Urlaub in Italien – Unsere 11 Lieblingsorte von Südtirol bis Sizilien

Wenn es ein Land gibt, auf das sich wohl alle Deutsche einigen können, dann ist es Italien. Urlaub in Italien geht einfach immer und zu jeder Jahreszeit, denn unsere Sehnsucht nach dieser entspannten Lebensweise, die nach Aperetivio, cremigem Gelato, fluffiger Pizza und hausgemachter Pizza schmeckt und sich nach sonnengegerbter Haut anfühlt, ist groß. Sehr groß. Vielleicht liegt es auch daran, dass die Italiener so viel entspannter sind als wir und um uns daran zu erinnern, dass wir das Leben einfach öfter genießen sollten, müssen wir zwangsweise in den Süden. Dabei fällt die Ausfall des schönsten italienischen Ortes ziemlich schwer, denn es ist einfach überall wahnsinnig schön – in den bekannten Städten wie in den kleinen Dörfern. Weil wir am liebsten unbekanntere Regionen erkunden, empfehlen wir in diesem Artikel deshalb auch ein paar unserer Lieblingsorte in Italien fernab der großen Touristenmagneten wie Rom, Mailand, Venedig oder Florenz. Wenn du noch mehr Inspiration für Italien brauchst, dann schau mal auf unserer Italien-Seite vorbei – hier findest du viele weitere Empfehlungen vom Norden bis in den Süden Italiens.

© Max Fleschhut

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Bade in den Thermalquellen von Saturnia

In den Thermalquellen von Saturnia kannst du das ganze Jahr über baden, denn das Wasser sprudelt hier im Sommer wie im Winter mit konstanten 37 Grad Celsius aus dem Boden. Eigentlich ist es in den kälteren Monaten sogar reizvoller, sich in den Dutzenden von natürlichen Becken zu aalen, wenn dichte Dampfschwaden die Thermen umhüllen. Das türkisfarbene, schwefelhaltige Thermalwasser besitzt Heilkräfte, die bereits die antiken Römer*innen zu nutzen wussten und die bis heute in zahlreichen Therapien zum Einsatz kommen. Die „cascate del mulino“, die „Wasserfälle bei der Mühle“, ergießen sich übrigens mitten in der Landschaft und sind kostenlos zugänglich.

Matera
© Charlott Tornow

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Mache einen Spaziergang durch Matera zum Sonnenuntergang

Matera ist am schönsten direkt bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang. Morgens, wenn sich die Sonne langsam ihren Weg über die angrenzende Hochebene bahnt,  werden nur einzelne Teile der Stadt hell illuminiert, wodurch sich ein einzigartiger Kontrast ergibt. Noch schöner ist das Stadtbild abends, wenn die Lichter in den Straßen und an den Häusern angehen und die untergehende Sonne bunte Farben an den Himmel malt – die Atmosphäre ist dann ziemlich besonders, weil alles plötzlich etwas ruhiger und andächtiger ist. Nimm dir dann nochmal Zeit und entdecke die engen Gassen und weiten Plätze von Matera nochmal neu.

Italien, Apulien, gargano spiaggia di vignanotica
© Charlott Tornow

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Wandere durch den Gargano Nationalpark zum Strand Spiaggia di Vignanotica

Der Gargano Nationalpark beherbergt eines der wenigen, noch vorhandenen großen Waldgebiete in Italien und ist daher besonders geschützt. Auf einigen Wanderwegen kannst in die Natur aus Laubwäldern, Olivenhainen und Pinienbäumen abtauchen und den Duft von wild wachsendem Rosmarin in dich aufsaugen. Einer der schönsten Wege führt hoch über der in babyblauen Tönen schimmernden Küste zum wunderschönen Strand Spiaggia di Vignanotica, der sich in einer Bucht zwischen den hoch aufragenden Kalkfelsen befindet. Am Strand befindet sich sogar ein kleines Café, in dem es super leckere Sandwiches, Bruschetta und Oliven gibt.

