wasser

Wenn am blau schimmernden Thunersee im Frühling die Kirschblüte einsetzt und die noch mit Schnee bedeckten Gipfel in der Ferne weiß leuchten, dann hat man fast das Gefühl in Japan zu sein. Der Thunersee ist ein wahres Juwel im Berner Oberland und kann aufs verschiedenste Weise entdeckt werden: Erkunde den See vom Wasser aus bei einer Bootsfahrt, beim Windsurfen oder mit dem Kayak. Umrunde den See bei einer 62 Kilometer langen Wanderung oder erklimme den pyramidenförmigen Berg Niesen. Und wenn du richtig urig und idyllisch übernachten willst, dann schau mal in der Jugendherberge Leissigen vorbei.

Zürich, Schweiz
© Rebecca Hoffmann

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Grilliere am Seebad Utoquai in Zürich

Wenn du einen Städtetrip nach Zürich planst, darf gerade in den Sommermonaten das historische Seebad Utoquai am Zürichsee nicht fehlen. Auf den Holzplanken heißt es hier “sehen und gesehen werden”. Das Besondere dabei ist die Aufteilung von Frauen- und Männerbad mit getrennten Sonnenterrassen. In der Mitte oder im Zürichsee können sich beide Geschlechter treffen. Schon seit über 120 Jahren kann hier ausgiebig "grilliert" werden, wie die Schweizer das Sonnenbaden nennen. Solch entspanntes Urlaubsgefühl hat man selten mitten in der Stadt. Aber aufpassen – das Seebad schwimmt quasi auf dem Zürichsee, zwischen den Planken Durchgerutschtes wird wohl für immer im Wasser verschwunden sein.  

Urlaub in der Schweiz

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