11 Tipps, wie du in Zeiten von Corona sicher Urlaub machst

© Victor He | Unsplash

Wow, was waren das für zweieinhalb verrückte Monate?! Es fühlt sich an, als wäre es eine halbe Ewigkeit her, dass im März das Corona-Virus die europäische Öffentlichkeit lahmlegte. Jetzt öffnen in Deutschland wieder Hotels, Sehenswürdigkeiten und Restaurants und in Europa werden die Reisebeschränkungen aufgehoben. Es fühlt sich an wie ein großer Aufbruch und auch wenn wir es uns Zuhause gemütlich gemacht haben, sind wir froh, wieder draußen zu sein. Allerdings ist es wichtig zu wissen, dass die Corona-Pandemie noch lange nicht vorbei ist und sich immer noch Menschen mit dem Virus anstecken und es weitergeben können. Auch wenn die Grenzen jetzt also wieder öffnen und Sommerdestinationen wie Spanien, Italien und Griechenland Touristen in ihr Land locken, ist es wichtig, sich weiterhin zu schützen. Ich habe deshalb 11 Tipps für dich, wie du dich auch in Zeiten von Corona im Urlaub schützen kannst.

1. Mach dich über die Vorschriften in deinem Reiseland schlau

Bevor du deinen Urlaub buchst, solltest du dich unbedingt schlau darüber machen, wie die aktuellen Corona-Vorschriften in dem Reiseland sind. Zwar hat die Bundesregierung die weltweite Reisewarnung für 29 europäische Länder ab dem 15. Juni mittlerweile beschlossen, aber "Reisehinweise sind keine Reiseeinladungen", sagte Außenminister Heiko Maas. In einigen Ländern wie Großbritannien gibt es weiterhin Quarantänereglungen für Einreisende, in Norwegen dagegen gilt auch nach dem 15 Juni noch eine Einreisesperre. Dazu kommt, dass jedes Land Hygienekonzepte und Abstandsreglungen anders regelt – am besten informierst du dich vorab auf der jeweiligen Länderseite des Auswärtigen Amtes.

2. In Deutschland gelten die Vorgaben der Bundesländer

Wenn du 2020 Urlaub in Deutschland machen willst und dir eine Reise ins Ausland zu unsicher ist, dann solltest du dich vorab in die einzelnen Bestimmungen der Bundesländer einlesen. Denn Deutschland ist föderalistisch organisiert und jedes Bundesland regelt zum Beispiel das Tragen von Mund-Nasen-Schutz im öffentlichen Raum, Hygienekonzepte, Kontaktbeschränkungen und die Öffnung der Gastronomie und des Beherbergungsgewerbes anders. Wichtig zu wissen ist auch, dass die allgemeinen Kontaktbeschränkungen noch bis zum 29. Juni Bestand haben.

3. Verreise nicht in großen Gruppen

Ja, ich weiß, diese Kontaktbeschränkungen sind echt schwer und ich würde auch wirklich gern wieder meine Freunde umarmen und eine große Party feiern, aber es gibt nach wie vor aus gutem Grund Kontaktverbote. In Deutschland beispielsweise ist zwar das Treffen von zwei Haushalten oder von bis zu zehn Personen im öffentlichen Raum gestattet, allerdings gilt hier die Abstandsregel von 1,5 Meter. Dazu kommt: Mit je mehr Menschen man unterwegs ist, desto größer ist das Risiko, dass sich eine*r mit Corona ansteckt und das Virus an alle anderen weitergibt, denn schließlich kann man nicht auf die Hygiene all seiner Travel Buddies achten.

4. Plane eine Outdoor-Reise

Vermutlich geht es vielen von uns so, dass wir uns nach dieser langen Zeit Zuhause endlich mal wieder richtig bewegen wollen. Das ist gut so, denn eine Outdoor-Reise ist tatsächlich eine der sichersten Varianten, 2020 Urlaub zu machen. Auf dem Hausboot beispielsweise kannst du einerseits die Natur genießen, andererseits hältst du genügend Abstand zu anderen ein. Auch bei einer mehrtägigen Wanderung oder auf einer Fahrradtouren wirst du zwar Gleichgesinnte treffen, aber du hältst dich permanent draußen auf, was ein Ansteckungsrisiko vermindert. Vermeiden solltest du dagegen lange Aufenthalte drin, zum Beispiel im Spa mit vielen anderen Menschen. Tolle Outdoor-Reisen kannst du beispielsweise mit Unplanned oder Wikinger Reisen buchen.

5. Schau ob dein Lieblingshotel auch Apartments anbietet

Hotels, Gasthäuser und private Ferienunterkünfte hatten es in den letzten Monaten besonders schwer – sie mussten ganz schließen oder durften nur Geschäftsreisende aufnehmen. Klar, dass wir sie jetzt wieder unterstützten wollen. Die Betriebe müssen nach den Bestimmungen ihrer Länder Sicherheitskonzepte erarbeiten, um ihre Gäste sicher zu beherbergen. Informiere dich vorab darüber. Wenn dir das Übernachten in einem großen Hotel zu unsicher ist, dann frage einfach nach, ob es nicht auch die Möglichkeit einer Unterbringung in einem privaten Apartment mit Selbstverpflegung gibt. Oder du schaust direkt nach solchen Anbietern. Eine gute Seite dafür ist Good Travel.