italien, apulien, alberobello
© Charlott Tornow

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Entdecke die Trullis in Alberobello

Alberobello ist eine der beliebtesten Ausflugsziele in Apulien, denn die Stadt ist bekannt für ihre Zipfelbemützten Steinhäuser, die sogenannten Trullis. Die Trullis findest du in der gesamten Region rund um Alberobello. Die Geschichte hinter den Gebäuden ist ziemlich spannend: Im 17. Jahrhundert war es verboten, neue Ortschaften ohne Erlaubnis zu grünen. Der damalige Feudalherr der Gegend wollte den Siedlern rund um Alberobello aber eine Möglichkeit geben, sich niederzulassen. Also verpflichtete er sie die einfache Bauweise der Trullis beizubehalten, denn die Dächer bestehen nur aus aufeinander gestapelten Kalksteinplatten, die man schnell demontieren kann. Falls sich eine kaiserliche Kontrollkommission ankündigte, wurden die Dächer auseinander genommen, um zu zeigen, dass es dir nur eine "armselige Ansammlung von halben Wänden" gibt. Heute befinden sich in den Trullis vor allem Restaurants und kleine Läden, aber auch einige Hotels. Sehr empfehlenswert für eine Kaffeepause ist die Kaffeebar dulcif. Hier gibt es sehr guten Espresso, selbst gemachte Pasticci und hausgemachtes Eis.

Piazza dell'Anfiteatro_Lucca_Italien
© Pixabay

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Entdecke die Toskana fernab von Touristenmassen in Lucca

Nach Rom reisen wir, um die alten Ruinen zu bewundern und in die Modemetropole Mailand geht es zum Shopping. Doch abseits der bekannten Touriziele gibt es noch viele andere Städte in Italien, die einen Besuch wert sind. Wer im Urlaub nicht nur auf gleichgesinnte Reisende aus aller Welt treffen will und sich lieber unter die einheimischen Italiener*innen mischt, sollte demnächst mal nach Lucca fahren. Idyllisch inmitten von Pinien und Zypressen gesäumten Hügeln ist die Stadt ein echter Hotspot für italienisches Kunsthandwerk, der noch nicht allzu sehr überrannt ist (außer Ende Oktober, dann findet nämlich das berühmte Comic-Festival statt!). Also mische dich unter die Lucchesen.

© Charlott Tornow

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Mache eine Radtour durch die Euganeischen Hügel

Am besten lernt ihr die Region um die Euganeischen Hügel auf einer Fahrradtour kennen. Der Veranstalter lovivo bietet zahlreiche Fahrradtouren an, auf der ihr viel über die Geschichte und die Kultur der Region kennenlernt. Eine der schönsten Touren führt von Abano Terme aus mit dem E-Bike zur Villa Draghi, dem Schloss von dem Catajo und zur Villa Emo. Weitere Stops sind Schloss von Monselice, das Schloss von Este und das Schloss von Valbona.

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Flaniere durch die barocke Stadt Noto auf Sizilien

Noto im Süden Italiens ist ein barocker Märchentraum. Die Stadt wurde im 18. Jahrhundert nach einem Erdbeben komplett neu geplant und thront jetzt versteckt auf einem kleinen Plateau in der Nähe des Meeres. Die Stadt zählt gerade mal knapp 24.000 Einwohner*innen, beherbergt aber über 30 Kirchen. Die Imposanteste davon ist die Kathedrale San Nicolò, deren riesige Freitreppe ein beliebtes Fotomotiv ist. Am bekanntesten ist Noto bei vielen durch die Netflix-Serie Chef's Table, in der die über drei Generationen geführte Pasticeria Caffé Sicilia vorgestellt wird, in der ihr typisch sizilianisches Gebäck und Eiscreme essen könnt. Die ist zwar nicht leckerer als woanders in Sizilien, aber die warme Mandelsuppe gibt es wohl nirgendwo sonst und sollte unbedingt probiert werden!