6. Meide große Menschenansammlungen

Genau so wenig wie du mit all deinen Freund*innen in den Urlaub fahren solltest, solltest du dich auch nicht in große Menschenmengen wie auf Demonstrationen, kleinere Privat-Partys oder -Konzerte begeben. Zwar sind in Deutschland beispielsweise Demonstrationen wieder erlaubt, aber ausschließlich unter Einhaltung der Hygienekonzepte. Werden diese nicht eingehalten, ist es für dich nicht sicher. Viele Länder haben darüber hinaus ein Verbot von Veranstaltungen über 1000 Personen bis Ende August erteilt, solltest du trotzdem auf eine geraten, ist sie einerseits wahrscheinlich illegal, andererseits auch nicht sicher für dich.

7. Halte die normalen Hygieneregeln ein

Mittlerweile müssten wir ja alle internalisiert haben, wie man sich in der Öffentlichkeit bestmöglich vor einer Ansteckung mit dem Corona-Virus schützen kann, egal wo man ist: Mund- und Nasen-Schutz auf, 1,5 Meter Abstand halten, regelmäßig ordentlich die Hände waschen, nicht mit dem Händen im Gesicht rumfuchteln. Übrigens ist es keine gute Idee, den aktuellen Trend des lässigen Mundschutz-auf-dem-Kinn-Tragens mitzumachen: Denn jedes Mal, wenn du die Maske berührst, verschmierst du die Keime an deinen Finger auf der Maske und dadurch in deinem Gesicht. Das richtige Tragen geht so: Hände waschen, Maske auf und sie im Gesicht lassen, bis du wieder die Möglichkeit hast, sie abzusetzen. Beim Absetzen nicht die Außenseite der Maske berühren. Danach müsstest du eigentlich die Maske wechseln, denn an ihr kleben jetzt potenziell Bakterien.

8. Nimm genügend Desinfektionsmittel und Masken mit

Dadurch, dass wir den Mundschutz mehrmals täglich wechseln müssten, steigt auch der Masken-Verbrauch. Am besten nimmst du also mindestens eine Maske für jeden Tag deiner Reise mit. Zwischendurch solltest du die Maske reinigen: Entweder wäschst du sie bei 60 bis 95 Grad in der Waschmaschine oder du kochst sie aus, zum Beispiel in einem Topf. Danach muss sie vollständig trocknen und in einem luftdichten Behältnis aufbewahrt werden. Zusätzlich ist es ratsam, immer Desinfektionsmittel für Zwischendurch dabei zu haben.

9. Vermeide überfüllte öffentliche Verkehrsmittel, nimm zur Not das Taxi, das Fahrrad oder laufe

Öffentliche Verkehrsmittel wie Busse und Bahnen können vollgepackt mit Menschen sein. Auch wenn jede*r Mundschutz trägt, so können hier die Abstandsregeln nicht mal ansatzweise eingehalten werden. Wenn du dich dabei unwohl fühlst, dann steige aus und nimm ein Taxi. Wenn du mobiler unterwegs bist, kannst du dir natürlich auch ein Leihfahrrad besorgen (davon gibt es in jeder größeren europäischen Stadt mittlerweile zahlreiche Anbieter) oder du läufst einfach – so hältst du dich gleich auch noch fit.

10. Wenn du dich nicht wohl fühlst, geh wieder

Egal, ob du im Urlaub einkaufen bist, ein Restaurant oder eine öffentliche Einrichtung besuchst – wenn du das Gefühl hast, dass es dir hier zu voll ist oder sich niemand an die Hygienevorschriften hält, dann geh einfach wieder. Keiner zwingt dich, irgendwo zu sein, und deine eigene Gesundheit und dein Wohlbefinden gehen immer vor.

11. Weise auf die Vorschriften hin, wenn sie nicht eingehalten werden

Dieser Punkt schließt sich direkt an das zuvor Gesagte an: Wenn in einem Restaurant beispielsweise Kellner*innen keinen Mundschutz tragen oder die Tische zu eng stehen, dann weise sie freundlich auf die Vorgaben hin. Denn in einigen deutschen Städten haben sich mittlerweile wieder Menschen mit Corona angesteckt, weil Abstands- und Hygieneregeln nicht eingehalten wurden. Das ist ärgerlich, weil eine Besserung der Situation so immer weiter in die Zukunft geschoben wird. Letztendlich sind wir ja alle an einem schnellen Ende der Pandemie interessiert und das erreichen wir nur, wenn wir uns zusammen darum bemühen.

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