Italien, Apulien, Otranto
© Charlott Tornow

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Verbringe einen entspannten Tag in Otranto und probiere lokale Spezialitäten im L'Ortale Ristoro SAlentissimo

Otranto ganz im Süden Apuliens besticht nicht nur durch seine Altstadt, die von einer dicken Befestigungsmauer umgeben ist, sondern auch von einem sehr entspannten Flair. Hier gibt es sehr viele schöne Restaurants und Bars, in denen man den ganzen Tag verbringen könnte. Eine davon ist unsere absolute Lieblingsbäckerei in ganz Apulien, die wir durch Zufall entdeckt haben: L'Ortale Ristoro SAlentissimo. Hier könnt ihr nicht nur total schön auf einer grünen, idyllischen Dachterrasse sitzen, sondern auch apulische Spezialitäten kaufen und essen: Es gibt selbstgerechtes Gebäck und Brot, Espresso mit Mandelmilch, Salami-Platten und vieles mehr.

Meran, Südtirol
© Charlott Tornow

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Spaziere entlang der malerischen Gilfpromenade in Meran

Die Gilfpromenade ist einer der schönsten Wege für einen Spaziergang in Meran. Hier kannst du sowohl wunderschöne Landschaften als auch schöne Stadthäuschen bewundern. Dank der vielen subtropischen Pflanzen gibt es jede Menge Schatten für heißere Tage und wenn du Rast machen willst, dann kannst du das an einer der vielen Bänke tun. Nicht beirren lassen: Der Weg führt auf beiden Seiten der reißenden Passer entlang, rechts geht er dann in den Tappeinerweg über, auf der linken Seite mündet er in die Sommerpromenade.

© Pixabay

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Bewundere auf dem Monte Baldo den Gardasee von oben

Wenn ich den See seh', brauch ich kein Meer mehr. Wahre Worte und den besten Blick auf den Gardasee habt ihr aus fast 2000 Metern Höhe vom Monte Baldo aus. Ob man hoch geht, steht gar nicht zur Debatte – das ist eh klar. Die einzige Frage ist wie! Wenn ihr hoch motiviert seid, dann wandert ihr zum Beispiel etwa vier Stunden von Malcesine nach Tratto Spino und überwältigt dabei satte 1800 Höhenmeter. Der Weg ist nicht nur super für Sportliche, sondern auch für Naturfreunde, denn der Monte Baldo strotzt nur so vor Pflanzenvielfalt. Wer es ein wenig ruhiger angehen lassen möchte, der kann in Malcesine auch einfach in die Seilbahn hüpfen und entweder bis zur Mittel- oder doch gleich bis zur Bergstation fahren. Da der Berg sich über 30 Kilometer erstreckt, sind die Wander- und Spaziermöglichkeiten fast unendlich.

Schiffstour_Lago Maggiore
© Milena Magerl

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Schippere mit dem Schiff über den Lago Maggiore

Eine Schifffahrt über den Lago Maggiore ist nicht nur sehr praktisch, wenn du zur gegenüberliegenden Seite des Sees gelangen willst, sondern auch ein entspannendes Tagesprogramm. Die Boote fahren von der italienischen Stadt Arona im Süden des Sees über die süßen Örtchen Pallanza und Cannobio bis nach Ascona und Locarno in der Schweiz. Da die Schiffe aber nur bis zum frühen Abend verkehren, raten wir den Romantiker*innen unter euch ein Passagierticket für die Autofähre von Laveno nach Intra zu kaufen, um zu später Stunde den Sonnenuntergang vom Deck aus zu genießen oder um bei einer nächtlichen Fahrt das beleuchtete Ufer zu bewundern. Jedes Jahr Anfang August gibt es auch immer tolle Sonderfahrten mit Feuerwerk und Live-Musik.

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